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Krank ins Büro? Bloß nicht!

Mit Kopfschmerzen und Fieber in die Konferenz – oder mit Husten und Schnupfen? Kurz: Krank ins Büro und vor den PC? Keine gute Idee! Für sich selbst und andere stellen Sie ein Gesundheitsrisiko dar. Auch ist man mit einer Schniefnase und schwerem Kopf nicht wirklich produktiv, setzt aber schlimmstenfalls (s)eine ganze Abteilung oder gar den Betrieb außer Gefecht. Unser Erkältungsknigge gibt Ihnen Tipps und erklärt, warum sich manche trotzdem krank an den Schreibtisch schleppen…

Krank ins Büro? Bloß nicht!

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Krank im Büro aus Angst

Einer jüngeren Umfrage zufolge geht die Hälfte aller Arbeitnehmer gelegentlich krank zur Arbeit. Der Frauenanteil liegt sogar höher: 56 Prozent aller Frauen gehen krank arbeiten, bei den Männern sind es immerhin 47 Prozent. Wenn sich Mitarbeiter selbst mit Fieber noch krank ins Büro schleppen, geschieht dies laut Umfragen meist aus drei Gründen:

  • Angst vor Arbeitsplatzverlust
  • Gefühl der eigenen Unentbehrlichkeit
  • Bewältigung des enormen Pensums

Dieses Verhalten nennt sich auch Präsentismus: Dahinter steckt häufig eine Mischung aus großem Verantwortungsbewusstsein und möglicherweise auch einer Überschätzung der eigenen Person. Der höhere Frauenanteil unter den erkrankten Arbeitnehmern wird damit erklärt, dass sie häufiger in sozialen Berufen arbeiten.

Demnach schleppen sich Frauen weniger häufig krank ins Büro, als vielmehr krank in die Nachtschicht (im Krankenhaus) oder in die Kita: Die Personaldecke ist in sozialen Berufen oftmals dünn und die Arbeitnehmerinnen vermuten zurecht, dass ihre Arbeit auf die verbliebenen Angestellten verteilt wird. Zugegeben, für beide Haltungen gibt es Argumente. Schauen wir uns diese genauer an:

Pro: Erkältet und trotzdem zur Arbeit

  • Imagepflege
    Der Mitarbeiter sorgt sich, was Chef und Kollegen denken und dass sie bei einer Krankmeldung – etwa direkt nach einem Urlaub – sein Engagement infrage stellen.
  • Arbeitspensum
    Es bleibt zu viel Arbeit liegen, und die Rückstände lassen sich später nicht mehr aufholen. Zudem gibt es keine effiziente Vertretung.
  • Solidarität
    Der kranke Mitarbeiter möchte seinen Kollegen nicht zumuten, für ihn einzuspringen und ihnen keine Mehrarbeit aufbürden.
  • Pannen
    In einem wichtigen Projekt könnte etwas schieflaufen, wenn keine Vertretung den Sachverhalt so genau kennt.
  • Informationen
    Der Mitarbeiter möchte bei wichtigen Meetings nicht fehlen, da ihm sonst wichtige Informationen fehlen könnten.
  • Jobangst
    Der Mitarbeiter war dieses Jahr schon oft krank. Und zu viele Krankheitstage könnten seine Karriere, vielleicht sogar die Stelle gefährden.

Contra: Krank und deshalb nicht ins Büro

  • Leistung
    Mit Schnupfen sowie Kopf- und Gliederschmerzen ist keiner wirklich leistungsfähig.
  • Verbreitung
    Erkältungen sind ansteckend. Wer Kontakt mit vielen Menschen hat, fungiert als Virenschleuer und verursacht mehr Schaden als durch eine Krankmeldung.
  • Genesung
    Ein kranker Körper signalisiert Ruhebedürfnis. Oft sind Stress und andere Belastungen Auslöser. Der Körper verschafft sich selbst eine dringend benötigte Pause. Die sollte man ihm auch gönnen.
  • Langzeitfolgen
    Wer sich nicht ordentlich auskuriert, riskiert Rückfälle oder gar eine chronische Erkrankung. Der Körper wird nachhaltig geschwächt. Das kann im schlimmsten Fall die inneren Organe schädigen.

Ob krank ins Büro oder sich in Ruhe auskurieren, hängt nicht nur von der Schwere der Symptome ab, sondern auch vom Beruf und von der ausgeübten Tätigkeit. Wer im Einzelbüro vor allem mit Papier und PC zu tun hat, der ist möglicherweise auch noch mit Triefnase und leichten Kopfschmerzen leidlich arbeitsfähig.

Kommen Sie hingegen mit vielen Menschen zusammen (oder sitzen dicht beieinander), sollten Sie sich gut überlegen, ob Sie Ihre Bazillen großzügig verteilen wollen. Auch wenn die obigen Pro-und-Contra-Listen recht ausgewogen aussehen: Dafür sprechen meist nur Annahmen und Ängste, dagegen aber echte Fakten. Wer krank ist, sollte deshalb unbedingt zuhause bleiben. Krank ist krank. Das ist nur menschlich.

Jeder dritte Chef lässt weiterarbeiten

Zwar schicken zwei Drittel (67,7 Prozent) der Manager ihre Mitarbeiter zum Auskurieren nach Hause, wenn diese krank im Büro erscheinen. Bei 62,5 Prozent ist es aber weniger Fürsorge, sondern eher die Angst vor Ansteckung und einem erhöhten Krankenstand.

Umgekehrt schickt rund ein Drittel der Führungskräfte die Mitarbeiter auch bei einer ernsten Erkrankung nicht nach Hause, Motto: Die sind doch erwachsen, wissen was sie tun und zeigen außerdem noch Einsatz! Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Hochschule Coburg. Es kommt sogar noch härter: Ganze 17 Prozent der befragten Manager fanden, von häufig kranken Mitarbeitern sollte man sich besser trennen.


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Dürfen Arbeitnehmer krank arbeiten gehen?

An dieser Stelle ein klares: Kommt darauf an! Je nach Schweregrad der Symptome und Ansteckungsgefahr tut ein Arbeitnehmer weder sich noch seinen Kollegen einen Gefallen, wenn er arbeiten geht. Grundsätzlich darf er aber auch gegen den Rat seiner Ärztin arbeiten gehen. Es gibt allerdings Grenzen. Konkret:

Fürsorgepflicht

Ein Arbeitgeber hat seinen Mitarbeitern gegenüber eine Fürsorgepflicht. Das gilt natürlich für den erkrankten Mitarbeiter, wenn dieser erkennbar nicht fähig ist, die Arbeit zu leisten. Ein Kraftfahrer kann mit eingegipsten Fuß nicht als Kraftfahrer arbeiten. Im Büro hingegen wäre sein Einsatz möglich, sofern er nicht weite Wege zurücklegen muss.

Haftung

Will ein Arbeitnehmer nun ausdrücklich trotz Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) arbeiten, darf er das zwar theoretisch. Würde jedoch in unserem Beispiel der Arbeitgeber wissentlich seinen Mitarbeiter mit Gipsfuß ans Steuer lassen und käme es zu einem Unfall, würde der Arbeitgeber sehr wahrscheinlich eine Mitschuld tragen.

Struktur

Ganz anders bei nicht ansteckenden Erkrankungen wie beispielsweise einer Depression. Hier kann es für einen Arbeitnehmer wichtig und richtig sein, arbeiten zu gehen. Gleiches gilt für Beschäftigte, die sich in der Wiedereingliederung befinden: Die Arbeit strukturiert den Tag, der Erkrankte kommt unter Menschen, die Beschäftigung vermittelt das Gefühl, gebraucht zu werden und etwas Sinnvolles zu tun.

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Diagnose mitteilen: Welche Pflichten dem Arbeitgeber gegenüber?

Grundsätzlich haben Arbeitnehmer keine Pflicht, den Arbeitgeber über Art und Ursache ihrer Erkrankung zu unterrichten. Folgende Pflichten haben Sie als Mitarbeiter dennoch Ihrem Arbeitgeber gegenüber:

  • Anzeigepflicht

    Sie müssen Ihren Arbeitgeber im Krankheitsfalle umgehend informieren, am besten persönlich oder telefonisch. Dazu gehört, dass Sie in etwa die voraussichtliche Dauer angeben.

  • Nachweispflicht

    Spätestens am vierten Tag Ihrer Krankmeldung müssen Sie eine ärztliche Bescheinigung, die AU, vorlegen. Die Bescheinigung wird in drei Blättern ausgehändigt; eine Ausfertigung für die Krankenkasse (mit Diagnose), eine Ausfertigung für den Arbeitgeber (ohne Diagnose) und eine für Sie als Versicherten, ebenfalls mit ICD-10-Code.

  • Meldepflicht

    Bei stark ansteckenden Krankheit mit schwerem Krankheitsverlauf (zum Beispiel Coronavirus, Rotavirus, Schweinegrippe) und Gefahr für Dritte sind Sie verpflichtet, den Arbeitgeber zu informieren. Nur so kann er entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen und für Sie kann gegebenenfalls ein Beschäftigungsverbot bestehen. Gerade für Arbeitnehmer in Branchen mit starkem Kundenverkehr oder in Krankenhäusern mit immungeschwächten Patienten. Ebenfalls gilt die Informationspflicht für Mitarbeiter, die Lebensmittel im Betrieb verarbeiten oder herstellen, in denen sich gewisse Krankheitserreger besonders schnell vermehren – das gilt beispielsweise für Eis, Geflügel, Keimlinge.

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Krank ins Büro: Wie lange die Erkältung auskurieren?

Zunächst einmal ist die Krankschreibung des Arztes eine vorläufige Prognose, wie lange Sie voraussichtlich arbeitsunfähig sein werden. Sie dient dem Arbeitgeber als Nachweis, dass Sie nicht zur Arbeit erscheinen können. Je nachdem, wie schwer es Sie erwischt hat oder ob Sie einen Rückfall haben, muss eine Krankschreibung unter Umständen verlängert werden.

Das heißt aber auch: Sind Sie beispielsweise eine komplette Arbeitswoche krankgeschrieben worden und fühlen sich am dritten Tag bereits wieder gesund, dass Sie vor Ablauf der AU wieder arbeiten gehen. Um das Arbeiten gehen trotz Krankmeldung existieren diverse Mythen:

  • Bevor der Arbeitnehmer wieder arbeiten geht, braucht er eine Gesundschreibung.

    Falsch! Eine „Gesundschreibung“ existiert nicht. Die AU ist wie erwähnt lediglich eine Einschätzung des Arztes, das heißt, sind Sie wieder gesund, sind Sie per Arbeitsvertrag zur Arbeitsleistung verpflichtet.
  • Wer trotz Krankschreibung arbeiten geht, verliert seinen Versicherungsschutz.

    Falsch! Der Versicherungsschutz sowohl für die Krankenversicherung als auch für die gesetzliche Unfallversicherung ist absolut gewährleistet, wenn Sie trotz AU arbeiten gehen. Gleiches gilt für den Arbeitsweg: Sie sind auch hier im Falle eines Unfalls abgesichert, ganz gleich, ob mit oder ohne Krankschreibung.
  • Arbeitnehmer haben grundsätzlich ein Recht auf Arbeit, der Arbeitgeber muss sie beschäftigen.

    Falsch! Wenn der Arbeitgeber zu dem Ergebnis kommt, dass Sie eine Gefahr für sich oder Dritte – in dem Fall Ihre Kollegen – sind, dann ist es seine Pflicht, Sie nach Hause zu schicken, ganz gleich, wie gesund Sie sich schon fühlen.

Krank Ins Buero Erkaeltungsknigge Regeln

Erkältungsknigge: Korrekter Umgang mit Viren & Bazillen

Was können Sie tun, wenn es Sie erwischt hat? An allererster Stelle: Wer Fieber und ein starkes Krankheitsgefühl hat, sollte nicht arbeiten gehen, sondern zuhause bleiben. Dann gilt es, sich rechtzeitig krank zu melden und auszukurieren. Haben Sie das Schlimmste überstanden oder handelt es sich womöglich doch nur um eine leichte Erkältung, sollten Sie im Büro, aber auch überall sonst im Umgang mit Menschen so vorgehen:

Körpergeräusche und Symptome

  • Husten

    Laute Hustenanfälle erschweren nicht nur das konzentrierte Arbeiten, sondern schleudern womöglich noch fleißig Erreger in die Luft: Bei einer Grippe besteht die Ansteckungsgefahr noch vor Ausbruch, nämlich mit dem Zeitpunkt der Infektion, und hält nach Ausbruch bei Erwachsenen noch bis zu fünf Tage an. Kinder können sogar länger ansteckend sein. Sofern es Sie also überkommt, sollten Sie sich kurz entschuldigen und im Waschraum oder an der frischen Luft auf Linderung warten. Tagsüber können Sie hustenstillende Bonbons lutschen, die sorgen für Ruhe.

  • Niesen

    Kleinen Kindern sagte man früher: Hand vor dem Mund, wenn sie niesen oder husten mussten. Das empfiehlt sich allerdings nicht. Idealerweise haben Sie ein Papiertaschentuch zur Hand, wenn Sie niesen oder husten müssen. Ist das nicht der Fall, sollten Sie in Ihre Armbeuge niesen, damit Sie nicht anschließend mögliche Viren mit der Hand verteilen.

  • Schwitzen

    Wer noch die Krankheit in den Gliedern stecken hat, schwitzt leicht. Tupfen Sie sich die Stirn am besten mit einem Stofftaschentuch ab, da bei Papiertaschentüchern schnell mal kleine Papierreste kleben bleiben.

Hygienemaßnahmen und Verhalten

  • Hände waschen

    Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber besonders, wenn Sie Krankheitserreger in sich tragen, ist regelmäßiges Händewaschen unerlässlich. Unterwegs kann ein Desinfektionsmittel das fehlende Waschbecken ersetzen. Waschen Sie Ihre Hände, wann immer Sie einer anderen Person die Hand gereicht haben, wenn Sie mit Geld bezahlt haben und erst recht nach der Benutzung von Sanitäreinrichtungen. Verreiben Sie dazu die Seife etwa 30 Sekunden zwischen den Fingern und auf den Handflächen, gehen Sie extra mit den Fingernägeln über die Handinnenflächen.

  • Arbeitsplatz desinfizieren

    Desinfizieren Sie ebenfalls Ihren Arbeitsplatz und Gegenstände, die Sie häufig berühren, also Türklinken, Telefonhörer, die Tastatur Ihres Laptops oder die Mouse.

  • Menschen begrüßen

    Üblicherweise werden in Deutschland zur Begrüßung Hände geschüttelt. Sollten Sie erkältet sein, wird es Ihnen niemand verübeln, wenn Sie unter Hinweis Ihres Infekts das Händeschütteln unterlassen und nur freundlich grüßen. Auch Freunde und Familie müssen in dieser Zeit nicht umarmt oder mit Küsschen begrüßt werden.

  • Nase schnäuzen

    Wenn Sie die Nase putzen müssen, dann tun Sie das möglichst geräuschlos, gehen Sie anderenfalls in den Waschraum. Achten Sie außerdem darauf, mit wem Sie in Kontakt kommen. In Deutschland gelten andere Regeln als in anderen Ländern, was als schicklich und als weniger schicklich angesehen wird. Wer dringende Geschäftstermine mit ausländischen Partnern wahrnehmen muss, sollte das im Hinterkopf behalten: Im deutschsprachigen Kulturraum ist das Naseputzen am Essenstisch akzeptiert, in anderen Ländern stößt das auf Befremden. Im Zweifelsfalle sollten Sie daher den Tisch verlassen.

So lassen Sie die Erkältung hinter sich

Wer krank ist, sollte jegliche körperliche Anstrengung vermeiden. Dazu gehört selbstverständlich auch der sonst so empfehlenswerte Sport. Ebenfalls zu vermeiden sind aber auch psychische Anstrengung wie Stress oder Aufregung, daher sind auch Prüfungstermine bei Krankheit abzusagen. Wer das Ruhebedürfnis seines Körpers ignoriert, verschleppt oder verlängert die Grippe und kann schlimmstenfalls dazu beitragen, dass sich ein Herzmuskel entzündet. Daher:

  • Halten Sie sich warm.
  • Trinken Sie viel.
  • Hüten Sie das Bett.

Ansonsten können Sie die Symptome mit diversen Hausmitteln lindern, etwa Wadenwickel, Tees oder die gute Hühnersuppe. Grippemedikamente helfen nur, wenn sie frühzeitig genommen werden, sind allerdings nicht frei von Nebenwirkungen. Antibiotika wirken gegen Viren nicht und empfehlen sich nur, wenn zusätzlich bereis eine bakterielle Infektion eingetreten ist.

Häufige Fragen & Antworten rund um Erkältungskrankheiten

Was sind Symptome einer echten Grippe?

Auslöser der echten Grippe (Influenza) sind Grippeviren der Typen A, B und C. Besonders gefährlich sind A und B. Typische Symptome der Grippe sind plötzlicher Krankheitsbeginn mit Husten, Schnupfen, Fieber sowie Schüttelfrost und Schwindelgefühl. Allerdings erkrankt längst nicht jeder so typisch. Einige haben beispielsweise Husten mit zähem oder blutigem Auswurf. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts lässt sich grob sagen:

Lediglich ein Drittel der Infizierten erkrankt mit den aufgeführten Symptomen. Ein Drittel zeigt eine ähnliche Symptomatik wie bei Erkältungs­krank­hei­ten, also deutlich abgeschwächt. Und ein weiteres Drittel entwickelt gar keine Symptome. Vor allem ältere Erkrankte bekommen häufig kein Fieber. Die Inkubationszeit beträgt wenige Stunden bis drei Tage. Üblicherweise liegt die Krankheitsdauer zwischen fünf und sieben Tagen je nachdem, ob der Betroffene zur Risikogruppe gehört und wie schwer die Grippe ausfällt.

Für wen lohnen sich Grippeimpfungen?

Es gibt einen bestimmten Personenkreis, der ein besonders hohes Risiko trägt, an einer Grippe zu erkranken. Für diesen existieren Impfschutzmaßnahmen, die allerdings nur gegen die echte Grippe (Auslöser: Influenza-Viren) wirken. Erkältungen, die von mehr als 30 verschiedenen, jedoch harmlosen Krankheitserregern ausgelöst werden, können Sie hiermit nicht vorbeugen.

Da die Impfmischungen lang im Voraus gemischt werden und besonders die Influenza A sehr mutierfreudig ist, helfen nicht alle Schutzimpfungen. Empfehlenswert sind sie dennoch für Risikogruppen mit geschwächtem Immunsystem, zum Beispiel Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, ältere Personen ab 65 Jahren, Diabetiker, Tumorpatienten, chronisch Kranke und medizinisches Personal.

Wünscht man noch "Gesundheit"?

Jahrelang gab es Gegner und Befürworter: Sagt man nun „Gesundheit“, wenn der Kollege niest oder geht man schweigend darüber hinweg wie bei anderen Körpergeräuschen auch? Beides ist möglich. In großer Runde, etwa einem Meeting, sollte sich der Niesende entschuldigen, die anderen nehmen die Entschuldigung schweigend an.

In kleiner Runde vergibt sich keiner etwas, wenn er dem Kollegen Gesundheit wünscht – auch wenn diese Geste ursprünglich aus der Zeit der Pest stammt und dem Erkrankten als Schwäche ausgelegt werden könnte. Heutzutage verbinden wohl die meisten einen freundlich gemeinten Wunsch.

8 Dinge die Sie tun können, um gesund zu bleiben

Falls Sie hingegen noch gesund sind, und die Ansteckung eher durch Kollegen oder eine grassierende Grippewelle fürchten, dann bleiben Ihnen ebenfalls einige Optionen. Apotheken verkaufen zwar allerlei Wundermittel, die Erkältungen vorbeugen sollen. Doch anstatt den Körper mit Medikamenten auf die Erkältungssaison vorzubereiten, bauen Sie lieber die körpereigenen Abwehrkräfte auf.

Ein funktionierendes und gestärktes Immunsystem ist immer noch der beste Schutz gegen die Ansteckungsgefahr im Büro. Damit Sie gesund durch diese Phase kommen, haben wir acht Tipps, die Ihnen dabei helfen können, Ihr Immunsystem zu stärken und die Ansteckungsgefahr im Büro zu reduzieren:

  1. Schlafen Sie ausreichend viel

    Genügend Schlaf ist für die Abwehrkräfte des Körpers unerlässlich. Nicht umsonst heißt es: Schlaf ist die beste Medizin. Während der Tiefschlafphase regeneriert sich der Körper und stärkt sich für den nächsten Tag. Wenn Sie zu wenig Schlaf bekommen, fehlt die nötige Erholung und Ihr Immunsystem leidet.

  2. Achten Sie auf Ihre Ernährung

    Essen Sie viel Obst und Gemüse. Vitamin C und auch Zink schützen vor Ansteckung und helfen dem Körper, mit Infekten schneller fertig zu werden. Ihr Immunsystem wird es Ihnen danken.

  3. Benutzen Sie Papiertaschentücher

    Papiertaschentücher sind wesentlich hygienischer als Stofftaschentücher, da Sie diese direkt im Mülleimer entsorgen können. So haben Viren keine Chance, sich weiter auszubreiten.

  4. Halten Sie sich warm

    Schuld an Erkältungen sind zwar Erkältungsviren und nicht Kälte. Trotzdem ist es wichtig, den Körper vor der Kälte zu schützen. Denn niedrige Temperaturen belasten das Immunsystem und Sie werden anfälliger für Krankheiten. Halten Sie sich daher auf dem Weg zur Arbeit unbedingt warm. Vermeiden Sie auch, mit nassen Haaren vor die Tür zu gehen. Der Körper gibt viel Wärme über die Kopfhaut ab. Nasse Haare beschleunigen diesen Effekt. Trocknen Sie daher Ihre Haare immer sorgfältig ab, bevor Sie das Haus verlassen und tragen Sie lieber eine Mütze.

  5. Halten Sie Abstand

    Nicht leicht im Büro, wo man mit Kollegen, Vorgesetzten oder auch Kunden in ständigem Kontakt ist. Doch es gibt Dinge, auf die Sie achten können. Auch wenn Sie Ihre Kollegen mögen, sollten Sie bei einer geröteten Nase und Niesen gewarnt sein und auf Küsschen zur Begrüßung verzichten.

  6. Tun Sie sich etwas Gutes

    Stress und hohe Belastungen machen den Körper anfälliger für eine Erkältung. Entschleunigen Sie Ihren Alltag und gönnen Sie sich auch mal etwas. Zünden Sie sich eine Kerze an und genießen ein gutes Buch und eine Tasse Tee. Auch Saunabesuche stärken Ihre Abwehrkräfte und Ihr Körper kann sich erholen. Wer lieber zuhause bleibt, kann ein heißes Fußbad nehmen. Besonders mit ein paar Tropfen ätherischer Öle können Sie so Ihren Körper stärken.

  7. Vermeiden Sie trockene Heizungsluft

    Trockene Heizungsluft kann das Risiko einer Erkältung erhöhen. Viren können über die Schleimhäute in den Körper gelangen. Zudem trocknet Heizungsluft die Schleimhäute aus und senkt so deren Abwehrkräfte. Um dem entgegenzuwirken, sollten Sie eine kleine Schale mit Wasser auf die Heizung stellen. So wird die Luft wieder befeuchtet und die Schleimhäute bleiben feucht. Besser aber ist: viel Frischluft. Gehen Sie öfter spazieren – das steigert sogar die Kreativität.

  8. Waschen Sie sich regelmäßig die Hände

    Auf Türklinken, Lichtschaltern, Geländern und gerade im Büro Tastaturen machen sich besonders viele Viren breit. Wer es da versäumt, sich regelmäßig die Hände zu waschen, überträgt die Erkältungsviren auf Kurz oder Lang von den Händen auch in den Körper. Für eine gründliche Reinigung sollten Sie die Hände mindestens 20 Sekunden einseifen und abwaschen. Ansonsten: Hände weg vom Gesicht und den Schleimhäuten.

Extra-Tipp: Positiv denken!

Kaum zu glauben, aber auch positives Denken trägt nachweislich dazu bei, die Immunabwehr zu stärken und Infekte der oberen Atemwege zu vermeiden, insbesondere in Stresssituationen. Forscher um Heiko Schulz von der Roehampton Universität in London und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf haben herausgefunden, ob jemand eine Erkältung bekommt oder nicht, hängt auch davon ab, wie optimistisch einer denkt.

In dem konkreten Fall hatten die Wissenschaftler 80 Studenten in Examensnähe, also kurz vor und während ihren Prüfungen untersucht – ihre Lebenseinstellung, den aktuellen Stresslevel, das Selbstbewusstsein und natürlich den Gesundheitszustand. Dabei zeigte sich, dass gerade die psychische Verfassung, eine optimistische Einstellung und ein gesundes Selbstvertrauen das Immunsystem stärkten und damit das Infektionsrisiko senkten. Erst recht bei hoher Belastung.



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Kollege kommt krank ins Büro: Was Sie ihm NICHT sagen sollten

Sollte der Kollege dann doch mal schwer krank durch die Flure schleichen, ist die Versuchung bei den anderen groß, etwas Mitfühlendes dazu zu sagen. Grundverkehrt ist es nicht – aber oft auch schlicht gelogen oder nur so dahin gesagt. Was beide eigentlich auch wissen. Das darf und sollte man sich sparen, nach dem Motto: Hätte er doch besser geschwiegen… Folgende Sätze sollte man NICHT zum kranken Kollegen sagen:

  • Wie kann ich helfen?
    Sind Sie Arzt? Dann können Sie einem Kranken, erst recht einem schwer Erkrankten sowieso nicht helfen. Also tun Sie bitte auch nicht so.
  • Hast du schon mal „Quatschizin forte“ probiert?
    Weil Sie kein Arzt sind (siehe Punkt 1) und keine Ahnung haben, wovon Sie reden.
  • Alles wird gut.
    Weil das eine hohle Phrase ist und noch schlimmer: in den Ohren des Kranken purer Hohn.
  • Wie geht’s uns heute?
    Weil es Ihnen bestimmt anders geht, als dem Kollegen. Weil es Sie in den schlimmen Details doch gar nicht wirklich interessiert.
  • Du siehst gut aus.
    Weil das ein Spruch ist, gelogen, Darum.

Was Sie dagegen sagen können:

  • Gute Besserung!
    Vor allem wenn es ehrlich und genau so gemeint ist.

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[Bildnachweis: Sabelskaya, tynyuk, davooda by Shutterstock.com]

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