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Gehaltserhöhung nach Probezeit: Wie viel Prozent?

Der erfolgreiche Abschluss der Probezeit ist Grund zur Freude: Nach dem Übernahmegespräch wissen Sie, dass Sie fest angestellt werden. Der Ritterschlag der Festanstellung könnte ein Argument für eine Gehaltserhöhung nach der Probezeit sein. Aber ist das wirklich so – und wie viel können Sie dabei fordern und heraushandeln? Hier erfahren Sie, was Sie zur Gehaltserhöhung nach der Probezeit wissen müssen…

Gehaltserhöhung nach Probezeit: Wie viel Prozent?

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Mehr Gehalt nach der Probezeit: Geht das?

Das Gehalt nachverhandeln ist nie verboten, sondern Ihr gutes Recht! Wer es hierbei allerdings übertreibt, belastet das Arbeitsverhältnis und wirkt schnell unmotiviert und gierig. Denn mit dem Unterzeichnen des Arbeitsvertrags VOR Beginn der Probezeit haben Sie schon ein Gehalt ausgehandelt – typischerweise ein Jahresgehalt. Das ist ein wesentlicher Teil des Vertrages, ebenso die Probezeit, Arbeitszeiten, Arbeitsort und Urlaubsregelungen. An diese Vereinbarung sind Sie zunächst gebunden.

Mit dem Ende der Probezeit ändert sich am Jahresgehalt erstmal nichts. Wenn Sie nach der Probezeit eine Gehaltserhöhung verhandeln wollen, brauchen Sie im Übernahmegespräch gute Argumente. Die bestandene Probezeit allein ist aber keines. Die war schon mit dem Arbeitsvertrag verhandelt. Eine finanzielle Huldigung dafür können Sie also nicht erwarten. Es sei denn…

Wurde eine Gehaltserhöhung nach der Probezeit vereinbart?

Um die Einstiegshürden und Einarbeitungskosten klein zu halten, bieten manche Arbeitgeber für die Probezeit ein geringeres Einstiegsgehalt an – legen aber schon im Vertrag eine Lohnerhöhung bei erfolgreichem Abschluss der Probephase fest. Teils mit einem Aufschlag von bis zu 10 Prozent.

Ob Sie sich darauf einlassen, hängt von Ihnen ab. Sie haben damit eine sichere Gehaltserhöhung nach der Probezeit – mehr ist dann aber nicht möglich. Haben Sie fünf Prozent nach sechs Monaten vereinbart, können Sie nicht zehn verlangen. Höchstens Lohnnebenleistungen, wie vermögenswirksamen Leistungen (falls die noch nicht gezahlt wurden), betrieblichen Altersvorsorge oder Zusatzversicherungen können hinzu kommen. Letztere werden ohnehin erst nach der bestandener Probezeit angeboten.

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Gute Argumente für eine Gehaltserhöhung nach der Probezeit

Der wichtigste Tipp vor jeder Gehaltsverhandlung lautet: Kenne deinen Marktwert! Er bildet die Basis Ihrer Argumentation. Zwar gibt es im Internet zahlreiche Gehaltsvergleiche und Gehaltstabellen, die Sie vorab nutzen sollten. Ein individueller Gehaltscheck und Marktwert-Test ist aber belastbarer und konkreter.

Nutzen Sie dazu unseren kostenlosen Service und lassen Sie sich von unseren Kooperationspartnern einen persönlichen Gehaltsreport erstellen. Geordnet nach Branchen, Regionen und Berufserfahrungen bietet Ihnen der Gehaltscheck eine individuelle Orientierung und zeigt Ihnen zugleich die Durchschnittsgehälter je nach Branche, Bundesland oder akademischem Abschluss – alles auf Sie und Ihre Angaben zugeschnitten. Alles ganz anonym und kostenlos!

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Tipps für mehr Gehalt nach der Probezeit

Was die Gehaltsaussichten nach der Probezeit anbelangt: Erfolgreich werden Sie Ihr Gehalt nur nachverhandeln können, wenn sich an den Rahmenbedingungen, zu denen Ihr Arbeitsvertrag geschlossen wurde, etwas Grundlegendes geändert hat. Bedeutet:

  • Arbeitsleistung

    Sie leisten inzwischen wesentlich mehr als besprochen war. Die mit dem Job verbundene Verantwortung ist deutlich gestiegen. Ebenso die Anforderungen des Arbeitgebers, Ihre Arbeitszeiten und Überstunden. Leistung, Verantwortung und Mehrarbeit sind die stärksten Argumente für jede Gehaltsverhandlung. Auch nach der Probezeit.

  • Berufsprofil

    Nicht nur Ihre Leistungen sind gestiegen. Auch das jetzige Jobprofil geht über den seinerzeit vereinbarten Umfang hinaus. Vielleicht haben Sie als Account Manager vor sechs Monaten begonnen, üben aber inzwischen die Funktion eines Senior Account Managers aus. Im Extrem machen Sie einen ganz anderen Job als beim Berufseinstieg. In dem Fall können Sie sogar einen neuen Arbeitsvertrag aushandeln – und natürlich auch eine Gehaltserhöhung.

  • Mehrwert

    Ein starkes Argument ist der messbare (!) Mehrwert, den Sie schaffen. Insbesondere wenn Sie es geschafft haben, während der Probezeit die vereinbarten Leistungen und Ziele zu übertreffen. Wenn Sie zum Beispiel außergewöhnliche Erfolge, Kosteneinsparungen oder Umsatzsteigerungen nachweisen können, an denen Sie maßgeblich Anteil hatten, bieten Sie dem Arbeitgeber mehr als ursprünglich verhandelt. Wer sich übertrifft und das dauerhaft sowie einen messbaren Nutzen zum Betriebsergebnis liefert, darf auch mehr verlangen. Umgekehrt: Wer sich gerade mal in die Betriebsabläufe eingefügt und kaum nennenswert Akzente gesetzt hat, wird kaum eine finanzielle Steigerung realisieren können.

Schlechte Argumente für Gehaltserhöhung nach Probezeit

Kein gutes Argument hingegen ist, dass Sie Ihren Job bisher gut und erfolgreich gemacht haben. Das darf der Arbeitgeber erwarten. Dafür werden Sie bezahlt. Ebenso irrelevant ist, falls Sie sich eingangs unter Wert verkauft haben. Das ist eigenes Verschulden. Wer seine Hausaufgaben beim Einstellungsgespräch nicht macht, offenbart sich nicht als versierter Leistungsträger.

Selbst wenn Sie einem solchen Irrtum erlegen sind, sollten Sie unbedingt ein anderes Argument wählen. Es lässt Sie sonst nicht gut aussehen. Argumentieren Sie idealerweise immer mit überdurchschnittlicher Leistung, Erfolgen oder beweisbarem Mehrwert!

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Gehaltserhöhung nach Probezeit: Wie viel Prozent verlangen?

Die Frage nach der Höhe der Gehaltsforderung lässt sich pauschal nicht beantworten. Schließlich ist das abhängig von der tatsächlichen Leistung und dem genauen Jobprofil. Als Faustregel und bei wirklich guten Argumenten können Sie zwischen fünf und zehn Prozent mehr Gehalt aushandeln. Wobei Sie am Ende Probezeit eher bei fünf als bei zehn Prozent liegen werden.

Größere Gehaltssprünge sind realistisch erst nach zwei bis drei Jahren im Job zu erwarten – oder bei einem externen Jobwechsel. Achten Sie bei der Nachverhandlung darauf, dass Sie weder vorwurfsvoll noch anklagend klingen. Auch Vergleiche mit Kollegen oder utopische Forderungen sind tabu. Genauso die Aussage, Sie hätten die Stelle unterschätzt… Die wirkt leider naiv.

Legen Sie rechtzeitig eine Leistungsmappe an

Entscheidend für eine erfolgreiche Gehaltserhöhung ist, dass Sie Ihre bisherigen Leistungen genau auflisten, geschaffenen Mehrwert beziffern und gestiegene Anforderungen belegen können. Mit Letzterem meinen wir nicht freiwillige Mehrarbeit, sondern ausdrückliche Anweisungen des Chefs oder zwingende Erfordernisse aus dem Job selbst. Ansonsten verpufft das Argument, Motto: „Es zwingt Sie ja keiner dazu.“

Unser Tipp: Legen Sie schon mit Beginn der Probezeit eine Leistungsmappe an. Damit dokumentieren Sie tatsächliche Leistungen, Erfolge, Lob, Feedback und Ihren Wert im Unternehmen. So haben Sie für sich und den Chef die besten Argumente schwarz auf weiß dokumentiert beisammen. Das folgende Video fasst hierzu alle wichtigen Punkte zusammen:

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[Bildnachweis: Victoria Sergeeva by Shutterstock.com]

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