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Floskel: Bedeutung & Beispiele

Ob Gespräche, Reden oder Bewerbungen: Floskeln kommen überall zum Einsatz. Sie finden sich in fast jedem zweiten Satz, füllen Pausen in der Konversation und sagen dabei rein gar nichts aus. Eine einzelne Floskel fällt kaum auf, die übermäßige Verwendung aber hinterlässt einen negativen Eindruck. Was ist eine Floskel genau? Wir klären die Bedeutung, geben viele Beispiele für Floskeln und zeigen, warum Sie gerade in der Bewerbung darauf verzichten sollten…


Floskel: Bedeutung & Beispiele

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Bedeutung: Was ist eine Floskel?

Eine Floskel ist eine nichtssagende Redensart, eine formelhafte Redewendung ohne Aussagekraft und eine leere Worthülse. Es ist ein kurzer Satz, eine Formulierung oder manchmal ein einzelnes Wort ohne Inhalt oder echte Information für das Gesagte. Synonym wird auch von Allgemeinplatz, Banalität, Sprachhülse oder Plattitüde gesprochen.

Der Begriff Floskel wird vom lateinischen Wort flosculus = Blümchen abgeleitet. Die Herkunft deutet auf die ursprüngliche Bedeutung hin. Gemeint war anfangs eine Redeblume, eine sprachliche Zierde oder ein Sinnspruch, der wichtige Punkte zusammenfasst. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich die Bedeutung ins Negative verkehrt, bis die Floskel zur Bezeichnung leerer Worte verkommen ist.

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Warum nutzen wir Floskeln?

Obwohl sie nichts sagen und in vielen Fällen gestrichen werden könnten, sind Floskeln fest im allgemeinen Sprachgebrauch verankert. Aber warum eigentlich? Für die Nutzung verschiedener Arten von Floskel gibt es mehrere Gründe:

  • Gewohnheit
    Floskeln werden aus Gewohnheit gesagt und unbewusst in eigene Sätze eingebaut. Der Sprecher denkt gar nicht darüber nach und merkt nicht einmal, dass er bestimmte Floskeln immer wieder verwendet.
  • Höflichkeit
    Höflichkeitsfloskeln sind nett gemeint und für zwischenmenschliche Beziehungen unerlässlich. Begrüßungen wie „Schön dich zu sehen“, Fragen wie „Und, wie geht es dir?“ und selbst Komplimente wie „Ja, das Kleid steht dir wirklich toll“ sind oft nur Worthülsen und reine Floskeln. Sie sind höflich in der Konversation, aber nur selten tatsächlich ernst und aufrichtig gemeint.
  • Unsicherheit
    Häufiger Grund für Floskeln ist Unsicherheit. Wissen wir nicht genau, was wir sagen oder wie wir etwas ausdrücken wollen, füllen wir beim Sprechen die entstehende Pause und Leere mit Nichtigkeiten. Sind Sie unsicher, wie Sie Ihre Meinung äußern sollen, entstehen Formulierungen wie „Also, im Grunde könnte man es quasi ja auch so sehen, dass…“
  • Erwartungen
    Floskeln kommen zum Einsatz, wenn wir glauben, dass unser Gegenüber bestimmte Aussagen von uns erwartet. Die oben genannten Höflichkeitsformeln können ebenfalls dazu zählen. Doch gerade im Job oder bei der Bewerbung sagen (und schreiben) wir Dinge, weil wir glauben, dass unser Gesprächspartner genau diese von uns hören will.

Manche Floskel gehört dazu

Floskeln haben einen schlechten Ruf und sollten an vielen Stellen besser gestrichen werden. Auf der anderen Seite gehören manche Floskel einfach dazu. Bekanntes Beispiel ist die Grußformel in einem Brief, einer Mail oder der Bewerbung. Sie beenden das Schreiben nicht ohne einen Gruß nach dem letzten Satz. Es folgt ein „Mit freundlichen Grüßen“ oder auch „Mit besten Grüßen“. Klingt freundlich, bleibt aber eine Floskel. Darauf verzichten sollten Sie in diesem Fall aber bitte nicht.


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Beispiele für Floskeln

Im alltäglichen Sprachgebrauch lassen sich unzählige Floskeln finden. Achten Sie beim nächsten Gespräch darauf, ob Sie die folgenden floskelhaften Formulierungen verwenden oder bei Ihrem Gesprächspartner erkennen.

Floskelhafte Formulierungen

  • „Vom Prinzip her“
  • „Wie gesagt“
  • „Sozusagen“
  • „Genau genommen“
  • „So gesehen“
  • „Quasi“
  • „Jetzt mal unter uns“
  • „Wenn man so will“
  • „Wenn man es so sagen kann“
  • „Im Grunde genommen“
  • „Wenn du mich fragst“
  • „Ich für meinen Teil“
  • „Eigentlich“
  • „Mehr oder weniger“
  • „Gesetzt den Fall“
  • „Mal angenommen“
  • „Jetzt mal ganz ehrlich“
  • „In der Hinsicht“

Floskelhafte Werbung

Auch in der Werbung wird gerne mit Floskeln um sich geschmissen. Es sind bekannte Formulierungen, die scheinbar jedes Angebot ausmachen und genau deshalb am Ende überhaupt nichts bedeuten.

  • „Beste Qualität“
  • „Von Experten entwickelt“
  • „Innovatives Produkt“
  • „Revolutionäre Technik“
  • „Zufriedene Kunden“
  • „Top Preis-Leistung“
  • „Einmalige Gelegenheit“

Floskeln im Job

Im Gespräch mit Kollegen, dem Chef oder auch Kunden: Berufliche Konversationen sind geprägt von Floskeln. Einige Beispiele, die jeder Arbeitnehmer kennt:

  • „Wir kümmern uns schnellstmöglich darum.“
  • „Das setzen wir auf die Agenda.“
  • „Jetzt heben wir unsere Produkte auf das nächste Level.“
  • Work-Life-Balance wird bei uns groß geschrieben.“
  • „Die Meinung der Kunden ist uns wichtig.“
  • „Unser Team arbeitet mit Hochdruck an einer Lösung.“
  • „Da müssen wir jetzt einfach Nägeln mit Köpfen machen.“
  • „Ich denk darüber nach und melde mich.“
  • „Die Devise lautet jetzt.“

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Floskeln in der Bewerbung

Bewerbungen sind leider oft eine reine Aneinanderreihung von Floskeln. Erfahrene Personaler kennen die immer gleichen Formulierungen längst auswendig. Das beginnt schon mit dem Einleitungssatz:

Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit bewerbe ich mich auf die ausgeschriebene Stelle als ____. Ich interessiere mich sehr für ____ und bin deshalb eine gute Ergänzung für Ihr Team.

Absolut nichtssagend und austauschbar! Offensichtlich bewerben Sie sich und natürlich interessieren Sie sich für den Job, in dem Sie arbeiten wollen. Leider hört das Phrasendreschen hier noch nicht auf. Gerade bei den Soft Skills und eigenen Stärken kommen nur wenige Bewerber über floskelhafte Sätze hinaus. Die häufigsten Beispiele:

  • „Ich bin teamfähig.“
  • „Ich arbeite eigenständig.“
  • „Ich bringe große Belastbarkeit mit.“
  • „Ich lerne schnell.“
  • „Ich möchte zum Erfolg des Unternehmens beitragen.“
  • „Ich kann lösungsorientiert Probleme überwinden.“
  • „Ich bilde mich stets weiter.“
  • „Ich bin motiviert.“

Das können wichtige Argumente bei der Jobsuche sein. Werden sie aber nur als Floskel verpackt, bringen sie keine Vorteile, sondern Probleme.

Probleme bei Floskeln

Reine Behauptungen in Floskel-Form bringen in der Bewerbung gar nichts. Jeder Kandidat will seine beste Seite präsentieren und kann sich selbst Top-Qualifikationen und ein gefragtes Skillset bescheinigen. Das Problem: Es fehlt die Glaubwürdigkeit.

Personaler unterscheiden zwischen Floskeln und Fakten. Häufen sich Worthülsen in Ihrer Bewerbung, wächst der negative Eindruck beim Leser. Bessere Chancen haben Ihre Unterlagen mit diesen Tipps gegen Floskeln:

  • Nennen Sie Beispiele
    Ohne Belege bleiben es leere Worte. Nennen Sie konkrete Beispiele, wie Sie Ihre Eigenschaften und Fähigkeiten bereits genutzt haben. Das macht aus einer inhaltslosen Floskel einen nachprüfbaren und vor allem glaubwürdigen Fakt.
  • Konzentrieren Sie sich auf wichtige Punkte
    In der Bewerbung gilt: Qualität vor Quantität. Wenn Sie nur möglichst viele positive Eigenschaften nennen wollen, lassen sich Floskeln kaum vermeiden. Besser: Informieren Sie sich, was dem Arbeitgeber besonders wichtig ist und konzentrieren Sie sich auf diese.
  • Suchen Sie das Besondere
    Floskeln lassen sich vermeiden, wenn Sie das Besondere in den Mittelpunkt stellen. Was unterscheidet Sie von anderen? Wo liegen wirklich Ihre einzigartigen Stärken? Hier liegen wertvolle Inhalte im Gegensatz zu leeren Worten.

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[Bildnachweis: Yisus83 by Shutterstock.com]

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