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Synergieeffekte nutzen: Definition, Beispiele & Arten

Zusammenarbeit hat viele Vorteile. Das haben auch Unternehmen erkannt und setzen auf Kooperation, um Synergieeffekte nutzen zu können. Im Idealfall eine Win-win-Situation, die Kosten spart und andere positive Effekte bringt. Wir erklären, was Synergieeffekte sind und zeigen viele Beispiele für die Wettbewerbsvorteile durch einen Zusammenschluss…


Synergieeffekte nutzen: Definition, Beispiele & Arten

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Definition: Was sind Synergieeffekte?

Synergieeffekte sind Verbesserungen, Wettbewerbsvorteile und andere positive Resultate, die sich aus dem Zusammenschluss oder der Zusammenarbeit mehrerer Organisationen ergeben. Es ist die Win-win-Situation, die durch eine Kooperation entsteht. Alle Beteiligten profitieren, weil Know-how, Ressourcen, Produktionsfaktoren oder andere Aspekte gemeinsam besser und effizienter genutzt werden.

Es kann auch negative oder neutrale Synergieeffekte geben. In einigen Bereichen kann die Kooperation zu Nachteilen führen. Meist geht es bei Synergieeffekten aber um die positiven Auswirkungen, die Unternehmen vor einer Zusammenarbeit prüfen und gezielt herbeiführen wollen.

Synergieeffekte Begriff

Der Begriff stammt ursprünglich vom altgriechischen Wort synergía = „gemeinsame Tätigkeit“ und dem zugehörigen Verb synergeîn = „zusammenarbeiten“. Die Bedeutung der Synergieeffekte ist aus den Naturwissenschaften (Synergetik) abgeleitet, bei der das Zusammenwirken und die Wechselwirkung verschiedener Elemente untersucht wird.


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Beispiele für Synergieeffekte

Für Organisationen können Synergieeffekte zahlreiche Vorteile bringen. Werden diese genutzt, kann die eigene Situation verbessert und die Konkurrenz abgehängt werden. Die folgende Übersicht zeigt häufige Beispiele für Synergieeffekte:

  • Geringere Kosten
    Der oft wichtigste Vorteil ist eine Kostensenkung. Durch Kooperationen können vorhandene Kosten reduziert und neue Ausgaben aufgeteilt werden. Kann beispielsweise eine Lagerfläche gemeinsam genutzt werden, fallen für beide Unternehmen nur jeweils 50 Prozent der Kosten an.
  • Höhere Auslastung
    Gerade in der Produktion laufen Maschinen nicht immer in voller Auslastung. Als Synergieeffekt kann eine bessere Auslastung erreicht werden, wenn mehrere Betriebe die Produktionsanlagen gemeinsam nutzen. So gibt es weniger Leerlauf und mehr Effizienz.
  • Weniger Bürokratie
    Können die Verwaltungen von Unternehmen zusammengelegt werden, wird Bürokratie verringert. Es braucht beispielsweise nicht zwei Personal- oder Controlling-Abteilungen. Das spart gleichzeitig auch Kosten ein, weil weniger Personal benötigt wird.
  • Besseres Marketing
    Ein häufiges Ziel der Zusammenarbeit ist die Umsatz- und Absatzsteigerung. Durch besseres Marketing und eine breitere Zielgruppe soll die Vermarktung erfolgreicher werden.
  • Stärkere Verhandlungsposition
    In Verhandlungen haben Unternehmen gemeinsam eine bessere Ausgangsposition. Mit Lieferanten können beispielsweise bessere Konditionen ausgehandelt werden.
  • Geteiltes Know-how
    Wissen und Know-how behalten Unternehmen gerne für sich. Wird es geteilt, profitieren beide Seiten davon – ein klassischer Synergieeffekt. Allerdings gibt es bei Betriebsgeheimnissen oft auch Grenzen der Weitergabe.
  • Höhere Qualität
    Werden Patente oder Lizenzen im Rahmen eines Zusammenschlusses freigegeben, steigt insgesamt die Qualität der Produkte. Es können beispielsweise neue Verfahren genutzt werden, die bisher geschützt waren.
  • Häufigere Innovationen
    Aus Kooperationen entsteht oft größere Kreativität. Gemeinsam werden neue Ideen entwickelt und Innovationen vorangetrieben.

Mögliche negative Synergieeffekte

Nicht jeder Zusammenschluss von Organisationen bringt ausschließlich Vorteile. Teilweise kommt es auch zu negativen Synergieeffekten. Beispiele dafür sind:

  • Fehlende Verantwortung
    Schlechte Absprachen können zu fehlender Verantwortung führen. Niemand fühlt sich für einen Bereich zuständig. Dieser wird vernachlässigt und es kommt zu Fehlern oder Problemen.
  • Drohender Imageverlust
    Bei Kunden oder der Öffentlichkeit kommt nicht jede Kooperation gut an. Es drohen Imageverlust und damit verbunden negative Konsequenzen für die Unternehmen.
  • Weniger Personalbedarf
    Aus Sicht der Belegschaft ist der reduzierte Personalbedarf ein negativer Synergieeffekt. Oft kommt es zu Entlassungen, weil Abteilungen zusammengelegt und geschlossen werden.
  • Größere Koordinationsaufwand
    Je größer die Kooperation, desto mehr Koordination ist für eine erfolgreiche Zusammenarbeit notwendig. Es braucht umfangreiche Planung, damit es nicht zu Chaos kommt. Produktionsanlagen können beispielsweise nur effizienter genutzt werden, wenn die Prozesse kompatibel und die Abfolgen klar sind. Sonst kommt es zu Überlastung oder weiterhin mangelnder Auslastung.
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3 Arten von Synergieeffekten

Synergieeffekte können in positiv, neutral oder negativ kategorisiert werden. Übergeordnet werden aber drei Arten von Synergieeffekten unterschieden:

  1. Universelle Synergieeffekte
    Diese Art tritt fast immer auf, wenn sich mehrere Organisationen zusammenschließen. Universelle Effekte sind unabhängig von der Branche, den Unternehmen oder der konkreten Art der Zusammenarbeit. Typisches Beispiel ist die Zusammenlegung von Abteilungen, um Kosten zu reduzieren oder das geteilte Know-how zwischen den Betrieben.
  2. Endemische Synergieeffekte
    Die zweite Art der positiven Effekte zeigt sich bei ähnlichen oder identischen Bereichen, die im Zuge der Kooperation zusammengelegt werden. Stellen zwei Unternehmen beispielsweise ähnliche Waren her, kann eine gemeinsame Produktion ein endemischer Vorteil sein.
  3. Spezifische Synergieeffekte
    Deutlich seltener treten spezifische Synergieeffekte auf, die nur in bestimmten Konstellationen der Zusammenarbeit relevant sind. Dazu zählen beispielsweise Patente eines Unternehmens, die für den Herstellungsprozess eines anderen Unternehmens benötigt werden.
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Synergieeffekte nutzen: Wie funktioniert es?

Für Unternehmen sind Synergieeffekte ein Wettbewerbsvorteil und können für den weiteren Erfolg ein wichtiger Faktor sein. Die Frage ist, wie diese optimal genutzt werden können. Zu Beginn steht dabei eine umfangreiche Analyse. Sie müssen kritisch hinterfragen, ob der Zusammenschluss oder die Zusammenarbeit mit einer anderen Organisation tatsächlich sinnvoll ist, welchen Ziel das Vorhaben hat und welcher Nutzen wirklich entsteht.

Im ersten Schritt wird das Synergiepotenzial bestimmt. Ist dieses groß genug, geht es um die konkrete Umsetzung. Gerade bei Konzernen und großen Unternehmen läuft dies häufig über Mergers & Acquisitions – also die Fusion oder Übernahme eines anderen Betriebs. Heißt in der Praxis: Ein Unternehmen, das Synergieeffekte ermöglicht, wird in die eigene Unternehmensstruktur integriert oder aufgekauft und soweit nötig umstrukturiert.

Eine Zusammenarbeit ist aber auch unter anderen Voraussetzungen möglich. Es können durch vertragliche Vereinbarungen die Rahmenbedingungen festgehalten werden, um beispielsweise Produktionsanlagen gemeinsam zu nutzen – ohne gleich den kompletten Betrieb zu übernehmen.

Synergieeffekte in der Teamarbeit

Nicht nur Organisationen können Synergieeffekte durch Kooperationen nutzen. Innerhalb eines Teams gibt es bei Projekten und der täglichen Arbeit unzählige Möglichkeiten, durch die Synergie verschiedener Mitarbeiter bessere Ergebnisse zu erzielen. Teamarbeit funktioniert nicht, weil viele Hände eine Aufgabe erledigen, sondern weil die Stärken sich optimal ergänzen.

Jedes Teammitglied bringt individuelle Kompetenzen, Erfahrungen, Ansichten und Ideen mit. Kombiniert entstehen daraus Leistungen, die durch Alleingänge nicht möglich werden. Es gilt das Prinzip der Win-win-Situation: Jeder wird besser, weil von anderen gelernt wird. Es ist ein Umfeld gegenseitiger Inspiration und Unterstützung.

Um Synergieeffekte im Team bestmöglich zu nutzen, helfen diese drei Tipps:

  • Besetzen Sie Teams vielseitig
    Gute Teams bestehen nicht aus fünf Mitarbeitern, die alle dieselbe Stärke haben. Das bringt niemanden weiter. Synergieeffekte entstehen, wenn verschiedene Kompetenzen gemischt werden, um in allen Bereichen stark zu sein. Auch unterschiedliche Meinungen und Perspektiven sind wichtig.
  • Rotieren Sie Teams
    Ein eingespieltes Team kann funktionieren, doch sollten Sie die Teilnehmer einzelner Teams regelmäßig wechseln. So profitieren am Ende alle von den Erfahrungen der jeweils anderen. Vielleicht hat ein Mitarbeiter im letzten Projekt Erkenntnisse gesammelt, die er im neuen Team teilen kann.
  • Ermöglichen Sie Freiraum
    Synergieeffekte können nur entstehen, wenn Mitarbeiter den nötigen Freiraum haben. Machen Chefs oder Projektleiter zu strikte Vorgaben, arbeiten alle nur nach einem festen Plan. Echte Zusammenarbeit findet nicht statt. Das Team muss gemeinsam denken, entscheiden und entwickeln können, um vom Wissen und den Ideen der anderen zu profitieren.

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