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Chef schreibt eigene Stelle aus: Was tun?

Sie stöbern in Jobbörsen und sehen plötzlich in den Stellenanzeigen Ihre eigene Position. Arbeitgeber, Jobbezeichnung, Tätigkeitsbeschreibung – alles passt. Der Chef schreibt die eigene Stelle aus? Ein Schock! Weder Sie noch der Arbeitgeber haben gekündigt und nun sucht das Unternehmen einen Ersatz? Wir zeigen, was Sie in dieser Situation tun können…



Chef schreibt eigene Stelle aus: Was tun?

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Chef schreibt eigene Stelle aus: Ist das erlaubt?

Der erste Impuls von Mitarbeitern, wenn der Chef die eigene Stelle ausschreibt, ist oft: Das kann er doch nicht machen! Oder doch? Die klare Antwort lautet: Natürlich hat der Arbeitgeber das Recht, Stellenausschreibungen zu erstellen und Positionen im Betrieb neu zu besetzen. Dass Sie das nicht wollen und vorher auch nichts davon mitbekommen haben, spielt dabei keine Rolle.

Nach dem ersten Schock ist es für Sie aber ein Vorteil, wenn Sie die Anzeige zu Ihrem eigenen Job gefunden haben. Jetzt können Sie sich überlegen, wie Sie auf die Situation reagieren. Doch bevor Sie voreilig handeln, müssen Sie sicher sein, dass es sich wirklich um Ihre Position handelt.

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Chef schreibt eigene Stelle aus: Stimmt das überhaupt?

Es ist Ihr Aufgabenbereich, die Jobbezeichnung stimmt und der Ersteller der Ausschreibung ist Ihr Arbeitgeber – das lässt scheinbar nur einen Schluss zu: Ihr Chef schreibt Ihre Stelle aus. Sie sollen ersetzt werden und die Kündigung ist nur noch eine Frage der Zeit. Aber stimmt das wirklich?

Möglicherweise gibt es auch andere Erklärungen und Szenarien, die Sie betrachten und hinterfragen sollten:

  1. Alte Stellenanzeige
    Nicht alle Stellenanzeigen sind aktuell. Manchmal werden diese nicht oder erst viel zu spät gelöscht. Vielleicht ist die Anzeige bereits veraltet und längst nicht mehr aktuell.
  2. Zusätzliche Position
    Gerade bei größeren Arbeitgebern gibt es Jobs nicht nur einmal. Vielleicht will Ihr Chef Sie nicht ersetzen, sondern ist auf der Suche nach einem neuen Kollegen für Sie. Bei gestiegenem Arbeitspensum und zusätzlichen Projekten kann das notwendig sein.
  3. Interne Umstrukturierung
    Wird die eigene Stelle ausgeschrieben, schrillen alle Alarmglocken. Doch es muss nicht gleich eine Kündigung drohen. Bei internen Umstrukturierungen kann Ihnen ein neuer Arbeitsbereich mit neuen Verantwortungen zugewiesen werden, weil Sie die nötige Erfahrung mitbringen. Die alten Aufgaben übernimmt dann ein neuer Mitarbeiter.

Den Chef ansprechen oder besser nichts sagen?

Wenn Sie den Chef auf die Stellenanzeige ansprechen, geben Sie auch zu, dass Sie selbst nach Jobs geschaut haben. Sollten Sie es also besser verschweigen? Unser Ratschlag: Ein offener Umgang mit der Situation ist die beste Wahl. Entweder stellt sich die Situation als Missverständnis heraus und kann geklärt werden. Oder es gibt offensichtlich Gesprächsbedarf, wenn der Arbeitgeber wirklich Ihren Job ausgeschrieben hat.

Fragt der Chef nach, warum Sie auf einer Jobbörse unterwegs waren, können Sie dies mit der Recherche Ihres Marktwertes erklären.

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Was tun, wenn der Chef die eigene Stelle ausschreibt?

Untätigkeit bringt Sie nicht weiter, wenn die eigene Stelle ausgeschrieben wird. Damit bleibt nur die Unsicherheit und ein passives Warten auf das, was kommt. Aber wie können Sie stattdessen reagieren? Wir haben vier Tipps, die Ihnen weiterhelfen:

Führen Sie ein klärendes Gespräch

Der erste Schritt sollte ein offenes Gespräch mit der Führungskraft oder Personalabteilung sein. Erklären Sie, dass Sie die Anzeige gesehen haben und bitten Sie um eine Erklärung. Beginnen Sie den Dialog dabei möglichst neutral und ohne Vorwürfe. Mit einem „Warum zum Teufel haben Sie denn meinen Job ausgeschrieben?“ kommen Sie nicht weiter.

Bleiben Sie professionell

Egal, ob es sich tatsächlich um Ihre Stelle handelt oder nicht: Bleiben Sie unbedingt professionell. Verfallen Sie nicht in Panik und vermeiden Sie emotionale Ausbrüche. Das verbessert die Lage nicht, bringt Sie einer Lösung nicht näher und sorgt für einen nachhaltig negativen Eindruck beim Arbeitgeber.

Hinterfragen Sie die Gründe

Die Situation ist ein guter Zeitpunkt für eine ehrliche und kritische Selbstreflexion. Fragen Sie sich: Ist es wirklich so überraschend und schockierend, dass Ihre Stelle neu besetzt wird? Vielleicht sind Sie schon länger unzufrieden im Job und auch Ihre Leistungen haben nachgelassen. Vielleicht waren Sie doch nicht so grundlos auf einer Jobbörse unterwegs, sondern haben sich bereits ein Bild von möglichen Alternativen gemacht.

Gehen Sie aktiv auf Jobsuche

Soll Ihre Stelle neu besetzt werden, sollten Sie sich entsprechend nach einem neuen Job umschauen. Haben Sie bisher in den Stellenanzeigen nur ein wenig geschaut, müssen Sie nun aktiv auf Jobsuche gehen, Bewerbungen schreiben und den kommenden Jobwechsel planen. Damit verhindern Sie eine mögliche Arbeitslosigkeit und sind vorbereitet, wenn Sie wirklich den Arbeitsplatz verlieren.


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