Erfolgsformel: Was auf dem Weg nach oben zählt

Immer auf derselben Stelle treten ist irgendwann langweilig. Jeder will vorankommen, will sehen, wie Dinge sich verbessern. Erfolg in Liebe, Leben und Beruf – wie schön wäre es, wenn es dafür eine Erfolgsformel gäbe! Die gibt es auf eine Art nicht: Es gibt kein Rezept, dass für jeden funktioniert, da die Menschen viel zu unterschiedlich sind. Es gibt allerdings bestimmte Eigenschaften, die alle erfolgreichen Menschen auf dem Weg nach oben vereint. Zusammengenommen lässt sich daraus eine Erfolgsformel ableiten. Welche das sind und wie sie Ihnen beim Erfolg helfen…

Erfolgsformel: Was auf dem Weg nach oben zählt

Was ist eine Erfolgsformel?

Eine Erfolgsformel könnte man sich so vorstellen: Zutat 1 + Zutat 2 = Erfolg. Dass es so leicht nicht ist, werden Sie bereits ahnen. Zumal eine Schwierigkeit ist, eindeutig zu definieren, was Erfolg ist?

Vor dem geistigen Auge vieler erscheinen erfolgreiche Topmanager, etwa Leute wie aus der Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“, in der kleine Start-ups mit ihren Ideen vor Investoren treten. Auf der einen Seite diejenigen, die es beruflich weit gebracht haben, die über ein beträchtliches Vermögen verfügen.

Auf der anderen Seite Menschen, die genau das vor sich haben und ebenfalls mit einer (hoffentlich) zündenden Idee reich und bekannt werden wollen. Hier ist Erfolg einzig auf ein Ziel im Arbeitsbereich festgelegt. Eine derart enge Definition würde aber den Erfolg einer Person schmälern, die beispielsweise infolge eines Unfalls schwer verletzt war und nach Monaten der Krankengymnastik erstmals eigenständig an Krücken gehen kann.

Beide Beispiele zeigen, dass sich Erfolg einstellt, wenn eine Zielvorstellung existiert und Engagement gezeigt wird. Eine Erfolgsformel könnte also lauten:

Ziel + Einsatz = Erfolg.

Aber auch das ist noch reichlich unkonkret, denn wie der Einsatz exakt auszusehen hat, hängt maßgeblich von der Situation ab. Als Start-up hilft mir Krankengymnastik herzlich wenig, als Patient nützen mir Investorengespräche nichts. Es kommt also auf die richtige Auswahl des Mittels an. Das setzt wiederum die Kenntnis entsprechender Mittel voraus und/oder die nötigen Kontakte.

Beides allein führt dennoch nicht zwangsläufig zum Erfolg: Werden die Investoren nicht überzeugt, nützt das Wissen um Kontakte nichts. Ist die Krankengymnastik schlecht gemacht, sind die Verletzungen langwieriger als gehofft, greift die obige Erfolgsformel nicht.

Kann eine Erfolgsformel funktionieren?

Damit eine wie auch immer geartete Erfolgsformel funktionieren kann, müssen bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt sein. Und genau hier liegt der Knackpunkt: Nicht alle Menschen haben dieselben Voraussetzungen. Es fängt bereits mit den Startbedingungen an: Sind die Eltern gut situiert, haben sie bereits ähnliche Wege beschritten, können sie ihrem Kind natürlich grundsätzlich andere Tipps und Hilfestellungen mitgeben als wenn sie es nicht haben.

Zu allgemein? Dann konkret: Die soziale Mobilität ist in Deutschland längst nicht so groß wie wir es uns wünschen würden. Zwar ist Diskriminierung per Grundgesetz verboten und das Antidiskriminierungsgesetz (AGG) soll besonders Arbeitnehmer im Berufsleben schützen.

Aber strukturelle und gesellschaftlich tief verwurzelte Benachteiligungen werden davon nicht erfasst. Die Eltern haben nicht studiert, ihr Einkommen ist eher bescheiden, oft können sie dann das Kind finanziell nicht unterstützen, wenn es sich für ein Studium entscheidet.

Das führt nicht nur dazu, dass Arbeiterkinder deutlich seltener studieren (nur 27 Prozent) als Akademikerkinder (79 Prozent), sondern ihre Abbruchquote ist auch höher.

Aber selbst wenn die Startbedingungen rosig sind oder Benachteiligungen durch staatliche Unterstützung beispielsweise in Form von Bafög ausgeglichen werden, kann der Weg nach oben schwierig sein.

Die persönliche Konstitution hat maßgeblichen Anteil. Dazu gehört der konstruktive Umgang mit Krisen durch eine gute Resilienz und die gesundheitliche Verfassung. Wer an der Dialyse hängt, muss natürlich ein Vielfaches an Kraft aufwenden, um sein Leben zu meistern verglichen mit jemanden, der keine gesundheitlichen Einschränkungen hat.

Schon auch deshalb ist eine Definition von Erfolg sehr individuell.

Erfolgsformeln in 7 Worten: Das Gratis-eBook der Karrierebibel-Leser

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Über Erfolg sind schon viele Bücher geschrieben worden. Sehr lange vor allem. Manchmal reicht aber auch ein einzelner Satz, um es auf den Punkt zu bringen. Genau diese Sätze haben wir gesucht – und Sie haben Sie uns per Mail oder Kommentar eingesandt. Zahlreich. Abwechslungsreich. Lehrreich. Danke!

Zugegeben, manche der Formeln haben einen Hauch von Tschakka-Rhetorik und Motivationspropaganda. Gerade uns Deutschen mit unserem Faible fürs Analysieren, Theoretisieren und Legitimieren erscheinen solche verdichteten Weisheiten suspekt. Wir denken dann an das Blabla eines altklugen Trainers bei den Bundesjugendspielen oder an unseriöse Popcorn-Prosa.

Andererseits müssen Wahrheiten und Weisheiten nicht falsch sein, nur weil sie einfach klingen oder ein bisschen holzschnittartig. Nur weil es sich um eine Quintessenz handelt, ändert das ja nichts an deren Gültigkeit. Sie spart beim Lesen nur deutlich mehr Zeit und regt zum sprichwörtlichen Nachdenken an.

Und nachdem Sie uns wirklich so viele hübsche Quintessenzen und Erfolgsformeln zugeschickt haben, konnten wir gar nicht anders: Wir mussten ein eBook daraus machen, das wir Ihnen hier zum Download anbieten – kostenlos natürlich.

In das Buch haben wir nur Sinnsprüche und Zitate aufgenommen, die nicht mehr als sieben Worte hatten, und dem Anschein nach eine persönliche Erfolgsweisheit darstellen und nicht nur ein x-beliebiger Kalenderspruch sind. Das ist zwar völlig subjektiv. Aber so ist das nunmal bei einer redaktionellen Auswahl – es ist ja auch kein Wettbewerb gewesen.

Für die graphische Umsetzung hat sich spontan Philip René Braches angeboten, der dies ehrenamtlich übernommen hat – auch weil er die Idee so schön fand. Dafür noch mal ein herzliches Dankeschön!

Das Ergebnis kann sich jedenfalls sehen lassen…

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre des eBooks. Zum Download einfach auf das obige Cover klicken – oder hier auf das Wort PDF.

Es ist ein Buch von den Lesern für die Leser. Daher allen, die mitgemacht haben, auch wenn wir am Ende nicht jede Einsendung übernommen haben, ebenfalls ein großes Danke!

Diese Erfolgsformeln haben sich bewährt

Beruflicher Erfolg wird häufig an folgenden Faktoren bemessen:

  • Einkommen (Höhe des Gehalts)
  • Führungsverantwortung (Zahl der Mitarbeiter)
  • Aufstieg (Dauer der Karriereschritte)

Wessen Gehalt überdurchschnittlich hoch ist, wer über mehrere Mitarbeiter zu bestimmen hat und wer in vergleichsweise kurzer Zeit die Karriereleiter erklimmt, gilt als erfolgreich – so zumindest der objektive Karriereverlauf nach wirtschaftswissenschaftlicher Lesart. Wie gesagt, subjektiv können für Sie ganz andere Kriterien gelten.

Es ist leider so: Bestimmte Parameter können Sie nicht ändern. Sie können sich nicht ein wohlhabendes Elternhaus herbeizaubern und auch nicht einfach Ihr Geschlecht ändern. Beide Faktoren, das haben Studien immer wieder belegt, wirken sich positiv auf den beruflichen Erfolg aus.

Wer aus einfachen Verhältnissen kommt und den sozialen Aufstieg plant, wird es schwerer haben. Auch haben es Frauen schwerer. Die einen nennen es Stallgeruch, die anderen Habitus. Er zeigt sich in Äußerlichkeiten wie Dresscodes und Umgangsformen, aber auch einer inneren Selbstsicherheit und einem Urvertrauen, das ererbt wurde.

Das führt dazu, dass Vorstandschefs mehrheitlich unter sich bleiben. Auch wenn Sie Herkunft und Biologie nicht ändern können – Sie können die Auswirkungen deutlich begrenzen. Aus folgenden Tipps können Sie Ihre persönliche Erfolgsformel ableiten:

  • Werden Sie entscheidungsfreudiger.

    Führungskräfte sind deutlich risikofreudiger und fällen schnelle Entscheidungen. Sie haben schlichtweg nicht die Zeit, lange Fürs und Widers abzuwägen. Sie sehen eine Chance und schnappen zu – andere hingegen zögern deutlich länger. Sie sehen weniger die Chancen, als mehr die Gefahr, etwas zu verlieren. Auch werden sie gebremst, je größer die Auswahl ist.

  • Füllen Sie mögliche Lücken.

    Derselbe Stallgeruch heißt: Diese Leute haben in jungen Jahren dieselben Erfahrungen gemacht. Sie haben mit ihren Eltern den Golfclub besucht, haben Ballett-/Klavierunterricht gehabt und verfügen über eine großes Allgemeinwissen. Was spricht dagegen, das eine oder andere nachzuholen? Sie müssen ja nicht zum Golfprofi oder zur Primadonna werden. Vielleicht stellen sie auch fest, dass es Sie nicht besonders reizt – aber es auszuprobieren, sich bestimmte Kenntnisse anzueignen heißt mitreden zu können – und sei es nur für den Smalltalk.

  • Trauen Sie sich selbst zu inszenieren.

    Nicht immer alles als selbstverständlich erachten, sondern ruhig auf die eigenen Erfolge hinweisen – das sorgt dafür, sich selbst ins Gespräch zu bringen. Natürlich sollten Sie ein Gespür dafür entwickeln und nicht tagtäglich sich selbst beweihräuchern. Aber Leistungen sollten auch als solche benannt werden. Untersuchungen zeigen, dass Mitarbeiter, die selbstbewusst zu ihrer Arbeit stehen, nicht nur bessere Gehaltsverhandlungen meistern, sondern schneller aufsteigen, da der Chef sie auf dem Schirm hat.

  • Folgen Sie Ihren Neigungen.

    Es hat herzlich wenig Sinn einer Sache ausschließlich zu folgen, weil jemand anderer sie für wichtig erachtet. Der Klassiker sind Eltern, die zwar nur das Beste für ihr Kind wollen, es aber dazu überreden eine Ausbildung oder ein Studium zu absolvieren, mit dem sie sich überhaupt nicht identifizieren können. Wer Bankkauffrau wird, obwohl das Herz für die soziale Arbeit schlägt, wer Jura studiert, obwohl er immer Grafikdesign studieren wollte, wird über kurz oder lang unglücklich und landet vermutlich im Burnout. Wenn Sie etwas gerne machen, sind Sie darin gut. Wenn Sie in etwas gut sind, sind Sie der Erfolgsformel bereits auf der Spur.

  • Arbeiten Sie an Ihrer Einstellung.

    Trauen Sie sich zu träumen, zu spinnen (im positiven Sinne). Wer glaubt, dass Dinge möglich sind, hat eine ganz andere Einstellung zum Leben und seinen Gestaltungsmöglichkeiten als jemand, der pessimistisch nur vom schlechtesten ausgeht. Aus Pessimismus kann aber nichts entstehen. Visionäres und unternehmerisches Denken wird durch realistischen Optimismus genährt. Motto: Geht eine Tür zu, geht eine andere auf!

[Bildnachweis: Philip René Braches, vectorfusionart by Shutterstock.com]
21. November 2019 Autor: Anja Rassek

Anja Rassek studierte u.a. Germanistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Sie arbeitete danach beim Bürgerfunk und einem Münsteraner Verlag. Bei der Karrierebibel widmet sie sich Themen rund ums Büro, den Joballtag und das Studium.


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