Die Macht der Gedanken: Du bist, was du denkst

Gedanken werden häufig unterschätzt. Was für viele Menschen zählt, ist nur das, was wirklich in die Tat umgesetzt wird und so seinen Weg in die Realität findet. Denken kann man schließlich eine ganze Menge. Eine weit verbreitete Einstellung, die jedoch eine große Fehleinschätzung ist. Die Macht der Gedanken ist weitaus größer, als vielen bewusst ist. Es findet eben nicht nur im Kopf statt, sondern hat ganz konkrete Auswirkungen auf das eigene Befinden und Handeln. Wer die Macht der Gedanken unterschätzt, schafft sich selbst Probleme, die vermeidbar gewesen wären. Nutzen Sie die Auswirkungen Ihrer Gedanken auf der anderen Seite zum eigenen Vorteil, können Sie Ihre Laune besser kontrollieren und sogar erfolgreicher werden – wenn Sie bereit sind, sich auf Ihre eigenen Gedanken einzulassen und diese in die richtige Richtung zu lenken…

Die Macht der Gedanken: Du bist, was du denkst

Die Macht der Gedanken: Gibt es sie wirklich?

Vermutlich haben auch Sie schon einmal eine Geschichte von der Macht der Gedanken gehört. Immer wieder gibt es den Bericht eines Patienten, der trotz düsterer Prognosen verschiedener Ärzte allen Erwartungen zum Trotz wieder vollkommen gesund wird. Ein wichtiges Thema bei nahezu jeder dieser scheinbaren Wunderheilungen: Der Betroffene sagt, er habe nie aufgegeben, die ganze Zeit fest daran geglaubt, wieder gesund zu werden.

Aber kann es so etwas, wie die Macht der Gedanken wirklich geben? Die Meinungen darüber gehen weit auseinander. Noch einmal auf das obige Beispiel bezogen, sind sich Ärzte meist sehr schnell einig, dass es auch eine medizinische Erklärung geben muss. Die Krankheit hat sich zurückgebildet, die Medikamente oder die Therapie haben angeschlagen und so trotz sehr geringer Chancen noch einmal eine Genesung ermöglicht.

Die Patienten sind natürlich anderer Meinung, haben die behandelnden Ärzte ihnen doch keine Hoffnung mehr gemacht und ihnen im schlimmsten Fall nur noch einige Monate zu leben gegeben. Ob Wunderheilung durch Gedankenkraft möglich ist, lässt sich somit nicht hundertprozentig sagen. In kleinerem Rahmen kann jedoch jeder leicht ausprobieren, wie sehr die Macht der Gedanken ihn beeinflussen kann.

Die Macht der Gedanken: Zitate und Sprüche

Ich denke, also bin ich. René Descartes

Die Welt ist so, wie du sie siehst. Unbekannt

Nur der Denkende erlebt sein Leben, an den Gedankenlosen zieht es vorbei. Walter Scott

Niemand kann glücklich sein, wenn er keine Gedanken der Zufriedenheit und des Glückes pflegt. Ernst Hauschka

Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken. Marc Aurel

Die Macht der schlechten Gedanken

Beobachten Sie sich einmal selbst, wenn Sie über einen längeren Zeitraum oder einen ganzen Tag mit negativen Gedanken zu tun haben. Sie haben Sorgen, entweder wegen der eigenen Situation oder Sie sorgen sich um eine Ihnen nahestehende Person, Sie befürchten im Job in eine Sackgasse geraten zu sein, fühlen sich nicht mehr motiviert oder glauben, die Kollegen hätten etwas gegen Sie.

All das spielt sich nur in Ihren Gedanken ab. Für viele Sorgen gibt es keinen konkreten Grund, sie tauchen einfach auf und auch die Kollegen haben Ihnen nicht an den Kopf geworfen, dass Sie unausstehlich sind. Können Sie ernsthaft behaupten, dass dies, obwohl es nur in Ihrem Kopf stattfindet, keine Auswirkungen auf Sie hat? Sie werden sich schlecht fühlen, niedergeschlagen und traurig sein, vielleicht sogar ein wenig verzweifeln. Alles durch die Macht der Gedanken.

Wie weit die Macht der Gedanken geht, hängt davon ab, wie sehr Sie sich darauf einlassen. Für die einen ist es esoterisches Geschwurbel, für andere eine Lebenseinstellung, von der sie felsenfest überzeugt sind. Doch selbst die größten Zweifler müssen sich eingestehen: Die Gedanken beeinflussen das Empfinden und Handeln.

Das Unterbewusstsein: Wie Gedanken Gefühle auslösen

Die Macht der Gedanken hat einen wesentlich größeren Einfluss auf unser tägliches Handeln und den Umgang mit Menschen, als viele denken. Zunächst einmal handelt es sich bei Gedanken physiologisch betrachtet um elektrische Impulse, die ihrerseits elektrische und chemische Reaktionen im Gehirn hervorrufen.

Sie führen zu entsprechenden Reaktionen – beispielsweise wenn Sie als Kind von einem Hund gebissen wurden und nun sofort beim Anblick eines ähnlichen Hundes in Ihrer Nähe vor Angst zusammenzucken. Diese Reaktion passiert womöglich völlig unbewusst, noch bevor Sie realisieren, dass dieser Hund Ihnen nichts will. Aber Ihre Gedanken greifen auf eine alte Erinnerung zurück.

Häufig werden wir in unseren Gefühlen vom Unterbewusstsein dirigiert. Eine Person sagt oder tut etwas, das alte Erinnerungen in uns weckt und sofort haben wir die entsprechenden Gefühle dazu parat. Das ist eine Reaktion, die übrigens bei Kränkungen zu beobachten ist.

Wie kommt es dazu?

  • Jemand hat einen wunden Punkt.
  • Er schiebt die Schuld für das eigene Erleben auf andere.
  • Er lehnt die Verantwortung für die eigenen Gefühle ab.
  • Häufig nimmt er Dinge persönlich.

Wenn jemand schnell gekränkt ist, dann begibt er sich allerdings auch leicht in die Opferrolle. Schuld sind immer die anderen, die Umstände. Dieses Denken ist jedoch im hohen Maße schädlich und schlicht falsch – wäre es richtig, bestünde keine Möglichkeit glücklich zu sein, wenn andere oder „die Umstände“ es nicht wollten.

Selbstsabotage als Folge negativen Denkens

Der Mensch wird von frühster Kindheit an geprägt. Zu einem Großteil sind die Eltern und die Menschen, die einen direkt umgeben, dafür verantwortlich. Dazu gehören ebenso Mitschüler und Lehrer, Verwandte, Nachbarn. Nicht immer sind alle diese Menschen Ihnen wohlgesonnen.

Nicht selten bekommt jemand von anderen Personen Zuschreibungen, die verletzend sind:

  • Du bist zu dick.
  • Du bist häßlich.
  • Nie machst du was richtig.
  • Du kannst nicht logisch denken.
  • Du wirst das Abitur niemals schaffen.
  • Aus Dir kann nichts werden.
  • Du bist dumm wie Bohnenstroh.

Das Gemeine daran: Gerade negative Äußerungen setzen sich in den Gedanken fest. Es ist deutlich schwieriger, dagegen zu steuern. Zumal diese Zuschreibungen häufig von Personen kommen, die uns nahe stehen. Je enger das Vertrauensverhältnis und je häufiger diese Aussagen getätigt werden, desto wahrscheinlicher, dass Sie daran glauben.

Im tiefsten Inneren speichert das Unterbewusstsein diese schädlichen Unwahrheiten ab, die dazu führen können, dass Sie sich selbst im Weg stehen. Um etwas zu ändern und die Macht der positiven Gedanken zu nutzen, müssen Sie sich über diese Prägungen im Klaren sein.

Es geht darum, alte Glaubenssätze infrage zu stellen und aufzuarbeiten, zu erkennen, woher sie rühren. Erst dann können Sie mit positiven Affirmationen dagegen halten.

Macht der Gedanken: Liebe dich selbst

Gerade vor dem Hintergrund negativer Zuschreibungen durch andere kann die Maxime nur lauten: Liebe dich selbst. Denn hinter der Macht der Gedanken steckt oftmals das Gesetz der Anziehung.

Dieses Gesetz geht davon aus, dass sich die inneren Zustände im Äußeren widerspiegeln. Diese Überzeugung wird oftmals im Volksmund mit Gleich und Gleich gesellt sich gern wiedergegeben. Faszinierenderweise lassen sich immer wieder Situationen im Alltag beobachten, die dem Resonanzphänomen recht geben.

Der simpelste und vermutlich häufigste Beweis dafür ist, dass die meisten Menschen unwillkürlich zurücklächeln, wenn Sie angelächelt werden. Das heißt aber umgekehrt auch, dass Sie alles Negative anziehen, wenn Sie ausschließlich negativ denken.

Nun könnten Sie einwenden, dass andere Ihre Gedanken nicht lesen können. Aber Gedanken schlagen in Gefühle um, das wiederum in Verhalten. Wer sich minderwertig fühlt, deswegen traurig ist, wird sich automatisch absondern und wenig herzlich, offen und fröhlich auf andere Menschen zugehen.

Wenn Sie selbst sich schon nicht toll finden, nicht wertschätzen, wie soll es dann jemand anderer tun? Sie können natürlich darauf warten, dass sich Ihre Umgebung ändert, aber das wird in den seltensten Fällen passieren. Zielführender ist es, wenn Sie Ihre Gedanken so ändern, dass sie zum eigenen Vorteil genutzt werden.

Die Macht der positiven Gedanken

Um von der Macht der eigenen Gedanken zu profitieren, müssen Sie diese lenken und in die von Ihnen gewünschte Richtung steuern. Ein Weg kann Autosuggestion sein. Das ist nicht immer einfach, viele Gedanken entstehen unbewusst und tauchen urplötzlich auf.

In einem solchen Fall gilt es, das eigene Denken zu hinterfragen, zu analysieren und im nächsten Schritt zu beeinflussen. Das erfordert ein wenig Übung, macht sich aber durch verschiedene positive Effekte bezahlt.

Erster großer Nutzen: Die eigenen Gedanken können ungemein motivierend sein – ober eben das genaue Gegenteil und Ihnen jeglichen Antrieb rauben. Konzentrieren Sie sich beispielsweise im Job nur darauf, dass die Kollegen nervig sind, der Chef keine Ahnung hat, wovon er redet und die Kunden der Horror in Menschengestalt sind, werden Sie kaum motiviert zur Arbeit gehen und den Tag voller Energie angehen.

Auch der Gedanke, dass Sie eigentlich etwas anderes machen wollen und sich zu dem aktuellen Job gezwungen fühlen, weil Sie das Geld brauchen, ist ein sofortiger Motivationskiller. Mit der Macht der Gedanken können Sie sich selbst auf der anderen Seite aus einem Motivationsloch ziehen.

Fokussieren Sie die Vorteile, Chancen und Herausforderungen im Job, an denen Sie wachsen können. Erinnern Sie sich an den Grund, wieso Sie den Job machen und was Sie damit erreichen wollen. Rufen Sie sich Ihre Stärken in Erinnerung, was können Sie besonders gut, woran haben Sie Spaß?

So können Ihre Gedanken Sie beeinflussen

Noch einen Schritt weiter über die reine Motivation hinaus geht der Effekt der Gedanken, wenn es darum geht, Ihre Ziele zu erreichen. Sie können sich motivieren, doch mit Ihren Gedanken haben Sie auch direkten Einfluss darauf, ob Sie Ihre Ziele erreichen werden und wie erfolgreich Sie dabei sind. Das ganze nennt sich dann selbsterfüllende Prophezeiung.

Wer daran glaubt, etwas wirklich erreichen und seine Vorhaben in die Tat umsetzen zu können, ist negativen Denkern und Pessimisten bereits einen großen Schritt voraus. Zweifeln Sie an sich selbst und quälen Sie sich mit Gedanken daran, wie alles schief gehen wird, tragen Sie unbewusst dazu bei, dass dies am Ende tatsächlich eintritt. Oder zugespitzt formuliert: Was Sie denken, wird Realität.

So machen Sie sich die Macht der Gedanken zunutze

Macht der Gedanken Zitate positiv denken ÜbungenNegative Gedanken sollten nicht grundsätzlich verteufelt werden. Es kann notwendig sein, auch über unangenehme Dinge nachzudenken, um sich mit Problemen oder Sorgen auseinanderzusetzen, eine Lösung zu finden und die eigene Situation kritisch zu reflektieren. In der Regel ist es jedoch eher die Macht der positiven Gedanken, von der Sie persönlich profitieren können.

Klingt vielversprechend, ist aber gar nicht so einfach in die Praxis umzusetzen. Oft sind es eben doch die negativen Gedanken, die das Denken bestimmen und eine gefühlte Ewigkeit im Kopf herumschwirren. Klassisches Grübeln. Wir spielen unzählige Szenarien durch, von denen eins schlimmer endet als das andere.

Es geht aber auch anders: So können Sie für positive Gedanken sorgen und deren Macht nutzen.

  • Suchen Sie sich eine Ablenkung.

    Sind Sie von früh bis spät nur von negativen Dingen umgeben, bestimmen diese Ihre Gedanken. Sie grübeln, kommen nicht mehr aus dem Gedankenkarussell heraus und leiden unter den eigenen Gedanken. Abhilfe können Sie schaffen, indem Sie sich selbst ablenken – mit etwas, dass Ihnen gut tut. Das kann Sport sein, ein guter Film, der Sie auf andere Gedanken bringt oder auch Ihre Lieblingsmusik, bei der Sie lauthals mitsingen – und natürlich ist Ablenkung durch Freunde immer eine gute Option.


  • Reduzieren Sie den Stress.

    Stress ist für viele Auslöser und scheinbare Therapie von negativen Gedanken. Großer Stress führt zu negativen Gedanken und um sich nicht damit auseinandersetzen zu müssen, machen wir uns noch mehr Stress. Reduzieren Sie lieber gleich die stressigen Bereiche in Ihrem Leben, um positivere Gedanken zu haben.


  • Visualisieren Sie Positives

    Ein weiterer Weg zu positiven Gedanken ist die Visualisierung von Erfolgen, positiven Ereignissen oder der Umsetzung Ihrer Ziele. Stellen Sie sich bildlich vor, wie Ihnen etwas wirklich Gutes widerfährt und versuchen Sie sich dabei genau auszumalen, wie Sie sich fühlen. Gehen Sie in Gedanken durch, wie Ihr Chef Sie in sein Büro ruft, um mit Ihnen über eine Gehaltserhöhung oder Beförderung zu reden. Oder visualisieren Sie, wie erleichtert und glücklich Sie sind, wenn Sie das aktuelle Projekt erfolgreich abgeschlossen oder ein Problem aus der Welt geschafft haben.


  • Wehren Sie sich nicht dagegen.

    Es klingt widersprüchlich, doch tatsächlich ist es eine wirksame Strategie, die eigenen negativen Gedanken und Sorgen zu akzeptieren, anstatt sich immer wieder gegen diese zu wehren. Wenn Sie annehmen, dass auch negative Gedanken dazu gehören, beeinflussen diese Sie weniger und Sie können sich anderen Dingen zuwenden.

Die Macht der Gedanken wird unterbewusst

Schon in recht kurzer Zeit können Sie die Macht der Gedanken spüren und für sich einsetzen. Wenn Sie gerade einen schlechten Tag haben, die Laune im Keller ist und Sie sich nach besserer Stimmung sehnen, können Sie aktiv Ihre Gedanken beeinflussen und so für positivere Emotionen sorgen. Schon dieser Effekt allein wäre es wert, an der Fähigkeit, die eigenen Gedanken besser steuern zu können, zu arbeiten.

Die langfristige Wirkung tritt jedoch erst nach einiger Übung und einer gewissen Zeit ein, in der Sie sich bewusst für positive Gedanken entschieden und sich diese immer wieder in den Kopf gerufen haben: Irgendwann ist dies kein aktiver Vorgang mehr, da die Macht der Gedanken ins Unterbewusste übergeht. Soll heißen: Mit der Zeit müssen Sie Ihre Gedanken nicht mehr beeinflussen, da diese von ganz allein positiver ausfallen.

Sie entwickeln eine Gewohnheit, Ihre Denkmuster sind an die positive Macht der Gedanken angepasst und ohne, dass Sie es bewusst mitbekommen, ist Ihre Einstellung optimistischer, sie können besser mit Zweifeln oder Problemen umgehen, fühlen sich besser und haben häufiger gute Laune.

Bis es soweit ist, brauchen Sie jedoch in der Regel einige Geduld, da Ihr Denken seit vielen Jahren geprägt wurde und nicht an einem einzelnen Tag geändert werden kann. Halten Sie jedoch durch, ist der positive Effekt den Aufwand mehr als wert.

[Bildnachweis: Syda Productions by Shutterstock.com]
7. Juli 2017 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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