Lustlosigkeit auf der Arbeit: Was tun?

Lustlosigkeit auf der Arbeit macht jeden Tag zur Qual. Sie schieben Aufgaben vor sich her, sind unmotiviert und schaffen nichts. Dann müssen Sie handeln und die Ursachen finden: Ist es nur ein Motivationsloch oder andauernde Demotivation? Woher die Lustlosigkeit im Job kommt und was Sie dagegen tun können…

Lustlosigkeit Arbeit Job Keine Motivation Depression Burnout Qual Sinnlosigkeit Burnout

Welche Gründe hat Lustlosigkeit auf der Arbeit?

Lustlosigkeit am Arbeitsplatz hat viele verschiedene Ursachen. Häufig ist es nicht ein einzelner Grund, sondern eine Kombination verschiedener Ursachen. Wichtig ist, die individuellen Gründe zu verstehen, um richtig darauf zu reagieren:

    Psychische Ursachen

  • Stress
  • Streit und Konflikte
  • Sorgen
  • Finanzielle Probleme
  • Geringes Selbstwertgefühl
  • Überforderung
  • Unterforderung
  • Angstzustände
  • Fehlende Ziele
  • Physische Ursachen

  • Schlafstörungen
  • Bewegungsmangel
  • Ungesunde Ernährung
  • Vitaminmangel
  • Schmerzen
  • Chronische Erkrankungen
  • Hormonelle Umstellungen (etwa Wechseljahre)
  • Weitere Ursachen

  • Nebenwirkungen (von Medikamenten oder Therapien)
  • Alkohol und Drogen
  • Schlechtes Wetter
  • Tageslichtmangel

Häufige Ursachen im Job selbst

Lustlosigkeit bei der Arbeit entsteht häufig genau dort: im Job. Neben Über- oder Unterforderung sind es schlechte Arbeitsbedingungen, ein mieses Betriebsklima oder fehlende Ziele und Perspektiven am Arbeitsplatz.

Depression als mögliche Ursache

Ursachen für Lustlosigkeit bei der Arbeit und im Alltag sind auch psychische Probleme und Erkrankungen. Erschöpfung, Müdigkeit, Hoffnungslosigkeit und Antriebslosigkeit sind typische Symptome einer Depression.

In diesem Fall sollten Sie unbedingt ärztliche Hilfe aufsuchen. Bei ernsthaften psychischen Problemen braucht es medizinische Behandlung und falls nötig eine Therapie. Hier helfen eigene Maßnahmen nicht weiter.

Anzeige

Lustlosigkeit bei der Arbeit: Was tun?

Was tun, wenn der Job zur Qual wird? Jeder empfindet mal Lustlosigkeit auf der Arbeit. Es muss Sie nicht gleich in Selbstzweifel stürzen, wenn Sie einmal keinen Bock auf Ihren Job haben. Sie sollten aber unbedingt reflektieren, um welche Art der fehlenden Motivation es sich handelt.

Kurzfristige Lustlosigkeit ist unbedenklich. Sie hält höchstens ein paar Tage an, bevor der Elan zurückkehrt. Lang anhaltende Phasen der Lustlosigkeit sind seltener, aber auch ernsthaftere Probleme. Diese Tipps helfen:

  • Machen Sie ausreichend Pausen

    Pausen sind eine effektive Erste-Hilfe-Maßnahme für neue Motivation. Löcher in die Luft starren und beschäftigt wirken, bringt nichts. Besser: Lassen Sie alles für ein paar Minuten liegen. Gehen Sie an die frische Luft und bekommen Sie den Kopf wieder frei.

  • Sorgen Sie für Abwechslung

    Kein Job ist 8 Stunden am Tag spannend. Routinearbeiten gehören dazu, begünstigen aber Lustlosigkeit. Sorgen Sie für Abwechslung und mischen Sie langweilige mit interessanten Aufgaben. Oder wechseln Sie gleich den Arbeitsort. Es muss nicht immer der Schreibtisch sein, wenn Sie dort nur lustlos herumsitzen.

  • Gehen Sie mit der richtigen Einstellung heran

    „Oh nein, nicht das schon wieder…“ Bei dieser Einstellung ist fehlende Motivation keine Überraschung. Konzentrieren Sie sich auf positive Aspekte. Ändern Sie Ihre Denkweise und reden Sie sich ein, dass Sie das Beste aus jeder Aufgabe herausholen und Spaß haben.

  • Suchen Sie das Gespräch

    Aus Angst vor einem schlechten Ruf (Du bist faul…) oder Kritik für fehlende Leistung schweigen Lustlose meist. So ändert sich aber auch nichts. Suchen Sie das Gespräch, auch wenn es Mut und Überwindung kostet. Im privaten Umfeld erfahren Sie Rückhalt und mit dem Chef suchen Sie gemeinsam nach Lösungen.

  • Fällen Sie eine Entscheidung

    Bringt das Gespräch mit dem Chef keine Veränderung, steht eine Entscheidung an: Wie geht es weiter? Leiden Sie unter der Situation, kann ein Jobwechsel die Lösung sein. Oder Sie lernen, sich mit einem sinnlosen Job zu arrangieren.

Gehirn braucht 10 Minuten Pause zwischen 2 Aufgaben

Eine Microsoft Studie zeigt mit Hirnscans von Meeting-Teilnehmern: Das Gehirn braucht mindestens 10 Minuten Pause zwischen Meetings benötigt. Andernfalls steigt der Stresslevel im Gehirn deutlich an.

Das gilt auch zwischen unterschiedlichen Aufgaben. In der kurzen Pause schließt das Gehirn Aufgaben, Herausforderungen oder Gedanken an. Erst dann widmet es sich umso frischer der neuen Aufgabe.

Pausen Meeting Studie Microsoft Pause Machen Hirnscan

Anzeige

Neue Ziele gegen Lustlosigkeit

Ein Trick aus der Psychologie: Neue Ziele sind eine Wunderwaffe gegen Lustlosigkeit. Nehmen Sie sich konkret etwas vor und beginnen Sie gleich mit der Umsetzung. Gerade ein akutes und kurzfristiges Tief überwinden Sie so in kurzer Zeit. Schon kleine Ziele wie „Bis um 13 Uhr habe ich diese Aufgabe vollständig erledigt“ geben einen Motivationskick.

Zwar lösen Sie das Problem nicht an der Wurzel – die grundsätzlichen Ursachen bleiben bestehen. Es hilft Ihnen aber bei wichtigen Aufgaben, die trotz Lustlosigkeit gemacht werden müssen.


Was andere dazu gelesen haben