Mit Kopfschmerzen und Fieber in die Konferenz - oder mit Husten und Schnupfen? Kurz: Krank ins Büro und vor den PC? Keine gute Idee! Erstens, weil das total ungesund ist: Wer sich nicht ordentlich auskuriert, verschleppt die Krankheit nur, im schlimmsten Fall führt es zu einer chronischen Erkrankung. Zweitens, weil es auch unsozial gegenüber den Kollegen ist. Die könnten sich dabei anstecken, und wer will das schon. Außerdem ist man mit einer Schniefnase und schwerem Kopf auch nicht wirklich produktiv, setzt aber schlimmstenfalls (s)eine ganze Abteilung oder gar den Betrieb außer Gefecht. Trotzdem schleppen sich manche krank an den Schreibtisch...

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Krank im Büro aus Angst

Einer aktuellen Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zufolge geht fast die Hälfte aller Arbeitnehmer gelegentlich krank zur Arbeit. Für diese Studie befragte die GfK Anfang August 2017 an die 600 Arbeitnehmer in Deutschland. Demnach sind 46 Prozent innerhalb der vergangenen zwölf Monate nicht zuhause geblieben, obwohl sie sich krank fühlten.

Der Frauenanteil liegt sogar höher: 50 Prozent aller Frauen gehen krank arbeiten, bei den Männern sind es immerhin 43 Prozent. Aus der Studie geht hervor, dass nur 21 Prozent aller erkrankten Arbeitnehmer tatsächlich zuhause bleiben. Von den Befragten hat ein knappes Drittel sich innerhalb der letzten zwölf Monate nie krank gefühlt.

Wenn sich Mitarbeiter krank und selbst mit Fieber noch ins Büro schleppen, geschieht dies laut Umfragen meist aus drei Gründen:

  • Aus Angst vor Arbeitsplatzverlust.
  • Um den Kollegen zu zeigen, wie unentbehrlich man ist.
  • Um dem enormen Pensum Herr zu werden, das sonst liegenbleibt.

Dieses Verhalten wird auch als Präsentismus bezeichnet: Dahinter steckt häufig eine Mischung aus großem Verantwortungsbewusstsein und möglicherweise auch der Überschätzung der eigenen Person. Der höhere Frauenanteil unter den erkrankten Arbeitnehmern wird damit erklärt, dass sie häufiger in sozialen Berufen arbeiten.

Demnach schleppen sich Frauen weniger häufig krank ins Büro, als vielmehr krank in die Nachtschicht im Krankenhaus oder in die Kita: Die Personaldecke ist in sozialen Berufen oftmals dünn und die Arbeitnehmerinnen vermuten zurecht, dass ihre Arbeit auf die verbliebenen Angestellten verteilt wird.

Apropos: Wie halten Sie das - wie krank schleppen Sie sich noch ins Büro?


Zugegeben, für beide Haltungen gibt es Argumente. Schauen wir uns diese genauer an...

Pro: Erkältet und trotzdem zur Arbeit

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  • Imagepflege: Der Mitarbeiter sorgt sich, was Chef und Kollegen denken und dass sie bei einer Krankmeldung - etwa direkt nach einem Urlaub - sein Engagement in Frage stellen.
  • Arbeitspensum: Es bleibt zu viel Arbeit liegen, und die Rückstände lassen sich später nicht mehr aufholen. Zudem gibt es keine effiziente Vertretung.
  • Solidarität: Der kranke Mitarbeiter möchte seinen Kollegen nicht zumuten, für ihn einzuspringen und ihnen keine Mehrarbeit aufbürden.
  • Pannen: In einem wichtigen Projekt könnte etwas schief laufen, wenn keine Vertretung den Sachverhalt so genau kennt.
  • Informationen: Der Mitarbeiter möchte bei wichtigen Meetings nicht fehlen, da ihm sonst wichtige Informationen fehlen könnten.
  • Jobangst: Der Mitarbeiter war dieses Jahr schon oft krank. Und zu viele Krankheitstage könnten seine Karriere, vielleicht sogar die Stelle gefährden.

Contra: Krank und deshalb nicht ins Büro

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  • Leistung: Mit Schnupfen sowie Kopf- und Gliederschmerzen ist keiner wirklich leistungsfähig.
  • Verbreitung: Erkältungen sind ansteckend. Wer Kontakt mit vielen Menschen hat, fungiert als Virenschleuer und verursacht mehr Schaden als durch eine Krankmeldung.
  • Genesung: Ein kranker Körper signalisiert das Bedürfnis nach Ruhe. Oft sind Stress und andere Belastungen Auslöser. Der Körper verschafft sich selbst eine dringend benötigte Pause. Die sollten man ihm auch gönnen.
  • Langzeitfolgen: Wer sich nicht ordentlich auskuriert, riskiert Rückfälle oder gar eine chronische Erkrankung. Der Körper wird nachhaltig geschwächt. Das kann im schlimmsten Fall die inneren Organe schädigen.

Jeder dritte Chef lässt weiterarbeiten

Kollege kommt krank zur Arbeit Erkältung Zuhause bleiben oder arbeiten mit Erkältung ins BüroZwar schicken zwei Drittel (67,7 Prozent) der Manager ihre Mitarbeiter zum Auskurieren nach Hause, wenn diese krank im Büro erscheinen. Bei 62,5 Prozent ist es aber weniger Fürsorge, sondern eher die Angst vor Ansteckung und einem erhöhten Krankenstand.

Umgekehrt schickt rund ein Drittel der Führungskräfte die Mitarbeiter auch bei einer ernsten Erkrankung nicht nach Hause, Motto: Die sind doch erwachsen, wissen was sie tun und zeigen außerdem noch Einsatz!

Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Hochschule Coburg. Es kommt sogar noch härter: Ganze 17 Prozent der befragten Manager fanden, von häufig kranken Mitarbeitern sollte man sich besser trennen.

Erkältung: Arbeiten oder nicht?

Mit einer Erkältung zuhause bleiben und sich in Ruhe auskurieren? Sicher, die Antwort auf diese Frage hängt nicht nur von der Schwere der Symptome ab, sondern auch vom Beruf und von der ausgeübten Tätigkeit.

Wer im Büro vor allem mit Papier und PC zu tun hat und darüber hinaus vielleicht noch in einem Einzelbüro sitzt, der ist möglicherweise auch noch mit Triefnase und leichten Kopfschmerzen leidlich arbeitsfähig.

Wer hingegen beispielsweise als Trainer mit vielen Menschen zusammenkommt oder als Callcenter-Mitarbeiter dicht an dicht und neben vielen Kollegen sitzt, der sollte sich gut überlegen, ob er seine Bazillen großzügig verteilen will.

Auch wenn die obigen Pro-und-Contra-Listen recht ausgewogen aussehen: Dafür sprechen meist nur Annahmen und Ängst, dagegen aber echte Fakten. Wer krank ist, sollte deshalb unbedingt zuhause bleiben. Krank ist krank. Das ist nur menschlich.

Krank ins Büro: Dürfen Arbeitnehmer krank arbeiten gehen?

An dieser Stelle ein klares: Kommt darauf an! Je nach Schweregrad der Symptome und Ansteckungsgefahr tut ein Arbeitnehmer weder sich noch seinen Kollegen einen Gefallen, wenn er arbeiten geht. Grundsätzlich darf er auch gegen den Rat seiner Ärztin arbeiten gehen.

Es gibt allerdings Grenzen. Ein Arbeitgeber hat seinen Mitarbeitern gegenüber eine Fürsorgepflicht. Das gilt natürlich für den erkrankten Mitarbeiter, wenn dieser erkennbar nicht fähig ist, die Arbeit zu leisten.

Ein Kraftfahrer kann mit eingegipsten Fuß nicht als Kraftfahrer arbeiten, im Büro hingegen wäre sein Einsatz möglich, sofern er nicht weite Wege zurücklegen muss. Will ein Arbeitnehmer nun ausdrücklich trotz Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) arbeiten, darf er das zwar theoretisch.

Würde jedoch in unserem Beispiel der Arbeitgeber wissentlich seinen Mitarbeiter mit Gipsfuß ans Steuer lassen und käme es zu einem Unfall, würde der Arbeitgeber sehr wahrscheinlich eine Mitschuld tragen.

Ganz anders sieht es bei Erkrankungen aus, die nicht ansteckend sind. So beispielsweise bei psychischen Erkrankungen. Gerade bei einer Depression kann es für einen Arbeitnehmer wichtig und richtig sein, arbeiten zu gehen.

Gleiches gilt für Beschäftigte, die sich in der Wiedereingliederung befinden: Die Arbeit gibt dem Tag eine Struktur, der Erkrankte kommt unter Menschen, die Beschäftigung vermittelt das Gefühl, gebraucht zu werden und einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen.

Diagnose mitteilen: Welche Pflichten dem Arbeitgeber gegenüber?

Krank ins Büro Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung Plfichten MeldepflichtGrundsätzlich haben Arbeitnehmer keine Pflicht, den Arbeitgeber über Art und Ursache ihrer Erkrankung zu unterrichten.

Folgende Pflichten haben Sie als Mitarbeiter Ihrem Arbeitgeber dennoch:

  • Anzeigepflicht

    Sie müssen Ihren Arbeitgeber im Krankheitsfalle umgehend informieren, am besten persönlich oder telefonisch. Dazu gehört, dass Sie in etwa die voraussichtliche Dauer angeben.

  • Nachweispflicht

    Sie müssen spätestens am vierten Tag Ihrer Krankmeldung eine ärztliche Bescheinigung, die AU, vorlegen. Die Bescheinigung wird in drei Blättern ausgehändigt; eine Ausfertigung für die Krankenkasse (mit Diagnose), eine Ausfertigung für den Arbeitgeber (ohne Diagnose) und eine für Sie als Versicherten, ebenfalls mit ICD-10-Code.

  • Pflicht bei Gefahren

    Wenn Sie an einer stark ansteckenden Krankheit mit schwerem Krankheitsverlauf (zum Beispiel Rotavirus, Schweinegrippe) leiden und Gefahr für Dritte besteht, sind Sie verpflichtet, den Arbeitgeber zu informieren. Nur so kann er entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen und für Sie kann gegebenenfalls ein Beschäftigungsverbot bestehen. Gerade für Arbeitnehmer in Branchen mit starkem Kundenverkehr oder in Krankenhäusern mit immungeschwächten Patienten. Ebenfalls gilt die Informationspflicht für Mitarbeiter, die Lebensmittel im Betrieb verarbeiten oder herstellen, in denen sich gewisse Krankheitserreger besonders schnell vermehren - das gilt beispielsweise für Eis, Geflügel, Keimlinge.

Krank ins Büro: Wie lange die Erkältung auskurieren?

Zunächst einmal ist die Krankschreibung des Arztes eine vorläufige Prognose, wie lange Sie voraussichtlich arbeitsunfähig sein werden. Sie dient dem Arbeitgeber als Nachweis, dass Sie nicht zur Arbeit erscheinen können.

Je nachdem, wie schwer es Sie erwischt hat oder ob Sie einen Rückfall haben, muss eine Krankschreibung unter Umständen verlängert werden. Das heißt aber auch: Sind Sie beispielsweise eine komplette Arbeitswoche krankgeschrieben worden und fühlen sich am dritten Tag bereits wieder gesund, dass Sie vor Ablauf der AU wieder arbeiten gehen.

Um das Arbeiten gehen trotz Krankmeldung existieren diverse Mythen:

  • Bevor der Arbeitnehmer wieder arbeiten geht, braucht er eine Gesundschreibung.

    Falsch! Eine "Gesundschreibung" existiert nicht. Die AU ist wie erwähnt lediglich eine Einschätzung des Arztes,
    das heißt, sind Sie wieder gesund, sind Sie per Arbeitsvertrag zur Arbeitsleistung verpflichtet.

  • Wer trotz Krankschreibung arbeiten geht, verliert seinen Versicherungsschutz.

    Falsch! Der Versicherungsschutz sowohl für die Krankenversicherung als auch für die gesetzliche Unfallversicherung ist absolut gewährleistet, wenn Sie trotz AU arbeiten gehen. Gleiches gilt für den Arbeitsweg: Sie sind auch hier im Falle eines Unfalls abgesichert, ganz gleich, ob mit oder ohne Krankschreibung.

  • Arbeitnehmer haben grundsätzlich ein Recht auf Arbeit, der Arbeitgeber muss sie beschäftigen.

    Falsch! Wenn der Arbeitgeber zu dem Ergebnis kommt, dass Sie eine Gefahr für sich oder Dritte - in dem Fall Ihre Kollegen - sind, dann ist es seine Pflicht, Sie nach Hause zu schicken, ganz gleich, wie gesund Sie sich schon fühlen.

Kranke zu bezahlen, dass sie zuhause bleiben, senkt den Krankenstand

Kollege kommt krank zur Arbeit Erkältung arbeiten oder nicht mit Erkältung ins BüroEs ist ein rein ökonomischer Gedanke: Mitarbeiter dafür zu bezahlen, dass sie im Krankheitsfall zuhause bleiben, senkt den Krankenstand insgesamt - und spart so volkswirtschaftlich mehr Geld als es kostet.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des National Bureau of Economic Research. Allerdings muss man dazu sagen, dass es sich um eine us-amerikanische Studie handelt, und die Mehrheit der Amerikaner kennt keine Krankschreibung bei Lohnfortzahlung.

Dennoch ist der Gedanke dahinter derselbe wie der, krank NICHT ins Büro zu kommen: Wer zuhause bleibt, steckt andere nicht an und erholt sich schneller. Im Fall der US-Studie sank die Anzahl der grippalen Infekte so in kurzer Zeit um sechs Prozent.

7 Dinge die Sie tun können, um gesund zu bleiben

Falls Sie hingegen noch gesund sind, und die Ansteckung eher durch Kollegen oder eine grassierende Grippe-Welle fürchten, dann bleiben Ihnen ebenfalls einige Optionen.

In der Apotheke gibt es zwar allerlei Wundermittel, die Erkältungen vorbeugen sollen. Doch anstatt den Körper mit Medikamenten auf die Erkältungssaison vorzubereiten, bauen Sie lieber die körpereigenen Abwehrkräfte auf. Ein funktionierendes und gestärktes Immunsystem ist immer noch der beste Schutz gegen die Ansteckungsgefahr im Büro.

Damit Sie gesund durch diese Phase kommen, haben wir sieben Tipps, die Ihnen dabei helfen können Ihr Immunsystem zu stärken und die Ansteckungsgefahr im Büro zu reduzieren:

  1. Schlafen Sie ausreichend viel.

    Genügend Schlaf ist für die Abwehrkräfte des Körpers unerlässlich. Nicht umsonst heißt es: Schlaf ist die beste Medizin. Während der Tiefschlafphase regeneriert sich der Körper und stärkt sich für den nächsten Tag. Wenn Sie zu wenig Schlaf bekommen, fehlt die nötige Erholung und Ihr Immunsystem leidet.

  2. Achten Sie auf Ihre Ernährung.

    Essen Sie viel Obst und Gemüse. Vitamin C und auch Zink schützen vor Ansteckung und helfen dem Körper, mit Infekten schneller fertig zu werden. Ihr Immunsystem wird es Ihnen danken.

  3. Halten Sie sich warm.

    Es ist ein Irrglaube, dass man sich erkältet, weil einem kalt ist. Schuld daran sind Erkältungsviren. Aber es ist trotzdem wichtig, Ihren Körper vor der Kälte zu schützen. Denn niedrige Temperaturen belasten das Immunsystem und Sie werden anfälliger für Krankheiten. Halten Sie sich daher auf dem Weg zur Arbeit unbedingt warm. Vermeiden Sie auch, mit nassen Haaren vor die Tür zu gehen. Der Körper gibt viel Wärme über die Kopfhaut ab. Nasse Haare beschleunigen diesen Effekt. Trocknen Sie daher Ihre Haare immer sorgfältig ab, bevor Sie das Haus verlassen und tragen Sie lieber eine Mütze.

  4. Halten Sie Abstand.

    Ja, das ist leichter gesagt als getan. Gerade im Büro, wo man mit Kollegen, Vorgesetzten oder auch Kunden in ständigem Kontakt ist. Doch es gibt trotzdem Dinge, auf die Sie achten können. Auch wenn Sie Ihre Kollegen mögen, sollten Sie bei einer geröteten Nase und Niesen gewarnt sein und auf Küsschen zur Begrüßung verzichten.

  5. Tun Sie sich etwas Gutes.

    Auch Stress und hohe Belastungen machen den Körper anfälliger für eine Erkältung. Entschleunigen Sie Ihren Alltag und gönnen Sie sich auch mal etwas. Zünden Sie sich eine Kerze an und genießen ein gutes Buch und eine Tasse Tee. Gerade im Winter ist auch ein Besuch der Sauna empfehlenswert. Sie stärken Ihre Abwehrkräfte und Ihr Körper kann sich erholen. Wer lieber zuhause bleibt, kann ein heißes Fußbad nehmen. Besonders mit ein paar Tropfen ätherischer Öle können Sie so Ihren Körper stärken.

  6. Vermeiden Sie trockene Heizungsluft.

    Wenn die Temperaturen sinken, werden die Heizungen aufgedreht. Doch die trockene Heizungsluft kann auch das Risiko einer Erkältung erhöhen. Viren können über die Schleimhäute in den Körper gelangen. Heizungsluft trocknet die Schleimhäute aus und senkt so deren Abwehrkräfte. Um dem entgegen zu wirken, sollten Sie eine kleine Schale mit Wasser auf die Heizung stellen. So wird die Luft wieder befeuchtet und das Austrocknen der Schleimhäute bleibt aus. Besser aber ist: viel Frischluft. Gehen Sie öfter spazieren - das steigert sogar die Kreativität.

  7. Waschen Sie sich regelmäßig die Hände.

    Auf Türklinken, Lichtschaltern, Geländern und gerade im Büro Tastaturen machen sich besonders viele Viren breit. Wer es da versäumt, sich regelmäßig die Hände zu waschen, überträgt die Erkältungsviren auf Kurz oder Lang von den Händen auch in den Körper. Doch Händewaschen ist nicht gleich Händewaschen. 20 Sekunden einseifen und gründliches abwaschen müssen es schon sein, um die Hände wirklich zu reinigen. Ansonsten: Hände weg vom Gesicht und den Schleimhäuten.

Optimisten sind gesünder

Erkältung zuhause bleiben oder arbeiten wie lange auskurieren wie lange krankschreibenKaum zu glauben, aber auch positives Denken trägt nachweislich dazu bei, die Immunabwehr zu stärken und Infekte der oberen Atemwege zu vermeiden, insbesondere in Stresssituationen. Forscher um Heiko Schulz von der Roehampton Universität in London und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf haben herausgefunden, ob jemand eine Erkältung bekommt oder nicht, hängt auch davon ab, wie optimistisch einer denkt.

In dem konkreten Fall hatten die Wissenschaftler 80 Studenten in Examensnähe, also kurz vor und während ihren Prüfungen untersucht - ihre Lebenseinstellung, den aktuellen Stresslevel, das Selbstbewusstsein und natürlich den Gesundheitszustand.

Dabei zeigte sich, dass gerade die psychische Verfassung, eine optimistische Einstellung und ein gesundes Selbstvertrauen das Immunsystem stärkten und damit das Infektionsrisiko senkten. Erst recht bei hoher Belastung.

Kollege kommt krank zur Arbeit: Was Sie ihm NICHT sagen sollten

Sollte der Kollege dann doch mal schwer krank durch die Flure schleichen, ist die Versuchung bei den anderen groß, etwas Mitfühlendes dazu zu sagen. Grundverkehrt ist es nicht - aber oft auch schlicht gelogen oder nur so dahin gesagt. Was beide eigentlich auch wissen. Das darf und sollte man sich sparen, nach dem Motto: Hätte er doch besser geschwiegen...

Folgende Sätze sollte man NICHT zum kranken Kollegen sagen:

  • Wie kann ich helfen?

    Warum Sie das nicht sagen sollten: Sind Sie Arzt? Dann können Sie einem Kranken, erst recht einem schwer Erkrankten sowieso nicht helfen. Also tun Sie bitte auch nicht so.

  • Hast du schon mal "Quatschizin forte" probiert?

    Warum Sie das nicht sagen sollten: Weil Sie kein Arzt sind (siehe Punkt 1) und keine Ahnung haben, wovon Sie reden.

  • Alles wird gut.

    Warum Sie das nicht sagen sollten: Weil das eine hohle Phrase ist und noch schlimmer: in den Ohren des Kranken purer Hohn.

  • Wie geht's uns heute?

    Warum Sie das nicht sagen sollten: Weil es Ihnen bestimmt anders geht, als dem Kollegen. Weil es Sie in den schlimmen Details doch gar nicht wirklich interessiert.

  • Du siehst gut aus.

    Warum Sie das nicht sagen sollten: Weil das ein Spruch ist, gelogen, Darum.

Was Sie dagegen sagen können:

  • Gute Besserung!

    Vor allem wenn es ehrlich und genau so gemeint ist.

[Bildnachweis: Dean Drobot by Shutterstock.com]

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