Diese 6 Fragen verändern Ihr Leben
Der Alltag hat Sie fest im Griff, jeder Tag gleicht irgendwie dem anderen und das Leben plätschert vor sich hin. Immer gibt es irgendetwas zu tun, auf der Arbeit läuft es eigentlich auch ganz gut, aber trotzdem scheint irgendetwas zu fehlen. Viele Menschen kennen dieses Gefühl, können es jedoch nicht wirklich konkretisieren. Was hilft? Ein genauerer Blick in die eigenen Handlungen, durch konkretes und direktes Hinterfragen. Diese sechs Fragen sollten Sie sich regelmäßig stellen, um Ihr Leben zu verändern...

Es bleibt oft zu wenig Zeit für Reflexion

Obwohl es so leicht klingt, findet es doch nur bei den wenigsten Menschen Anwendung. Selbstreflexion bleibt trotz vieler Vorteile meist nur graue Theorie. Doch warum eigentlich?

Grundsätzlich lassen sich die Gründe in zwei Lager einteilen: Die einen können sich schlichtweg nicht überwinden, wollen sich gar nicht erst mit der eigenen Persönlichkeit, Wünschen aber auch Schwächen und Entwicklungsmöglichkeiten beschäftigen. Dahinter steht meist die Angst vor den Veränderungen, die mit der Selbstreflexion nötig werden können. Der wesentlich häufigere zweite Grund ist die Zeit. Zwar dauert es nicht lange, sich selbst zu hinterfragen, doch ist es natürlich erforderlich, sich freiwillig und bewusst die entsprechende Zeit zu nehmen.

Nur wenige sind dazu bereit. Falls doch, bleibt es leider oft bei einer einmaligen Angelegenheit. Um wirklich zu profitieren, erfordert es hingegen eine regelmäßige Reflexion, denn Ziele, Erwartungen, Vorstellungen entwickeln sich stetig weiter. Sich einmal mit der Frage zu beschäftigen, was man mit seinem Leben anfangen möchte, reicht nicht aus, um über Jahre hinweg daran festzuhalten.

Stellen Sie sich diese 6 Fragen regelmäßig, um Ihr Leben zu verändern

racorn/shutterstock.comDas Leben zu verändern - klingt nach einem großen, unerreichbaren Ziel, doch mit den richtigen Fragen ist es plötzlich gar nicht mehr so weit entfernt. Oft sind wir uns einfach nicht bewusst, welche Änderungen uns und unserem Leben gut tun würden. Also geht es weiter im Autopilot, so wie es ist scheint es ja ganz gut zu sein. Aber was, wenn es noch viel besser geht? Diese sechs Fragen können helfen...

  1. Was habe ich wirklich gut gemacht?

    Positives Feedback zu den eigenen Leistungen gehört auch zur Selbstkritik und Selbstreflexion - und fällt vielen leichter, als die eigenen Fehler zu überdenken. Rekapitulieren Sie, welche Aufgaben Sie besonders gut gemeistert haben, für welche Dinge Sie von anderen gelobt wurden oder das Gefühl hatten, den Nagel wirklich auf den Kopf getroffen zu haben. Das erzeugt nicht nur ein gutes Gefühl, sondern stärkt auch das Bewusstsein für die eigenen Stärken und Fähigkeiten - so lange Sie dabei ehrlich bleiben.

  2. Was hätte ich besser machen können?

    Ehrlichkeit ist auch in diesem Punkt notwendig. Wobei hatten Sie Schwierigkeiten oder ist Ihnen ein Fehler unterlaufen? Das können die verschiedensten Sachen sein. Vielleicht neigten Sie zu Prokrastination oder haben bemerkt, dass Sie sich bei einer Einschätzung getäuscht haben? Sich zu Fragen, was schief gelaufen ist, stellt den ersten Schritt dar, um einen eigenen Fehltritt zu akzeptieren, zu verstehen und in Zukunft etwas dagegen unternehmen zu können.

  3. Warum hatte ich damit einige Probleme?

    Der zwangsläufig nächste Schritt: Erkennen, wieso es zu den Problemen gab und worin die Ursachen lagen. Mit den Gründen vor Augen, können Sie viele Erkenntnisse über die aktuelle Situation gewinnen. Vielleicht prokrastinieren Sie, weil der aktuelle Job nicht den Erwartungen entspricht oder Sie wollten unbedingt recht behalten, weil es in letzter Zeit viele Rückschläge gab. Wer die Ursachen seiner Schwierigkeiten erkennt, kann diese gezielt angehen und beheben.

  4. Wie viel näher hat mich die Zeit meinen Zielen gebracht?

    Jeder hat seine großen Ziele im Leben, auf die er stetig und über einen langen Zeitraum hinarbeitet. Leider verlieren wir diese schnell aus den Augen, besonders wenn wir uns in Alltäglichem verlieren. Eine einfache Frage wie diese kann ausreichen, um sich selbst wieder an den gewünschten Weg zu erinnern und gleichzeitig kritisch zu hinterfragen, ob man sich aktuell wirklich auf dem richtigen Pfad befindet - oder möglicherweise einige der letzten Schritte überdenken sollte, die einen in eine andere Richtung getrieben haben.

  5. Womit habe ich die meiste Zeit verschwendet?

    Zahllose Zeitfresser stören nicht nur die Produktivität, sondern sorgen auch dafür, dass zu wenig Zeit für die wirklich wichtigen Dinge bleibt. Jeder Mensch neigt dazu, seine wertvolle Zeit auf andere Weise zu verplempern. Die eigenen Zeitfresser zu identifizieren schafft viele Freiräume, von denen Sie bisher noch nicht einmal etwas geahnt haben.

  6. Woran hatte ich die größte Freude?

    Wir alle suchen nach etwa, das uns nachhaltig ausfüllt, das unsere Leidenschaft weckt und die Zufriedenheit mit dem Leben steigert - das klassische Streben nach Glück. Fragen Sie sich deshalb, was Ihnen große Freude bereitet hat; was Sie glücklich macht und wo Sie dementsprechend mehr Zeit und Energie investieren sollten. Aber Vorsicht: Sie sind auf der Suche nach langfristigem Glück und nicht nur nach kurzfristiger Freude, die nach wenigen Stunden bereits verflogen ist.

[Bildnachweis: William Perugini, racorn by Shutterstock.com]