Funemployment: Fröhliche Arbeitslose

Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Dem Credo hängen offenbar auch die Eleven des Funemployment an. Dabei handelt es sich um eine Generation 20- bis 30-Jähriger Amerikaner, die aufgrund der aktuellen Wirtschaftskrise ihren Job verloren haben. Doch statt Trübsal zu blasen, machen Sie das Beste daraus: Sie schöpfen „Fun“ aus ihrem „Unemployment“ – voilà, das Funemployment war als Trend geboren…

Funemployment: Fröhliche Arbeitslose

Funemployment: Fröhliche Arbeitslose

Was machen diese Leute konkret? Kurz: Sie tun Dinge, für die sie zuvor keine oder nur wenig Zeit hatten: Ausschlafen, Lesen, Reisen, Feiern, Kochen, Freunde besuchen, sich an kreativen Projekten beteiligen, den Tag im Pyjama verbringen, Leben. Die in San Francisco erscheinende Wochenzeitung „SF Weekly“ beschreibt die Krisenkinder so:

Dies ist keine Lost Generation, sondern eine Generation, die für sich in Anspruch nimmt, sich durch den Verlust der Arbeit selbst zu finden – und dabei Spaß hat.

Natürlich leben viele dabei in erster Linie von Ersparnissen oder von dem Geld, das ihnen ihre Eltern zustecken. Davon kann man nicht ewig leben, das wissen auch die fröhlichen Arbeitslosen. Deshalb bewerben sie sich natürlich auch weiterhin, bloggen oder twittern in der Hoffnung, so wieder in einen festen Job zurückzufinden. Oder aber sie geben Gleichgesinnten Tipps wie man die neu gewonnene Zeit sinnvoll und amüsant verbringen kann.

Psychologisch ist das übrigens gar nicht verkehrt: So fallen die Entlassenen erst gar nicht in ein die typischer Achterbahnfahrt aus Frust und Selbstmitleid, das vielen die Rückkehr ins Berufsleben erschwert.

Zudem zeige diese Gruppe, wie Soziologen finden, ein gesundes Verhältnis zu ihrer Arbeit: Während andere, die ihre Selbstverwirklichung vor allem im Job suchen, mit der Kündigung meist unter Selbstzweifeln und narzisstischer Kränkung leiden, orientiert sich diese Generation leichter um. Das macht sie enorm flexibel – besser gelaunt sowieso. Motto: Don’t worry, be happy!

[Bildnachweis: All kind of people by Shutterstock.com]
27. Juni 2009 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.



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