7 Dinge, die unglückliche Menschen falsch machen
"Was schief gehen kann, wird auch schief gehen" - Murpheys Gesetz, das ist das Credo von pessimistischen und unglücklichen Menschen. Rückschläge und Niederlagen gehören leider zum Leben. Doch jeder Mensch geht anders damit um. Die einen sind Stehaufmännchen. Sie kann nichts erschüttern. Obwohl sie unter der Niederlage leiden, lassen sie sich nicht entmutigen. Sie bleiben optimistisch und haben genug Selbstbewusstsein, auch weiterhin ihre Ziele in Angriff zu nehmen. Wenn man dem Stehaufmännchen Steine in den Weg legt, baut es ein Haus daraus. Die anderen sind Schwarzseher. Sie können schlecht mit Niederlagen umgehen und nehmen diese sehr persönlich. Schwarzsehern fällt es besonders schwer weiterzumachen. Unbewusst tragen sie mit ihrem Verhalten dazu bei, unglücklich zu sein. Sieben Dinge, die unglückliche Menschen falsch machen...

Was macht glücklich?

Ist es viel Geld? Sind es schöne Dinge? Sind es die Menschen, die einen umgeben? Die Antwort auf diese Frage ist meistens sehr individuell. Der Wirtschaftswissenschaftler Richard Easterlin verglich 1974 die Ergebnisse aus Umfragen über Zufriedenheit mit dem Wirtschaftswachstum in verschiedenen Ländern. Dabei stellte er fest, dass ein steigendes Einkommen nicht automatisch einen Anstieg der Zufriedenheit bedeutete. Damit konnte Easterlin zeigen, dass Geld allein nicht glücklich macht.

Obwohl es keine allgemeingültige Glücksformel gibt, haben Glücksforscher folgendes herausgefunden: Wer glaubt, in seinen Entscheidungen frei zu sein und deshalb sein eigenes Glück in der Hand zu haben, ist meist glücklicher. Selbstbestimmtes Handeln ist also ein entscheidender Faktor.

25 Dinge, die glücklich machen

  1. Lächeln. Unserem Gehirn ist es egal, ob wir aus Freude oder grundlos lächeln. Die daran beteiligten Muskeln (Für ein Lächeln benötigen wir übrigens weit weniger Muskeln als für eine missmutige Miene) signalisieren den grauen Zellen so oder so, dass gegrinst wird, woraufhin diese Glückshormone freisetzen. Diese wirken wiederum entzündungshemmend, schmerzstillend sowie Angst lösend und verbessern die Wahrnehmung.
  2. Umstellen. Schon kleine Veränderungen in unserem Umfeld (Schreibtisch aufräumen, Aufgaben sortieren, organisieren) oder unseren Gewohnheiten aktivieren unsere Kreativkräfte – und verbessern unsere Stimmung. Nicht zuletzt, weil Sie hinterher zufrieden feststellen, etwas produktives geleistet zu haben.
  3. Selbstgespräche führen. Zum Einen können Selbstgespräche, das haben Wissenschaftler ermittelt, die eigene Leistungsfähigkeit enorm steigern, Ablenkungen und Störgeräusche ausblenden sowie helfen, Probleme schneller und besser zu lösen. Zum anderen bauen sie Stress ab, reduzieren Aggressionen und sorgen für einen differenzierteren Blick und mehr Klarheit im Geist. Das hat unter anderem der US-Psychologe Thomas Brinthaupt in seinen Untersuchungen nachgewiesen.
  4. Bewegen. Bewegung ist die beste und natürlichste Medizin gegen Stress und miese Laune. Physische Aktivitäten halten Sie nicht nur körperlich fit. Wer seinen Körper bewegt, setzt Endorphine frei, baut Stresshormone ab und schafft Distanz zu den Problemen des Alltags.

Viele weitere Anregungen finden Sie in unserem großen Ratgeber-Artikel zum Thema Glück.

Anleitung zum Unglücklichsein: Was unglückliche Menschen falsch machen

igor.stevanovic/shutterstock.comWas glücklich macht, fragen sich Forscher und Philosophen bereits seit Jahrhunderten. Doch mindestens ebenso interessant ist die andere Seite der Medaille. Hierzu muss man die Frage nur umdrehen: Was macht eigentlich unglücklich? Auch hier zeigt sich, dass nicht nur die materiellen Dinge betrachtet werden dürfen. Wir haben sieben Dinge aufgelistet, die unglückliche Menschen falsch machen:

  1. Sie brauchen ständig die Bestätigung von anderen

    Wer etwas tut, nur um dafür Applaus einzuheimsen, macht sich abhängig von der Bestätigung der anderen. Etwas ist nur gut und gelungen, weil jemand anderes gesagt hat, dass es so ist. Bleibt diese Bestätigung aus, sinkt das Selbstvertrauen. Hält man sich jedoch selbst für einen wertvollen Menschen, geht man ausgeglichener und glücklicher durchs Leben.

  2. Sie müssen immer die Kontrolle haben

    Eines der menschlichen Grundbedürfnisse ist das Bedürfnis nach Sicherheit. Doch manche Menschen übertreiben es damit und versuchen krampfhaft jedes Detail in Ihrem Leben zu kontrollieren. Damit hoffen Sie, Niederlagen und Rückschläge auch kontrollieren zu können. Doch leider funktioniert das nicht. Von John Lennon stammt das schöne Zitat "Life is what happens while you are busy making other plans." Wer sich zu sehr an seine Pläne klammert, wird unglücklich, wenn sich die Dinge ändern und kann sich auf Veränderungen nicht einstellen.

  3. Sie sehen nur die negativen Seiten

    Das ist die Spezialität von Schwarzsehern: In allem sehen sie das Negative. Über alles und jeden wird genörgelt. Kommt man morgens in den Stau, war das von vornherein klar. Natürlich hat jeder mal schlechte Laune, doch wer sich nur darauf versteift, zieht andere runter. Viel zu häufig beschwert man sich, jedoch ohne sich zu bemühen, etwas zu ändern.

  4. Sie wollen es allen Recht machen

    Bloß nicht anecken, jeder muss einen mögen - wer sich dieses Ziel gesetzt hat, muss sich früher oder später selbst verbiegen. Es wird immer jemanden geben, dem es nicht passt, was Sie tun oder wie Sie es tun. Sie entscheiden, wessen Meinung zählt und wessen nicht. Wer in seinen Überzeugungen gefestigt ist, wird nicht so schnell aus der Bahn geworfen.

  5. Sie vergleichen sich ständig mit anderen

    Der Nachbar fährt das bessere Auto, der Kollege hat das schönere Büro, der Freund verdient mehr - wer sich andauernd mit seinem Umfeld vergleicht, wird von seinem Neid zerfressen. Man konzentriert sich dann viel zu sehr auf die anderen und nicht auf die eigenen Ziele und Träume. Will ich überhaupt den Job, den mein Freund hat? Im Vergleichswahn vergisst man allzu schnell, sich solche Fragen zu stellen.

  6. Sie hängen in der Vergangenheit fest

    Die Frage "Was wäre wenn" kann zu einer quälenden Last werden. Was wäre, wenn ich keine Absage bekommen hätte? Was wäre, wenn ich nicht gekündigt worden wäre? Darüber nachzudenken, welche Gründe es für eine Niederlage gegeben hat, ist sinnvoll, um aus Fehlern zu lernen. Doch danach muss das Grübeln darüber aufhören, denn ansonsten findet man nicht den Mut, etwas Neues zu versuchen. Wer sich zu sehr an Fehlern in der Vergangenheit festklammert, verpasst Chancen.

  7. Sie messen Geld eine zu große Bedeutung zu

    Klar, Geld eröffnet Möglichkeiten. Das Leben lässt sich mit genügend Geld deutlich schöner gestalten, als ohne. Doch wie Easterlin bereits rausfand, macht Geld allein nicht glücklich. Das trifft auch im Bezug auf den Job zu. Wir haben unsere Leser gefragt, was wichtiger ist, Gehalt, Arbeitsklima oder Arbeitszeit. Rund 70 Prozent der Befragten halten Arbeitsklima für den entscheidenden Faktor, um zufrieden im Job zu sein. Wer seinen Job nur des Geldes wegen macht, wird damit nicht glücklich.

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