5/25-Regel: Was sind Ihre wichtigsten Ziele?

Wir alle kennen das: Wir nehmen uns viele Ziele vor, wollen was erreichen – und am Ende kommt fast nichts dabei heraus. Genau dieses Problem kann die 5/25-Regel vom bekannten Investor Warren Buffett lösen. Mit der 5/25-Regel können Sie sich auf die wirklich wichtigen Ziele und Prioritäten konzentrieren und diese umsetzen, statt Ihre Energie überall zu zerstreuen. Wir erklären Ihnen, wie die 5/25-Regel funktioniert und geben Tipps, wie Sie diese für sich nutzen können…

5/25-Regel: Was sind Ihre wichtigsten Ziele?

5/25-Regel: Finden Sie Ihre wichtigsten Ziele

Wer etwas erreichen möchte, muss ein Ziel haben und daran arbeiten. Allerdings ergibt sich in der Praxis immer wieder ein großes Problem, das dazu führt, dass Betroffene nur auf der Stelle treten und irgendwann frustriert aufgeben: Die meisten Menschen wollen viel zu viele Ziele gleichzeitig erreichen. Gerade in der heutigen Zeit muss immer alles sofort passieren, wer nicht an mindestens 15 Prozessen gleichzeitig arbeitet, gilt als faul und langsam.

Durch die ständige Aufteilung der eigenen Zeit, Konzentration und Energie wird dann am Ende gar nichts geschafft, kein Ziel erreicht, kein Fortschritt erzielt. Genau hier setzt die 5/25-Regel an. Ihr Ziel ist es, den Fokus auf das Wesentliche zu richten, die Prioritäten klar zu machen und Ihnen dabei zu helfen, die Ziele zu erreichen, die Ihnen wirklich wichtig sind.

Ein besonderer Vorteil der 5/25-Regel ist einfache Umsetzung, die in nur drei simplen Schritten möglich ist:

  • Erstellen Sie eine Liste mit 25 Zielen

    Alles, was Sie für die 5/25-Regel brauchen, ist ein Blatt Papier und ein Stift. Beginnen Sie damit, 25 Ziele aufzuschreiben, die Sie erreichen wollen. Machen Sie sich zuvor einige Gedanken darüber, was Sie erreichen und woran Sie arbeiten wollen. Einige Beispiele sind etwa eine Beförderung, eine Fortbildung, eine Gehaltserhöhung oder der Erwerb neuer Qualifikationen.

    Schreiben Sie diese 25 Ziele untereinander auf ein Blatt Papier, um einen guten Überblick über alle Ziele zu haben, an denen Sie vorhaben, in Zukunft zu arbeiten.

  • Finden Sie die fünf wichtigsten Ziele

    Nun geht es an die Priorisierung. Schauen Sie sich die 25 Ziele noch einmal in Ruhe an und finden Sie die 5 wichtigsten Ziele. Dabei sollte es sich um die Punkte handeln, die Sie unbedingt erreichen wollen, für die Sie eine große Leidenschaft haben und die Sie besonders weiter bringen.

    Heben Sie diese wichtigsten Ziele sichtbar hervor, beispielsweise in dem Sie diese deutlich einkreisen oder mit einer bunten Farbe markieren. Diese Ziele sollten Ihnen immer sofort in den Blick fallen, wenn Sie auf die Liste der 5/25-Regel schauen.

  • Streichen Sie alle anderen Punkte

    Im dritten Schritt kommt der entscheidende Punkt ins Spiel: Vergessen Sie alle Ziele, die es nicht in die Auswahl Ihrer wichtigsten fünf Ziele geschafft haben! Klingt zunächst hart, doch genau so funktioniert die 5/25-Regel. Die 20 Ziele, die nicht zu Ihren Top-Prioritäten zählen, sollten zunächst vollkommen unbeachtet bleiben. Bedeutet im Klartext: Sie verwenden darauf keine Zeit und Energie, treffen keine Entscheidung, die von diesen Zielen beeinflusst wird und versuchen, diesen gänzlich aus dem Weg zu gehen.

    Der Grund: Es sind genau diese zahlreichen unwichtigen und kleineren Ziele, die Sie davon abhalten, das Wesentliche zu schaffen und die wichtigsten Ziele in die Tat umzusetzen. Konzentrieren Sie sich stattdessen voll und ganz auf die Ziele, die Sie als besonders wichtig identifiziert haben. Erst wenn Sie diese tatsächlich erreicht haben, können Sie die 5/25-Regel erneut anwenden, um weitere Aspekte ausfindig zu machen, denen Sie sich als nächstes widmen.

Entstehung: Die 5/25-Regel von Warren Buffett

5/25-Regel Warren Buffett 2 ListsWarren Buffett ist vor allem als Investor und einer der reichsten Männer der Welt bekannt, doch gibt es eine schöne Anekdote darüber, wie er seine Weisheiten an Mitarbeiter weitergibt – darunter auch die Entstehung der 5/25-Regel oder im Englischen 2 List Strategy.

Demnach sprach Warren Buffett mit seinem Piloten (als einer der reichsten Menschen der Welt braucht man diesen für den Privatjet) Mike Flint über Karriereentwicklung und über Prioritäten für berufliche Ziele. In diesem Gespräch erklärte Buffett dem Piloten die 5/25-Regel und verdeutlichte, wie wichtig es ist, sich ausschließlich auf die fünf wichtigsten Ziele zu konzentrieren.

Der Investor gab den Rat, die übrigen, unwichtigen Ziele unbedingt zu vermeiden. Es geht nicht darum, den Hauptzielen die meiste Aufmerksamkeit zu schenken und die restliche Zeit den hinteren Punkten zu widmen. Im Idealfall tun Sie überhaupt gar nichts für die unwichtigen Ziele und verschwenden keinen Gedanken daran. Oder wie Buffett diese zweite Liste nannte: Avoid-at-all-Costum jeden Preis vermeiden.

Tipps: So nutzen Sie die 5/25-Regel

Wenn Sie sich an die drei Schritte und das grundlegende Prinzip der 5/25-Regel halten, befinden Sie sich bereits auf einem guten Weg, um die wichtigsten Ziele zu erreichen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Damit es mit diesem Vorhaben auch wirklich klappt und Sie den größten Nutzen aus der Methode herausholen können, haben wir noch einige Tipps zur 5/25-Regel für Sie zusammengestellt:

  • Halten Sie Ihren Fokus aufrecht

    Zu Beginn fällt es den meisten noch leicht, die 5/25-Regel umzusetzen, doch mit der Zeit fallen viele in alte Gewohnheiten zurück. Erinnern Sie sich immer wieder daran: Ihre gesamte Aufmerksamkeit richtet sich nur auf die fünf wichtigsten Ziele. Halten Sie die Liste am besten fest und hängen Sie diese an Ihren Schreibtisch, damit Sie jeden Tag darauf schauen. Sagen Sie konsequent Nein zu Ablenkungen und den Zielen, die Sie als unwichtig ausgemacht haben.

  • Nutzen Sie die 5/25-Regel im kleineren Rahmen

    Die 5/25-Regel hilft Ihnen nicht nur bei großen und langfristigen Zielen, sondern kann auch im Alltag eine hilfreiche Methode sein. Unterteilen Sie beispielsweise Ihre wöchentlichen Ziele nach dem Muster der 5/25-Regel. So können Sie in kurzer Zeit viel mehr erreichen und wirklichen Fortschritt verzeichnen.

    Selbst für tägliche Ziele lässt sich das Prinzip anwenden. Dabei müssen es nicht unbedingt 25 Ziele sein, von denen Sie fünf auswählen – schreiben Sie beispielsweise nur sieben oder zehn Ziele auf und wählen zwei oder drei als Prioritäten aus.

  • Wenden Sie die 5/25-Regel in anderen Bereichen an

    Oft wird die 5/25-Regel vor allem im beruflichen Kontext eingesetzt, weil sie ursprünglich auf Karriereziele ausgerichtet ist und in diesem Bereich große Vorteile bietet. Doch sollten Sie den Nutzen nicht nur darauf beschränken, sondern die 5/25-Regel auch auf Ihre privaten Ziele übertragen.

    Sicherlich haben Sie auch außerhalb des Jobs zahlreiche Ziele, die Sie gerne umsetzen wollen. Machen Sie auch hier eine Liste und markieren Sie die Dinge, die Ihnen am wichtigsten sind.

[Bildnachweis: Marina Linchevska by Shutterstock.com]
16. Oktober 2019 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.



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