Lebenslektionen: Diese 10 helfen Ihnen weiter

Je älter ein Mensch wird, desto wahrscheinlicher, dass er bestimmte Lebenslektionen gelernt hat. Wir sammeln Erfahrungen, realisieren, dass manche Dinge nicht immer so laufen, wie wir uns das gedacht haben. Jüngere Menschen können diesen Erfahrungsschatz aus dem eigenen Erfahren oft noch nicht haben. Es fällt Ihnen daher schwerer, bestimmte Entwicklungen zu antizipieren. Aber jeder kann von den Lebenslektionen anderer Menschen profitieren. Wir stellen hier zehn klassische Lebenslektionen vor, die zum Nachdenken einladen…

Lebenslektionen: Diese 10 helfen Ihnen weiter

Lebenslektionen als roter Faden im Leben

Worum geht es bei Lebenslektionen? Leben ist ein Überbegriff für einen gigantischen Kosmos an Möglichkeiten. Leben ist die Existenz eines Menschen, die je nach Biographie so unterschiedlich verlaufen kann. Und andererseits existieren Erfahrungen, die nahezu jeder teilt.

Beispielsweise, weil sie Bestandteil gesellschaftlicher Übereinkunft sind. Der klassische Werdegang der meisten: Sie besuchen erst den Kindergarten, gehen dann zur Schule und machen anschließend eine Ausbildung oder absolvieren ein Studium. Es folgt der Berufseintritt und oft trennen sich dort erneut die Wege.

Klar, es gibt teilweise noch die stromlinienförmig verlaufenden Berufsbiographien, bei denen eine Person von der Ausbildung bis zur Rente bei einem Arbeitgeber bleibt und zwischendrin verschiedene Karrierestufen durchläuft. In der heutigen Zeit sind Jobwechsel allerdings deutlich wahrscheinlicher, Arbeitnehmer mobiler.

Und selbst wenn Arbeit bei vielen Menschen eine langjährige Konstante ist, gibt es genauso gut viele Menschen, die andere Erfahrungen machen – sei es Arbeitslosigkeit oder Berufsunfähigkeit, sei es mit Blick auf das Privatleben. Der klassische Dreiklang von Hochzeit, Kindern, Hausbau repräsentiert ebenfalls nur einen Teil der Gesellschaft.

Zwischendrin werden unabhängig von den individuellen Lebensstationen Erfahrungen gemacht, die nahezu universell sind. Von diesen Lebenslektionen können Sie lernen. Im ersten Moment mögen Sie vielleicht überrascht sein, wenn Sie sich in einer neuen Situation wiederfinden. Aber mit unseren zehn Lebenslektionen sind Sie nicht unvorbereitet und können die ungewohnte Lage mental einsortieren.

10 Lebenslektionen für Freundschaft, Beruf und Erfolg

  • Persönliche Netzwerke bringen Sie weiter.

    Manchmal können Sie sich noch so abstrampeln und kommen doch keinen Schritt weiter: Bewerbung um Bewerbung geschrieben, aber die Konkurrenz ist riesig und in der Masse der Bewerber gehen Sie einfach unter. An dieser Stelle ist es wertvoll, wenn Sie sich ein Netzwerk aufgebaut haben.

    Netzwerke können im Laufe der Jahre durch unterschiedlichste Lebenszusammenhänge entstehen: Schule, Verein, Studium oder persönliche Kontakte aus ehemaligen Jobs. Es ist nichts Ehrenrühriges daran, über einen Bekannten von einer freien Stelle zu erfahren. Tatsächlich werden viele Jobs nicht ausgeschrieben, der verdeckte Stellenmarkt ist deutlich größer als der offene.

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  • Loszulassen ist befreiend.

    Viele Menschen verharren zu lange in Situationen, die sie unglücklich machen. Sie haben Angst vor Veränderungen, dass es schlimmer werden könnte. Die gegenwärtige Lage ist vertraut und bietet Sicherheit. Eine positive Veränderung wird von vornherein ausgeschlossen.

    Manchmal muss man sich aber von Ideen trennen – so wie von Menschen, die einem nicht guttun. Das mag nicht auf Anhieb gelingen, aber es ist befreiend. Statt irgendwelchen Idealvorstellungen nachzuhängen oder nostalgisch-verklärend in die Vergangenheit zu blicken, ist es wichtig im Hier und Jetzt zu sein, damit es vorwärts gehen kann.

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  • Fehler sind Teil des Lernprozesses

    Zu den wichtigen Lebenslektionen gehört die Erkenntnis, dass Fehler in Ordnung sind. In Deutschland ist vielfach noch eine negative Sicht auf Fehler verbreitet. Das zeigt sich im öffentlichen Umgang und es lässt sich an der Zahl der Firmengründungen ablesen. In den USA werden vergleichsweise deutlich mehr Start-ups gegründet als hierzulande.

    Und das, obwohl das soziale Sicherheitsnetz deutlich größer ist. Wer hier scheitert, muss keine Angst haben, am nächsten Tag unter der Brücke zu nächtigen. Aber der gesellschaftliche Umgang ist immer noch von Scham geprägt. Dabei macht jeder Mensch Fehler, denn sie sind Teil des Lernprozesses. Tragisch wäre lediglich, wenn der ausbliebe: Zehnmal auf dieselbe Art und Weise etwas zu probieren und ein anderes Ergebnis zu erwarten, ist wenig zielführend.

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  • Ratschläge anderer können wertvoll sein.

    Ohne gleich mit dem erhobenen Zeigefinger zu kommen: Gerade jüngere Menschen neigen dazu, Ratschläge ihrer Eltern in den Wind zu schlagen. Das ist einerseits völlig normal und Teil eines Abnabelungsprozesses. Manchmal reicht es allerdings, dass der Ratschlag von Repräsentanten einer anderen Generation kommt und die könne per se die eigenen Probleme nicht nachvollziehen, so die Denke dahinter.

    Dabei sind wie gesagt etliche Lebenslektionen universell, Eltern und andere Menschen haben sie bereits gelernt und können nützliche Tipps im Umgang mit bestimmten Problemen geben – wenn man sie lässt. Natürlich heißt das nicht, dass andere immer richtig liegen. Aber es lohnt sich zuzuhören. Ziehen Sie Ratschläge anderer wenigstens in Erwägung. Manches lässt sich aus der eigenen Perspektive nicht abschätzen.

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  • Glückliche Beziehungen führen über Selbstannahme.

    Viele Menschen hadern mit sich selbst. Haben Minderwertigkeitsgefühle aus den unterschiedlichsten Gründen. Es ist ein ähnliches Thema wie der Umgang mit Fehlern: Wer an sich selbst perfektionistische Ansprüche stellt, wird nie zufrieden sein.

    Statt sich für bestimmte Unzulänglichkeiten zu schelten, wäre es gesünder, die Gnade sich selbst zukommen zu lassen, die man anderen gewährt. Wie soll jemand Sie als Mensch akzeptieren, wenn Sie selbst es noch nicht einmal tun? Zumal bei anderen leicht der Eindruck entstehen kann, dass Sie die hohen Maßstäbe, die Sie an sich selbst legen, auch an andere legen. Ein gelassenerer Umgang mit den eigenen Macken – ohne sie zu verklären -, hilft Ihnen im Umgang mit anderen Menschen.

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  • Es gibt keine universelle Bedeutung von Erfolg.

    Als Karrierebibel berichten wir überwiegend über Erfolg im beruflichen Kontext. Oft kommt darin das klassische Verständnis zum Ausdruck, in dem Erfolg bedeutet, einen beruflichen Aufstieg zu haben. Aber nicht nur Arbeitsmarkt und die Beschäftigungsverhältnisse, auch die persönlichen Werte von Arbeitnehmern haben sich im Laufe der Jahrzehnte verändert.

    Arbeit nimmt als Einkommensquelle immer noch einen wichtigen Platz im Leben vieler Menschen ein. Sie kann auch gleichzeitig Selbstverwirklichung bedeuten. Aber nicht für jeden bedeutet sie das Erklimmen der beruflichen Spitze inklusive gesellschaftlichem Ansehen und dickem Gehalt. Im Gegenteil, Menschen betrachten sich auch als erfolgreich, wenn sie eine Fachkarriere machen. Oder sich zum Downshifting entschließen, da sie so einen beträchtlichen Zugewinn an Lebensqualität erfahren.

    Und schließlich gibt es genügend Menschen, für die Erfolg überwiegend im Privaten stattfindet. Die Arbeit dient dem Broterwerb, aber das wahre Leben findet danach statt: Freunde, Familie, vielleicht sogar ehrenamtliche Tätigkeit im Verein.

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  • Wahre Freunde erkennt man in der Not.

    Sie können noch so erfolgreich im Beruf sein und im Geld schwimmen: Ohne Freunde ist das alles nichts. Menschen sind soziale Wesen, auf Dauer vereinsamen sie, wenn sie das, was ihnen wichtig ist, nicht mit anderen teilen können. Auch mit Kollegen kann man sehr viel Spaß haben, aber bleiben Bekanntschaften nur an der Oberfläche und auf den Arbeitsplatz beschränkt, reicht das einfach nicht.

    Auf wen wirklich Verlass ist, erkennt man aber nicht an der Dauer der Freundschaft. Ihr wahres Gesicht zeigen Menschen leider oft erst, wenn es schwierig wird. Dann, wenn es Ihnen nicht gut geht und Sie echte Unterstützung brauchen. Wenn Krisen bewältigt werden müssen und Ihnen jemand mit Trost, Zuhören oder vielleicht sogar finanzieller Hilfe beisteht.

    Lebenslektionen wie diese tragen dazu bei, dass Sie selbst zu reflektieren beginnen: Welcher Mensch möchte ich eigentlich sein? Was ist mir wichtig? Wie sollen mich andere Menschen wahrnehmen?

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  • Schließt sich eine Tür, öffnet sich eine neue.

    Manchmal verbeißen wir uns regelrecht in bestimmten Vorstellungen. Die Abschlussnote muss erreicht werden, sonst wird das alles nichts. Der eine Job muss es sein und kein anderer. Gerade wenn Menschen lange auf ein Ziel hingearbeitet haben oder von klein auf für sie etwas feststand, tun sie sich schwer mit der Erkenntnis, wenn es nicht klappt.

    Dann bricht gefühlt eine Welt zusammen und alles wird negativ gesehen. Die Chance ist vertan, nichts geht mehr. Dabei verschließt so eine Sichtweise die Augen vor unzähligen anderen Möglichkeiten. Das einzige, was Sie dafür brauchen, ist Offenheit neuen Eindrücken, Denkweisen und vielleicht auch Menschen gegenüber.

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  • Ständige Vergleiche machen unglücklich.

    Orientieren Sie sich nicht immer an anderen. Es ist ein Prozess, zu sich selbst zu finden, zu erkennen, welche Normen und Werte zu einem passen. Das sollte aber Teil eines Reflexionsprozesses sein. Nie sollte etwas unreflektiert übernommen werden, denn einiges passt vielleicht gar nicht zu ihrem Leben.

    Beispielsweise werden vielleicht Anforderungen und Leistungserwartungen an jemanden gestellt, die er nicht erfüllen kann – weil zuhause noch Kinder auf einen warten. Oder Angehörige gepflegt werden müssen. An sich selbst denselben Maßstab zu legen wie an eine Person, die nicht in diesen Umständen lebt, ist einfach unfair.

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  • Geistige Unabhängigkeit ist wichtig.

    Menschen wollen anderen Menschen gefallen. Wir sind geneigt, die Meinung von Freunden oder Personen, die wir bewundern, wichtiger zu nehmen als beispielsweise von Fremden. Bis zu einem gewissen Grad ist das in Ordnung. Wer aber sein ganzes Denken und Handeln nur nach der Meinung anderer ausrichtet – egal, ob Freund oder anonyme Masse -, wird nicht glücklich werden.

    Sie treffen dann immer Entscheidungen auf der Basis der Denkweise anderer. Andere können aber nie exakt wissen, was Sie brauchen, wie Sie empfinden. Hier gilt es auch, sich unabhängig von allzu dominanten Persönlichkeiten zu machen, die Ihnen das Gefühl vermitteln, sie wüssten besser als Sie, was richtig für Sie ist.

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  • [Bildnachweis: wavebreakmedia by Shutterstock.com]
14. Oktober 2019 Autor: Anja Rassek

Anja Rassek studierte u.a. Germanistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Sie arbeitete danach beim Bürgerfunk und einem Münsteraner Verlag. Bei der Karrierebibel widmet sie sich Themen rund ums Büro, den Joballtag und das Studium.



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