Job und Familie: 7 Tipps für berufstätige Eltern
Der tägliche Stress im Büro kann an einigen Tagen jegliche Kraftreserven verbrauchen. Doch auf berufstätige Eltern wartet zuhause nach dem Feierabend noch ein zweiter, mindestens genauso wichtiger Vollzeitjob. Die Vereinbarkeit von Job und Familie wird zwar in vielen Unternehmen immer weiter gefördert, aber die Doppelbelastung verlangt den Eltern dennoch einiges ab. 7 Tipps für berufstätige Eltern...

Job und Familie: Die größten Schwierigkeiten

Die Familie und die Berufstätigkeit unter einen Hut zu kriegen, bringt immer auch einige Schwierigkeiten mit. Die Anzahl der Aufgaben wächst, die Verantwortung nimmt zu und die Erwartungen des Arbeitgebers bleiben weiterhin hoch. Das die Doppelbelastung da an einigen Stellen Probleme mit bringt, ist nur verständlich. Die drei größten Schwierigkeiten, denen sich berufstätige Eltern stellen müssen, sind...

  • ...Zeitmanagement. Ein Arbeitstag ist lang, aber auch für die Kinder muss genügend Zeit eingeplant werden, um zu spielen, gemeinsam etwas zu unternehmen oder die Hausaufgaben zu besprechen. Da kann die Zeit schon einmal knapp werden.
  • ...Organisation. Täglich steht ein regelrechter Organisationsmarathon an. Die Kinder müssen rechtzeitig in die Schule oder Kita, man selbst muss zeitig am Arbeitsplatz ankommen und nach Feierabend beginnt das Ganze noch einmal von vorn. Ohne eine ausgeklügelte Struktur ist das kaum zu schaffen.
  • ...Stress. Bei einem solchen Tagesablauf mit unzähligen Aufgaben und kaum einer ruhigen Minute, um einmal durchzuatmen, ist Stress programmiert. Gerade die Kombination aus beruflichem und privatem Stress macht berufstätigen Eltern zu schaffen.

7 Tipps für berufstätige Eltern

Monkey Business Images/shutterstock.comJeder Arbeitnehmer kennt den alltäglichen Stress, den Kunden, Vorgesetzte oder auch Kollegen mitbringen können. Doch für viele lässt sich nur erahnen, wie sich die Doppelbelastung von Job und Familie auf den Alltag auswirkt. Es müssen sowohl privat als auch beruflich Ansprüche erfüllt werden, der Organisationsaufwand nimmt deutlich zu und es entsteht schnell der Wunsch, es allen Recht zu machen. Es gibt leider kein Patentrezept, dass der Doppelbelastung entgegenwirkt, doch die folgenden 7 Tipps können berufstätigen Eltern helfen...

  1. Haben Sie immer einen Plan B. Die Nerven von Eltern werden ohnehin ständig durch unvorhersehbare Ereignisse auf die Probe gestellt. Wenn dann noch der alltägliche Bürostress hinzu kommt, sind Alternativen gefragt. Um auch nicht den Kopf zu verlieren, wenn es mal kritisch wird, ist es empfehlenswert, immer einen Plan B zu haben. Fragen Sie beispielsweise Ihren Chef, ob Sie im Home Office arbeiten können, wenn Ihr Kind krank wird oder haben Sie eine Bekannte im Hinterkopf, die auf Ihre Kinder aufpassen kann, wenn der Babysitter kurzfristig absagt.
  2. Führen Sie einen genauen Kalender. Berufstätige Eltern müssen wahre Meister der Organisation sein. Doch damit auch wirklich kein Termin vergessen wird, ist ein Kalender genau das richtige Hilfsmittel. Hier können Sie alle wichtigen Termine, berufliche wie auch privat, festhalten und verlieren nie mehr den Überblick. Dabei ist es aber natürlich unerlässlich, dass der Kalender auch wirklich genau geführt wird. Machen Sie es sich beispielsweise zum Ritual, Ihre Notizen jeden Morgen zu aktualisieren und sich einen Plan für die anstehenden Termine zu machen.
  3. Übertreiben Sie es nicht mit der Balance. Ihr Wunsch nach einem Gleichgewicht zwischen Job und Familie ist mehr als löblich, doch sollten Sie sich damit nicht selbst unter Druck setzen. Die perfekte Balance zwischen Privat- und Berufsleben ist quasi nicht zu erreichen. Es kommen immer mal Zeiten, in denen der Beruf mehr Energie fordert und Sie die ein oder andere Überstunde machen. In ruhigeren Zeiten oder am Wochenende gleicht sich dies dann wieder aus. Balance bedeutet auch zu wissen, welcher Teil gerade mehr Aufmerksamkeit benötigt und die Zeit dementsprechend zu nutzen.
  4. Machen Sie tatsächlich Feierabend. Viele Berufstätige kennen es doch gerade für Eltern ist es besonders kompliziert: Arbeit mit nach Hause nehmen. Wenn es irgendwie möglich ist, sollten Sie diesen Schritt verhindern. Feierabend bedeutet Zeit mit der Familie und Ihren Kindern. Schalten Sie das Firmentelefon aus, lesen Sie keine beruflichen E-Mails mehr und lassen Sie die Projekte bis zum nächsten Tag ruhen. Die Doppelbelastung ist ohnehin sehr anstrengend und die Situation wird sich nicht verbessern, wenn Sie die beiden Bereiche durcheinander bringen und vermischen.
  5. Fühlen Sie sich nicht schuldig. Bei all den Anforderungen die an Sie gestellt werden, sollten Sie eine Sache nicht vergessen: Sie sind auch nur ein Mensch! Sie geben jeden Tag Ihr Bestes, doch natürlich können Sie nicht garantieren, dass immer alles gelingt. Doch fühlen Sie sich nicht direkt schuldig, wenn mal etwas schief läuft. Es kann vorkommen, dass Sie mal das Fußballtraining Ihres Sohnes verpassen oder Ihre Aufgabe erst einen Tag nach der Deadline fertig wird. Doch das passiert anderen Arbeitnehmern genauso sehr wie Ihnen. Reden Sie sich also kein schlechtes Gewissen ein und setzen Sie für sich keine zu hohen Maßstäbe an.
  6. Nutzen Sie Ihre Stärken in beiden Bereichen. Im Büro tragen Sie Verantwortung für mehrere Mitarbeiter und delegieren Aufgaben - zuhause organisieren und planen Sie die Tagesabläufe der gesamten Familie und erledigen durch Multitasking auch noch den Haushalt und alle weiteren anfallenden Aufgaben. Übertragen Sie Ihre Stärken auch in den jeweils anderen Bereich. Teilen Sie beispielsweise auch privat die Aufgaben besser auf und finden so vielleicht am Ende mehr Zeit. Oder überzeugen Sie im Büro mit Ihrem Organisationstalent und stellen einen genauen Ablaufplan für die nächste Woche zusammen.
  7. Gönnen Sie sich auch mal Ruhe. Berufstätigen Eltern fällt es oft schwer, sich auch einmal Zeit für sich selbst zu nehmen. Doch auch Sie brauchen die Erholung, um die Energiereserven wieder aufzuladen und weiterhin genügend Kraft für alle Aufgaben zu haben. Das soll selbstverständlich nicht heißen, dass Sie die Kinder übers Wochenende aus dem Haus verbannen sollen. Doch wenn die Kinder beispielsweise bei den Großeltern übernachten oder Zeit bei einem Freund verbringen, dann nutzen Sie diese Zeit, um sich etwas Gutes zu tun. Gehen Sie in die Sauna oder lassen Sie sich ein Bad ein. Auch mit Doppelbelastung haben Sie sich Mal eine Pause verdient.
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