8 Zeichen, dass Sie alles richtig machen

In einer Leistungsgesellschaft wie der deutschen fokussieren viele Menschen häufig das Negative. Was läuft nicht gut? Habe ich die Warnzeichen auch im Blick? Ist mein Job in Gefahr? Das ist einerseits verständlich, denn in unsicheren Zeiten oder krisengeschüttelten Branchen ist es wichtig, rechtzeitig und adäquat reagieren zu können. Andererseits lässt es einen unentspannt werden. Sie entwickeln einen Tunnelblick und nehmen nicht mehr wahr, was tatsächlich gut läuft. 8 Zeichen, dass Sie alles richtig machen

8 Zeichen, dass Sie alles richtig machen

Warum wir uns auf Negatives konzentrieren

Allen Zynikern zum Trotz sei gesagt: Es ist evolutionsbiologisch im Menschen angelegt, dass wir uns auf Probleme und Unglücke konzentrieren. Die Psychologie hat dafür den Begriff des katastrophischen Gehirns geprägt, welches uns vor Gefahren schützen sollte.

Wer im Job also vorrangig nach Anzeichen dafür sucht, dass die Dinge sich nicht so gut entwickeln, muss kein besonders negativer Mensch sein. Aber er ist vorsichtiger als jemand, der naiv in den Tag hineinlebt und den eine Kündigung aus heiterem Himmel trifft.

Oftmals ist es eine Mischung aus Gründen, dass wir eher nach Zeichen suchen, die auf ein Scheitern hindeuten als auf Zeichen, dass wir alles richtig machen:

  • Schutz vor Enttäuschung

    Wer sich immerzu mit Problemen beschäftigt, den treffen tatsächliche Hiobsbotschaften nicht völlig unvorbereitet. Sicherlich kennen Sie auch so einen Pessimisten in Ihrem Bekannten- oder Kollegenkreis, der ständig ruft: Hab ich es euch nicht gesagt?

  • Erweiterung von Handlungsoptionen

    Jemand, der ein aufmerksamer Beobachter ist und kleine Veränderungen bemerkt, kann entsprechend früh Gegenmaßnahmen ergreifen. Steht zu befürchten, dass eine Abteilung geschlossen wird und Sie unter den gekündigten Mitarbeitern sein werden, können Sie noch vor der offiziellen Bekanntmachung Bewerbungen schreiben.

  • Gelerntes Verhalten

    Daneben trägt ein großes Minderwertigkeitsgefühl dazu bei, dass Menschen sich und ihr Verhalten häufig auf Fehler untersuchen. Genährt wird dies oft aus negativen Erfahrungen und Zuschreibungen in der Kindheit.

  • Arbeitsethos in Deutschland

    Wie eingangs erwähnt, ist die Vorstellung von Arbeit in Deutschland eine andere. Viele Menschen definieren sich hierzulande über ihren Beruf. Für sie wäre Arbeitslosigkeit eine Katastrophe, die es um jeden Preis zu vermeiden gilt.

8 Zeichen, dass Sie alles richtig machen

Ein weiterer Grund, der Arbeitnehmer ins Grübeln bringt: Der Chef gibt ihnen kein positives Feedback. Oder nicht in dem Umfang, wie Sie es bräuchten. Das muss aber gar nichts bedeuten. Wenn alles gut läuft, besteht kein Grund zur Klage und reibungslose Abläufe werden schnell als selbstverständlich erachtet.

Aber es gibt eine Reihe von Faktoren, die Ihnen signalisieren, dass Sie gute Arbeit leisten. Dazu gehören zentrale Persönlichkeitsmerkmale und eben die Art und Weise, wie Sie arbeitstechnisch vorgehen. Es sind diese xx Zeichen, dass Sie alles richtig machen:

  • Problemlösungskompetenz

    Es gibt Menschen, die nahezu ausschließlich Probleme sehen. Solche Menschen sind anstrengend, erst recht für den Vorgesetzten, der oftmals Wichtigeres zu tun hat, als sich um Banalitäten zu kümmern. Aber selbst wenn es sich um wichtige Themen handelt, wird Ihr Chef jemanden zu schätzen wissen, der Probleme lösen kann und ihn nicht ständig für solche Dinge konsultiert.

    Nicht selten kreisen Meetings um die Lösung von Problemen. Dabei könnte die Dauer um 75 Prozent reduziert werden, wenn alle Beteiligten sich angewöhnen würden, bereits im Vorfeld mögliche Lösungen zu entwickeln, so dass im Meeting die Zeit für Verbesserungen oder Anmerkungen anderer Art genutzt werden können. Sind Sie so jemand, der eher mit Lösungsvorschlägen und Ideen statt Problemen kommt?

  • Standhaftigkeit

    Sie können Ihrem Vorgesetzten Ihre Meinung sagen, ohne negative Konsequenzen zu fürchten? Das zeugt nicht nur von einem gewissen Selbstbewusstsein, sondern erfordert auch Standhaftigkeit. Selbstverständlich sind hier keine Schimpftiraden gemeint. Aber in einem Widerspruch können wertvolle Hinweise stecken.

    Jeder kennt das: Dinge werden nur aus einer Perspektive betrachtet und erscheinen einem selbst sinnvoll. Umso wichtiger kann beispielsweise in der Produktentwicklung oder im Umgang mit schwierigen Kunden eine andere Sichtweise sein. Natürlich gehört dazu auch Mut. Beispielsweise der Mut, nein zu sagen.

    Das ist gerade dem Chef gegenüber nicht ganz einfach, ist zeitweilig dennoch notwendig. Dann nämlich, wenn Sie bereits in Überstunden ersticken und er Ihnen noch etwas „mal eben“ aufbürden will. Des Rätsels Lösung:

    Sagen Sie ja und weisen Sie gleichzeitig auf die Konsequenzen hin. Nämlich dass Sie dafür die Arbeit an einem anderen Projekt zurückfahren oder niederlegen müssten. Fragen Sie explizit nach, ob das erwünscht ist, so helfen Sie beiden.

  • Priorisierung

    Das moderne Berufsleben hat viele Anforderungen an den Arbeitnehmer, häufig müssen Familie und Beruf unter einen Hut gebracht werden. Dazu kommen viele Ablenkungen am Arbeitsplatz: Lärmendes Umfeld, klingelnde Telefone, eingehende Nachrichten im Mailaccount, Internet, Smartphone, soziale Medien…

    All diese Dinge können bis zu einem gewissen Grad notwendig, aber auch Zeitfresser sein. Sie führen dazu, dass Sie sich nicht mehr konzentrieren können und ständig aus dem Arbeitsprozess herausgerissen werden. Gleichzeitig fällt es einigen Menschen schwer zu priorisieren. Andersherum laufen die Dinge reibungslos im Job, wer gut Wichtiges von Unwichtigem trennen und Ablenkungen beiseite schieben kann.

    Prioritäten setzen können Sie beispielsweise mit dem Eisenhower-Prinzip.

  • Planung

    Sie planen selbst die außergewöhnlichen Aufgaben. Dank guter Priorisierung haben Sie Ihre Arbeit im Griff. Das Geheimnis Ihres Erfolgs: Sie greifen Kollegen unter die Arme. Das nennt sich Kollegialität. Und die zahlt sich für gewöhnlich aus; sollten Sie überraschenderweise einen Engpass haben, wird sich ein dankbarer Kollege an Ihre Hilfe erinnern.

    Allerdings wissen Sie, dass es wichtig ist, dass diese Hilfsbereitschaft zu Ihren Bedingungen geschieht, wenn Sie ein Zeitfenster haben. Wer sofort springt, läuft Gefahr ausgenutzt zu werden.

  • Pensum

    Sie werden Sie nicht müde, sich neue Bereiche zu erschließen und Ihr Chef kommt immer mit neuen Aufgaben? Gut so, denn Sie lernen dabei. Für Sie mag es eine Möglichkeit sein, einer allzu großen Routine zu entgehen. Gleichzeitig macht es Sie für den Arbeitgeber attraktiver, da Sie vielseitig einsetzbar sind. Es ist ein Vertrauensbeweis und gleichzeitig ein Lob, wenn Ihr Aufgabenbereich nicht nur vom Umfang her wächst, sondern auch von der Verantwortung her.

  • Neugier

    Gehören Sie zu den Menschen, die wissbegierig darauf sind, neue Dinge zu erfahren? Die sich auch privat für ihren Job interessieren? Denn so stellen Sie sicher, dass Sie am Ball bleiben, Entwicklungen in der Branche mitbekommen. Das kann beispielsweise in Weiterbildungen münden.

    Lebenslanges Lernen – ganz gleich, ob privat oder im Job – hilft Ihnen dabei, Ihre Kreativität zu pflegen. Setzen Sie es gezielt in der beruflichen Weiterbildung ein, kann es Sie zum unverzichtbaren Experten und somit wertvollen Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen machen.

  • Zuverlässigkeit

    Menschen werden nach dem beurteilt, was sie tun, nicht was sie sagen. Ein Zeichen, dass Sie alles richtig machen, ist ein hohes Maß an Zuverlässigkeit. Lügen und Manipulation sind Ihnen ein Gräuel, Ihre Kollegen und Freunde wissen, dass sie sich auf Sie und Ihre Informationen verlassen können. Da Sie planvoll mit Ihrer Zeit umgehen, halten Sie Deadlines und Vorgaben ein. Das hat Ihnen das Vertrauen vieler Menschen eingebracht und Sie enttäuschen es nie.

  • Netzwerk

    Wie erfolgreich Sie sind, hängt von Ihrem Umfeld ab. Wer vor allem toxische Menschen um sich herum hat, wird in seiner Entwicklung gebremst werden. Dabei liegt es an Ihnen, wie viel Raum Sie diesen Menschen einräumen. Sicher, seine Verwandtschaft kann man sich nicht aussuchen.

    Seine Freunde hingegen schon. Netzwerken bedeutet, dass Sie sich mit Menschen umgeben, die dieselben Ziele verfolgen. Die Ihnen vielleicht auch kritische Rückmeldungen geben, die Sie jedoch voranbringen. Es bedeutet ebenfalls, sich einzubringen, Interesse zu zeigen, ebenfalls Unterstützung anzubieten. Ein sicheres Indiz für Ihren beruflichen Erfolg ist, wenn Menschen versuchen, sich mit Ihnen zu verbinden.

[Bildnachweis: Zoom Team by Shutterstock.com]
5. Januar 2018 Autor: Anja Rassek

Anja Rassek studierte u.a. Germanistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Sie arbeitete danach beim Bürgerfunk und einem Münsteraner Verlag. Bei der Karrierebibel widmet sie sich Themen rund ums Büro, den Joballtag und das Studium.

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