Gewinner: Das zeichnet sie aus

Manchmal verliert man, manchmal gewinnen die anderen. Dabei wollen wir doch eigentlich alle als Gewinner durchs Leben gehen, Siege aneinanderreihen und all die Triumphe auskosten. Ganz so einfach ist das aber leider nicht. Stolpersteine, Feindseligkeiten – und nicht zuletzt auch eigenes Unvermögen verhindern den glatten Durchmarsch. Wie aber wird man dann zum Gewinner?

Gewinner: Das zeichnet sie aus

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Gewinner: Keine klare Grenze zwischen Sieg und Niederlage

Was zeichnet Gewinner aus? Laut neuer Studien der Universität von Arizona vor allem diese drei Eigenschaften:

  • Sie verfügen über ein Skelett,
  • leben an Land und
  • ernähren sich parasitär von einem anderen Organismus.

Ernsthaft: Das ist die Erfolgsformel für eine Spezies, um sich möglichst schnell zu vermehren, um neue Arten hervorzubringen, um aus dem Spiel der Evolution als Sieger hervorzugehen. Tatsächlich bietet uns das Tierreich wunderbare Fallstudien zum Thema Gewinnen:

Alpha-Männchen zum Beispiel, die um Dominanz in ihrer Gruppe kämpfen. Oder Hirsche, die mit ihren Geweihen aufeinander einrammen. In beiden Fällen sind hinterher die Fronten geklärt: Es gibt einen klarer Gewinner und einen Verlierer. Zumindest vorübergehend.

Laut Verhaltensforschern der North Carolina State Universität ist die Sache aber nicht ganz so klar. Zwar gebe es in Rudeln oder Herden selbstverständlich klare Hackordnungen: Alpha, Beta, Gamma… Doch mitunter könne man auch Hierarchien beobachten, in denen Dominanz geteilt wird. Es gebe sogar Duelle, in denen der Unterlegene seine Stellung trotz seiner Niederlage nicht einbüßt – bei Ameisen zum Beispiel. Verlierer, die trotzdem Gewinner sind. Geht das?

Gibt es eine Definition für Gewinner?

Was uns das sagen soll? Auf den Menschen übertragen, könnte das bedeuten: Nicht jede Herausforderung, die Sie vergeigen und nicht jede Niederlage, die Sie einstecken müssen, macht Sie automatisch zu einem Loser.

Auch die Definition eines Gewinners verändert sich von Zeit zu Zeit. Wissenschaftler der Duke Universität verglichen schon 2009 die Körpermaße von Athleten aus der Sportgeschichte und verfolgten die Daten bis zurück ins Jahr 1900. Ergebnis: Bei Olympia erfolgreiche Leichtathleten und Schwimmer sind im Laufe der Jahrzehnte immer größer geworden. Auch sind sie schneller als der Bevölkerungsdurchschnitt „gewachsen“. Größe führt – wenn noch andere Parameter erfüllt sind – zu Schnelligkeit. Eine Erfolgsformel, die sich erst langsam herauskristallisiert hat.

Auch hier könnte eine Weisheit für uns lauten: Man muss seine Stärken finden und richtig einsetzen – kann so seine Chancen auf Erfolg erhöhen und zum Gewinner werden.

Erfolgsphasen Gewinner Grafik

Die 26 besten Zitate über das Gewinnen

„Manchmal verliert man, manchmal gewinnen die anderen.“ „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“ – Mit Redewendungen und Sprichworten über die hohe Kunst des Gewinnens lassen sich Bücher füllen. Wir beschränken uns auf besonders inspirierende, nachdenkliche und amüsante Zitate und Sprüche über das Gewinnen.

Dabei bedienen wir uns der Weisheiten alter Geistesgrößen, Dichter und Staatsmänner, genauso wie jener kaugummikauender Football-Trainer und intellektuell unverdächtiger Playmates. Wir spannen – und das muss man erst mal hinkriegen – einen Bogen von Sophokles über Napoleon bis hin zu Lady Gaga. Viel Spaß!

  • „Der Sieg gehört den Beharrlichen.“ (Napoleon Bonaparte)>
  • „Der Sieg ist am süßesten, wenn man die Niederlage kennengelernt hat.“ (Malcolm Forbes
  • „Ich würde lieber für eine Sache verlieren, die eines Tages gewinnen wird, als für eine Sache gewinnen, die eines Tages verlieren wird.“ (Woodrow Wilson)
  • „Gewinnen ist nicht alles. Aber gewinnen zu wollen ist es.“ (Vince Lombardi)
  • „Wir verbessern uns durch Siege über uns selbst. Es müssen Wettbewerbe sein und man muss sie gewinnen.“ (Edward Gibbon)
  • „Wenn du glaubst, gewinnen zu können, kannst du auch gewinnen. Glaube ist notwendig für einen Sieg.“ (William Hazlitt)
  • „Gewinnen wird überbewertet. Wirklich wichtig ist es nur im Krieg und bei einer OP.“ (Al McGuire)
  • „Du trägst den Sieg davon, wenn du Freunden nachgibst“ (Sophokles)
  • „Jeder spricht über das Alter, aber es geht nicht ums Alter. Es geht um die Arbeitsethik. Gewinnen wird niemals alt.“ (Lisa Leslie)
  • „Siegreiche Krieger gewinnen zuerst und ziehen dann in den Krieg, während geschlagene Krieger zuerst in den Krieg ziehen und dann versuchen zu gewinnen.“ (Sun Tsu)
  • „Man sollte immer fair spielen, wenn man das Gewinnerblatt in Händen hält.“ (Oscar Wilde)
  • „Man gewinnt sehr selten, aber manchmal tut man es.“ (Harper Lee)
  • „Manchmal fühlt man sich im Leben nicht wie ein Gewinner, aber das heißt nicht, das man keiner ist.“ (Lady Gaga)
  • „Man muss sich seiner selbst sicher sein, bevor man jemals einen Preis wird gewinnen können.“ (Napoleon Hill)
  • „Gewinne ohne Prahlerei. Verliere ohne Entschuldigung.“ (Albert Payson Terhune)
  • „Jemand, der sagt, dass Gewinnen nicht alles sei, hat noch nie etwas gewonnen“ (Mia Hamm)
  • „Man braucht viele Menschen, um ein Gewinnerteam zusammenzustellen. Der Beitrag jedes Einzelnen ist wichtig.“(Gary David Goldberg)
  • „Hindernisse sind Herausforderungen für Gewinner und Entschuldigungen für Verlierer.“ (M.E. Kerr)
  • „Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“ (Nicholas Klein)
  • „Es geht nicht ums Gewinnen oder Verlieren. Es geht um die Freunde und Menschen, denen man auf seinem Weg begegnet.“(Summer Altice)
  • „Um zu gewinnen, braucht man Talent. Um es zu wiederholen, Charakter.“ (John Wooden)
  • „Siege, aber triumphiere nicht.“ (Marie von Ebner-Eschenbach)
  • „Gewinnen fängt mit Beginnen an.“ (Robert Schuller)
  • „Gewinnen kann, wer viel verloren, schnell.“ (Johann Wolfgang von Goethe)
  • „Gewinnen ist nur die eine Hälfte. Spaß zu haben ist die andere.“ (Bum Phillipps)
  • „Ich habe zuhause drei Hunde. Ob ich eine Serie verloren oder gewonnen habe, sie behandeln mich immer gleich.“ (Mahendra Singh Doni)


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Was macht einen Gewinner aus?

Als Petra und Hans-Joachim 1994 acht Millionen D-Mark im Lotto gewannen, waren sie vermutlich die glücklichsten Menschen der Welt. So happy. So reich. Gewinner eben. Kurze Zeit später war das Geld weg: verschenkt, verbrannt, gegen Autos, Grundstücke, Ponyhof, Kartbahn und einen Angelteich mit Ruderbooten eingetauscht. Alles futsch! Seine Erlebnisse verarbeitete das Pärchen 15 Jahre später in einem Buch: „Mit dem Geld kamen die Tränen.“

Der Schluss ist weder gewagt noch besonders überheblich: Die Gewinner waren keine. Nie gewesen. Um im Leben als Gewinner dazustehen bedarf es eben mehr als eines glücklichen Zufalls, mehr, als einmal zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Gewinnen muss man auch lernen.

Das ist jetzt mal eben so dahingesagt, forsch hinausposaunt, in Wahrheit ist es natürlich extrem schwer. Deshalb hier ein paar Ideen von uns, was Gewinner auszeichnet…

  1. Sie empfinden Dankbarkeit

    Robert Emmons von der Universität Kalifornien und Michael Cullough der Universität von Miana zeigten in einer Studie: Wer regelmäßig an die Dinge denkt, für die er im Leben dankbar ist, ist motivierter, optimistischer und erfreut sich sogar besserer Gesundheit – all das macht Gewinner aus und steigert Erfolgschancen.

    Der Trick sei, ergänzt Amy Morin, Autorin des Buchs „13 Things mentally strong people don’t do“, Selbstmitleid durch Dankbarkeit zu ersetzen. Denn Selbstmitleid ist zerstörerisch, kostet Zeit, Energie und führt aus dem eigenen Dilemma keineswegs wieder heraus. Gewinner sind dankbar.

  2. Sie halten Selbstdisziplin

    Eiserner Wille, strikte Disziplin, Zähigkeit und Selbstbeherrschung – diese Werte klingen so altbacken wie Waschmittel-Werbung. In Wahrheit sind es Tugenden, deren Bedeutung gar nicht hoch genug bewertet werden kann.

    Das bewies eine Studie von Angela Duckworth und Martin Seligman von der Universität von Pennsylvania. Sie testeten, ob Schüler in der Lage waren, ihr Verhalten anzupassen und impulsive Reaktionen zu unterdrücken. Klares Ergebnis: Wer die Disziplin hatte, zeigte bessere Leistungen. Der Intelligenzquotient hatte hingegen nur halb so großen Einfluss auf den Erfolg. Wer bereit ist, auf kurzfristige Freuden zu verzichten, macht sich auf lange Sicht zum Gewinner.

  3. Sie kooperieren

    Kooperationsfähigkeit und Kommunikationsstärke werden als Schlüsselkompetenzen immer wichtiger. GEht es um eigenes Fachwissen, wird aber selbst das größte Plappermaul zum Geheimniskrämer. Herrschaftswissen will niemand preisgeben. Aus Angst, andere könnten damit punkten und und ausstechen.

    Meist ist es aber genau anders herum: Wer Wissen teilt, multipliziert es. Darauf weisen auch Wissensmanager wie Gilbert Probst von der Uni Genf regelmäßig hin. Man zapft neue Informationsquellen an, sorgt für einen Wissensaustausch, gewinnt hinzu, indem man kooperiert und damit auch anderen hilft. Das gilt intern, zwischen den Abteilungen im Unternehmen, aber auch für Personen, die sich nach außen als Experten positionieren wollen. Wer gönnen kann, teilt Wissen, um am Ende selbst als Gewinner dazustehen.

  4. Sie schrecken nicht vor Veränderungen zurück

    Veränderung ist nicht per definitionem positiv. Es ist menschlich, sich vor ihr zu fürchten, sie vermeiden, hinauszögern, vielleicht sogar bekämpfen zu wollen. Niemand krempelt frohen Mutes ein Unternehmen um, das sich gerade auf dem Höhepunkt seines Erfolgs befindet. Das Problem ist: Manchmal lassen sich Veränderungsprozesse nicht verhindern, man muss sich ihnen stellen. Und das geht.

    Amy Morin schreibt in ihrem Buch von fünf Phasen, die man dabei Schritt für Schritt umsetzen müsse: Vorüberlegung, Überlegung, Vorbereitung, Aktion und Beibehaltung. Gewinner akzeptieren die Unausweichlichkeit von Veränderungen und gestalten diese aktiv mit.

  5. Sie glauben nicht, dass die Welt ihnen etwas schuldet

    Wir haben das Recht auf Bildung. Das Recht auf Freiheit. Auf Menschenrechte. Menschenwürde. Auf Sicherheit. Auf ein faires Gerichtsverfahren. Und auf das Existenzminimum natürlich. Den Mindestlohn. Einen Kita-Platz. Die Wahrheit ist: Wir haben auf dieser Welt das Recht auf rein gar nichts. Wir werden in diese Welt geworfen ohne Selbstverständlichkeiten, ohne Sicherheiten, müssen sie uns Stück für Stück selbst erkämpfen.

    „Das Leben ist nicht fair“, schreibt Morin. „Aber das heißt nicht, dass Ihnen irgendjemand etwas schuldet, wenn Sie ein schlechtes Blatt auf die Hand bekommen haben.“ Gewinner sind sich dessen bewusst. Sie setzen nicht voraus, Anspruch auf dieses oder jenes zu haben, auf einen guten Job und die beste Beratung. Sie lamentieren nicht fortwährend rum, sondern versuchen, immer und überall das Beste aus ihrem Blatt zu machen.

  6. Sie verpflichten sich

    Gerhard Schröder hat am Gitter des Bundeskanzleramts gerüttelt: „Ich will da rein!“ Egal, wie man zum Altkanzler steht: Er hat sich ein Ziel gesetzt und es erreicht.

    Es ist schon fast profan zu erwähnen, dass ein Gewinner nicht bei der ersten Windböe die Flinte ins Korn wirft. Er findet Lösungen, macht Fehler, zwar nie den gleichen zweimal, aber immer wieder andere, er geht Umwege und Risiken ein. Und er macht immer weiter. Im Fachjargon heißt diese Eigenschaft Volition.

Sind Sie ein Gewinner? In unserem kostenlosen PDF haben wir 11 weitere Anzeichen zusammengestellt, die Ihnen zeigen, dass Sie auf der Gewinnerseite des Lebens stehen!

Gewinner Verlierer Unterschied Grafik

Gewinner: Geben oder nehmen sie?

In seinem Buch „Give and take“ teilt US-Psychologe Adam Grant die Menschen in drei Gruppen ein. Da gibt es die Nehmenden, die Gebenden und die Vergleichenden.

  • Gebende helfen anderen und sind nicht ausschließlich auf den eigenen Vorteil bedacht.
  • Nehmende dagegen setzen vor allem ihre Interessen konsequent durch.
  • Vergleichende reagieren und revanchieren sich – für Nettig- wie Hinterhältigkeiten.

Wen würden Sie am ehesten in der Kategorie Gewinner verorten? Vermutlich die Nehmenden. Gewinner nehmen sich einfach, was sie haben wollen, richtig? Und die Gebenden? Pah, Loser! Sie sind gutmütig, lassen sich ausnutzen, können nicht Nein sagen.

Und in der Tat: Gebende bevölkern nach Grants Ausführungen die unteren Sprossen auf der Karriereleiter besonders häufig. Doch sind sie – Überraschung – auch ganz oben zahlreich vertreten. Warum?

Grant sagt: Weil die Gebenden ehrlicher sind und weniger rücksichtslos vorgehen, ihre Schwächen offen ansprechen und dadurch an Ansehen und Reputation gewinnen. Sie helfen, bauen so Vertrauen auf und vergrößern ihr Netzwerk. Das macht Gebende zu Gewinnern.

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