Bruce Lee: Seine 7 besten Lektionen über den Erfolg

Bruce Lee – hört man diesen Namen, denkt man unweigerlich an Kampfkunst, Kung Fu und Filme wie „Der Mann mit der Todeskralle“. „Lee Jun-Fan“ – wie Bruce Lee eigentlich heißt – war Schauspieler, Kampfkunst-Ausbilder und Ikone zugleich. Noch heute wird er als „König des Martial-Arts-Films“ gefeiert und gilt für viele als größter Kampfkünstler des 20. Jahrhunderts.

Seine Filme wie „Todesgrüße aus Shanghai“ oder die Todeskrallen-Sequels machten ihn international bekannt. Sie überzeugten nicht nur durch beeindruckende Kampfszenen, sondern auch durch Lees famoses Charisma. Aus dem Leben und Wirken des Bruce Lee lässt sich aber noch mehr lernen – vor allem über Erfolg…

Bruce Lee: Seine 7 besten Lektionen über den Erfolg

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Bruce Lee: Der Schauspieler, die Legende

Als „Lee Jun-fan“ oder chinesisch „Lǐ Zhènfán“ wird Bruce Lee 1940 in San Francisco geboren. Bereits wenig später zieht seine Familie nach Hongkong, das damals von Japan besetzt war. Die japanische Besetzung prägte Bruce Lee schon in dessen jungen Jahren. Lees Mutter soll davon erzählt haben, wie er im Alter von nur fünf Jahren die Fäuste gegen die japanischen Kampfflieger gerichtet haben soll.

Bruce Lee: Die Kindheit

Überhaupt besaß Bruce Lee als Kind ein recht kämpferisches Naturell: Zwar wuchs Lee in einem wohlhabenden und privilegierten Umfeld auf. In der Schule wurde er aber aufgrund seiner geringen Größe und insbesondere seiner Herkunft von seinen Mitschülern gehänselt, und es kam zu einigen Schlägereien. Um sich wehren zu können, begann er schließlich Kampfkunstechniken zu erlernen. Sein erster Lehrer war sein Vater Lee Hoi Chuen – ein führender Schauspieler in der kantonesischen Oper und in regionalen Filmen. Später wurde sein Lehrer der berühmte Yip Man, einer der bekanntesten Meister des Wing Chun Kung Fu. Er trainierte ihn fünf Jahre lang. Lee lernte Kung Fu, Taekwondo und entwickelte später seinen eigenen Stil: den Jeet Kune Do.

Bruce Lee: Die Karriere

An der Universität von Washington studierte Bruce Lee schließlich Schauspiel, Psychologie und Philosophie. Seine Rolle in der Serie „Die grüne Hornisse“ sollte der Anfang einer großen Filmkarriere sein, die ihn in den USA und schließlich weltweit berühmt machte.

Bei den Dreharbeiten zu „Der Mann mit der Todeskralle“ erlitt Lee am Nachmittag des 10. Mai 1973 allerdings einen Zusammenbruch und wurde mit Schüttelkrämpfen ins Krankenhaus gebracht. Nach eingehender Untersuchung in Hongkong und anschließend auch in Los Angeles diagnostizierten die Ärzte ein Hirnödem und einen epileptischer Anfall. Mit einigen Medikamenten im Gepäck kehrte Bruce Lee schließlich wieder an das Filmset nach Hongkong zurück, um den Film fertig zu stellen. Doch es kam anders…

Bruce Lee: Der Tod

Nach einem anstrengenden Tag und nach der Einnahme eines Schmerzmittels wurde Lee erneut bewusstlos ins Queen Elisabeth Hospital in Hongkong eingeliefert. Alle Wiederbelebungsversuche scheiterten. Bruce Lee starb 1973 im Alter von nur 32 Jahren. Offiziell an einer Hirnschwellung, ausgelöst durch eine allergische Reaktion auf das Schmerzmittel. Sein Tod gibt dennoch bis heute Rätsel auf.

Bruce Lee hinterließ damals Frau und zwei Kinder (Sohn Brandon Bruce Lee, 1993 ebenfalls verstorben und Tochter Shannon Emery Lee). Bei seiner Beisetzung in Seattle auf dem „Lake View Friedhof“ gehörten zu seinen Sargträgern berühmte Schauspieler wie Steve McQueen oder James Coburn. Viele pilgern zudem bis heute an sein Grab. Ein Denkmal setzte dem Schauspieler übrigens auch die Regie-Legende Quentin Tarantino in seinem Film „Once Upon A Time In Hollywood“. Dort übernahm die Rolle des Bruce Lee der Martial-Arts-Darsteller Mike Moh.

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Bruce Lee Lektionen: Be water, my friend!

Bruce Lee war nicht nur ein Grenzgänger zwischen Kampfkunst und Antikolonialismus. Der „Drache“ entwickelte auch zahlreiche philosophische Gedanken. Darunter zum Beispiel die berühmte Aufforderung: „Be water, my friend!“ Der Gedanke dahinter: Nicht Härte siegt, sondern das Konzept des Wassers: Weichheit, Flexibilität, Anpassungsfähigkeit, die das Harte umspielen, seine Kraft aufsaugen und schließlich besiegen. Auch sonst lässt sich viel von dem Ausnahmetalent lernen. Wir haben daher neun Zitate von Bruce Lee ausgewählt, die sein Verständnis von Erfolg widerspiegeln und aus denen man Erkenntnisse für die eigene Umsetzung gewinnen kann:

Fordern Sie sich selbst immer wieder heraus

Es gibt keine Grenzen. Es gibt steile Berge, doch diese gilt es zu überwinden. Ein Mann muss regelmäßig über sich hinauswachsen.

Wer vor einer großen Herausforderung steht, ist erst einmal überfordert. Die Hürden erscheinen unüberwindbar. Doch statt das Handtuch zu werfen, gehen Sie Schritt für Schritt vor. Fordern Sie sich selbst dazu heraus immer ein Stück weiter zu gehen, die nächste Stufe zu erklimmen. ➠ Mehr dazu: Lernphasen: Lernen von Plateau zu Plateau

Sehen Sie Niederlagen als einen Schritt zum Erfolg

Fürchte nicht die Niederlagen. Es ist kein Verbrechen zu scheitern, sondern es gar nicht erst versucht zu haben.

Eine Idee hat nicht funktioniert, ein Projekt ist schief gelaufen, die Selbstständigkeit hat nicht geklappt – wer scheitert fühlt sich als Versager. Fälschlicherweise schämen sich viele Menschen für Ihre Niederlagen. Völlig zu Unrecht, findet Bruce Lee. Wer ein Risiko eingeht, läuft auch Gefahr zu scheitern. Viele Menschen lassen sich von ihrer Angst zu Versagen davon abhalten, überhaupt erst zu versuchen Ihre Ideen und Pläne in die Tat umzusetzen. „Ich würde gerne ein Buch schreiben“, „Ich würde gerne ein Unternehmen gründen“ und letztlich ist das Ende vom Lied „Doch was ist, wenn es nicht klappt?“ Sie sind dieses Risiko eingegangen und dazu gehört eine Menge Mut. Statt sich Vorwürfe zu machen, können Sie stolz auf Ihren Mut sein. ➠ Mehr dazu: Niederlagen bewältigen: Misserfolge nutzen

Wer richtig gut werden will, muss üben, üben, üben

Ich fürchte nicht den Mann, der 10.000 Kicks einmal geübt hat, aber ich fürchte mich vor dem, der einen Kick 10.000 Mal geübt hat.

Es braucht nicht nur 10.000 Kicks, sondern laut US-Psychologe Anders Ericsson 10.000 Stunden Fleiß, harte Arbeit und Disziplin, um in einer Sache Weltklasse zu werden. Diese nicht ganz unumstrittene Erkenntnis nannte er die „10.000-Stunden-Regel“. ➠ Mehr dazu: 10.000-Stunden-Regel: Macht Übung Meister?

Üben Sie sich in Geduld

Besser langsam und richtig als schnell und falsch.

Wir leben in einer Welt, in der alles „jetzt“ und „sofort“ passieren soll. Niemand hat mehr Zeit, alles geschieht in Hektik und Stress. In der Folge werden Dinge überhastet und voreilig durchgeführt, wodurch Fehler gemacht werden. Halten Sie sich an die Worte von Bruce Lee oder halten Sie es mit einem bekannten deutschen Sprichwort: Gut Ding will Weile haben. ➠ Mehr dazu: Geduld: So profitieren Sie von der Tugend

Kennen Sie Ihre Stärken und Schwächen

Jede Art von Wissen bedeutet letztendlich Selbsterkenntnis.

Die Basis für Selbstbewusstsein ist seine Stärken zu kennen und ein positives Selbstbild zu haben. Selbstbewusstsein zu haben, bedeutet sich seiner selbst bewusst zu sein. Das hat Bruce Lee immer wieder selbst (vor-)gelebt. Das Fundament dafür sind drei Fragen: Wer bin ich? Was kann ich? Was bin ich wert? Wer seine Stärken und Schwächen kennt, dem fällt es leichter Kritik nicht persönlich zu nehmen und über sich selbst lachen zu können. ➠ Mehr dazu: Selbsterkenntnis: Wissen Sie, wer Sie wirklich sind?

Interpretieren Sie Kritik richtig

Wenn du kritisiert wirst, dann musst du irgendetwas richtig machen. Denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat.

Kritik ist nicht immer angenehm. Sie fühlen sich angegriffen, unfair behandelt und hinterfragen sich selbst. Das Zitat von Bruce Lee zeigt: Gehen Sie dabei nicht zu hart mit sich selbst ins Gericht. Es gibt immer jemanden, dem Sie es nicht recht machen können und der falsch findet, was Sie tun. Vielmehr können Angriffe auch zeigen, dass Sie auf dem richtigen Weg sind und Neider auf Sie aufmerksam geworden sind. ➠ Mehr dazu: Mit Kritik umgehen: Tadel verpflichtet

Leben Sie im Hier und Jetzt

Das Leben ist dazu da, um gelebt und nicht um ‚begriffen‘ zu werden.

Die Frage „Was wäre wenn“ kann zu einer quälenden Last werden. Was wäre, wenn ich keine Absage bekommen hätte? Was wäre, wenn ich nicht gekündigt worden wäre? Darüber nachzudenken, welche Gründe es für eine Niederlage gegeben hat, ist sinnvoll, um aus Fehlern zu lernen. Doch danach muss das Grübeln darüber aufhören, denn ansonsten findet man nicht den Mut, etwas Neues zu versuchen. Wer sich zu sehr an den Fehlern der Vergangenheit festklammert, verpasst Chancen. ➠ Mehr dazu: Achtsamkeit: Definition, Vorteile, Übungen

Stellen Sie Ihr Licht nicht unter den Scheffel

Wenn du dich selbst zum Esel machst, gibt es immer jemanden, der bereit ist auf dir herumzureiten.

Wer sich selbst klein macht, wird von seinem Chef und seinen Kollegen auch entsprechend behandelt. Gerade im Job gibt es immer wieder Situationen, in denen man selbstbewusst für sich selbst einstehen muss. Bruce Lee tat das – am Set genauso wie beim Aufbau seiner Kampfkunst-Schulen. Denn Respekt fliegt einem nicht einfach so zu, diesen muss man sich erarbeiten. ➠ Mehr dazu: Selbstvermarktung: Richtige Eigenwerbung!

Lernen Sie Veränderungen anzunehmen

Werde formlos, gestaltlos – wie Wasser. Wenn man Wasser in eine Tasse gießt, wird es zur Tasse. Gießt man Wasser in eine Teekanne, wird es zur Teekanne. Wasser kann fließen und schmettern. Sei Wasser, mein Freund.

Im klassischen Sinn beschreibt der Begriff der Anpassungsfähigkeit zunächst einmal Menschen, die in der Lage sind, sich auf neue Anforderungen ihrer Umwelt einzustellen. Die gute Nachricht: Flexibiliät, Geschmeidigkeit und Improvisation sind aber keine übernatürlichen Gaben. Vielmehr beruhen sie auf Verhaltensmustern, die sich jeder ab- beziehungsweise antrainieren kann. Dazu bedarf es den Willen und den Mut Veränderungen anzunehmen. Folgen Sie also der Aufforderung von Bruce Lee: „Sei Wasser, mein Freund!“ ➠ Mehr dazu: Improvisieren lernen: Der Schlüssel zum Erfolg

Download: Die Weisheiten von Bruce Lee

Wer sich den Kampfesmut und die Disziplin von Bruce Lee zum Vorbild nehmen möchte – sei es beim Training einer Sportart oder in der Berufskarriere – sollte täglich einen Blick auf seine Weisheiten werfen, um diese zu verinnerlichen. Darum haben wir diese für Sie noch einmal hier in einer PDF-Datei zusammengefasst: kostenlos zum Herunterladen, ausdrucken und aufhängen.


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Darum ist Bruce Lee ein gutes Vorbild

Neben den Zitaten und Lektionen, gibt weitere Gründe, warum Bruce Lee ein gutes Vorbild ist: Auf seinem Weg zum Erfolg hat er immer wieder bewiesen, worauf es ankommt, um es nach oben zu schaffen. Als Kampfkünstler und Schauspieler braucht es ohnehin große Belastbarkeit und Motivation, doch nicht nur an seiner erfolgreichen Karriere mit bekannten Filmen sollten Sie sich orientieren. Abschließend liefern wir Ihnen deshalb vier Dinge, die Sie aus dem Leben von Bruce Lee lernen sollten:

  • Er hat sich verändert und entwickelt
    Die Schule wegen schlechter Noten wechseln müssen, mit anderen Teenagern prügeln und nach einem Straßenkampf sogar von der Polizeit aufgegriffen werden – die frühen Jahre waren nicht unbedingt ruhmreich. Doch hat Bruce Lee sich verändert, weiterentwickelt und aus Fehlern gelernt. Er hat seinen Highschool-Abschluss nachgeholt und ein Studium der Schauspielerei, Philosophie und anderer Fächer begonnen.
  • Er hat Schwierigkeiten überwunden
    Trotz wohlhabendem Elternhaus musste Bruce Lee zahlreiche Schwierigkeiten überwinden. Der Ärger mit anderen Schülern aufgrund seiner Abstammung, der Neustart in den USA, wo er mit wenig Geld und Gelegenheitsjobs seinen Unterhalt finanzieren musste. Er schreckte nie vor Herausforderungen zurück, sondern hat sich diesen gestellt, sie überwunden und ist daran gewachsen. Eine Einstellung, die jeden im Leben voranbringt.
  • Er lernte von einem Mentor
    Bruce Lee brachte sicherlich großes Talent und die nötige Leidenschaft für Kampfkunst mit, wirklich erlernen konnte er die Fähigkeiten jedoch erst durch die jahrelange Betreuung durch seinen Mentor und Trainer Yip Man. Ob es konkrete Fähigkeiten sind oder ob Sie von den Erfahrungen profitieren – ein Mentor bietet viele Vorteile, die Sie nutzen sollten.
  • Er hat etwas eigenes entwickelt
    Bei Bruce Lee denken die meisten wohl sofort an Kung Fu, genauer gesagt Wing Chun Kung Fu, in der Lee als Meister galt. Er hat aber nicht nur bestehende Kampfkünste gelernt und perfektioniert, sondern eine eigene entwickelt: das Konzept Jeet Kune Do, in dem verschiedene Techniken aus fernöstlicher Kampfkunst, aber auch westlichen Stilen wie Boxen oder Fechten kombiniert werden. So hat Bruce Lee vorgemacht, was auch Sie sich zu Herzen nehmen sollten: Nehmen Sie nicht nur an, was bereits da ist, sondern schauen Sie immer über den Tellerrand und suchen Sie nach Möglichkeiten, Ihr eigenes Ding zu machen. Das erweitert langfristig den eigenen Horizont.

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[Bildnachweis: neftali by Shutterstock.com]
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29. Oktober 2020 Jochen Mai Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Der Autor mehrerer Bücher doziert an der TH Köln und ist gefragter Keynote-Speaker, Coach und Berater.


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