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Präzision und Genauigkeit: Definition und Bedeutung im Job

In vielen Berufen ist Präzision unerlässlich: Architekten, Controller, Chirurgen – sie alle haben wenig bis keinen Spielraum für Ungenauigkeiten. Was aber genau ist mit Präzision gemeint? Welche Bedeutung hat sie im Job? Und was ist der Unterschied zwischen Präzision und Genauigkeit? In diesem Artikel erklären wir es präzise und genau…



Präzision und Genauigkeit: Definition und Bedeutung im Job

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Bedeutung: Was ist mit Präzision gemeint?

Der Begriff Präzision (oder: Präzisionsgrad) beschreibt eine Messgröße, die die Streubreite einer Messung oder eines Messverfahrens bestimmt. Die Präzision hilft bei der Beurteilung von Qualitäten oder Leistungen. Um dies zu ermitteln, ist jedoch stets eine Vielzahl von Messungen erforderlich.

Das klassische Beispiel für Präzision ist eine Zielscheibe: Je näher ein Schütze der Mitte der Zielscheibe kommt, desto genauer schießt er. Eine hohe Präzision ist, wenn die einzelnen Treffer nahe beieinander liegen. Wer beispielsweise bei zehn Versuchen acht Mal ins Schwarze trifft, beweist eine hohe Präzision und Genauigkeit.

Präzision Synonym

Häufig genutzte Synonyme für Präzision sind: Akkuratesse, Akribie, Exaktheit, Gründlichkeit, Perfektion, Sorgfalt, Wiederholungsgenauigkeit. Präzise zu sein, bedeutet demnach genau, exakt, eindeutig oder besonders klar zu sein.


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Was ist der Unterschied zwischen Genauigkeit und Präzision?

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Präzision und Genauigkeit häufig synonym verwendet. Richtig ist: Beides sind Messgrößen. Der Unterschied liegt laut Definition aber darin, dass Genauigkeit angibt, wie nahe man einem Ziel gekommen ist, während Präzision bedeutet, wie nahe die gemessenen Versuche beieinander liegen – siehe Beispiel:

Unterschied Genauigkeit Praezision Zielscheibe Beispiel

Deutlich wird das an dem Synonym Wiederholungsgenauigkeit: Wird eine Messung oder ein Versuch zehn Mal durchgeführt, ist die Präzision hoch, wenn die Ergebnisse aller Versuche übereinstimmen. Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass die Messung auch „genau“ war. Vereinfacht könnte man sagen: Ein Ergebnis kann präzise sein, es muss deswegen aber nicht richtig oder genau sein.

Beispiel

Wird eine 50 Kilogramm Kugel zehn Mal gewogen und die Waage zeigt jedes Mal 45 Kilogramm an, dann sind die Messungen zwar präzise – weil die Wiederholungsgenauigkeit übereinstimmt – aber nicht genau, weil der gemessene Wert um 5 Kilogramm vom tatsächlichen Gewicht abweicht. Die Genauigkeit beschreibt also die Abweichung vom tatsächlichen oder erwarteten Wert.

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Wie kann man Genauigkeit und Präzision berechnen?

Da beide Werte – Genauigkeit und Präzision – Messgrößen sind, lassen Sie sich gut bestimmen. Allerdings werden auch sie wieder unterschiedlich berechnet:

  • Berechnung der Genauigkeit
    Um die Genauigkeit eines Ergebnisses zu ermitteln, benötigen Sie einen Zielwert – zum Beispiel Umsatz, Gewinn, Kosten- oder Zeitersparnis, Kundenzufriedenheit… Definieren Sie hierfür klar Zielwerte und Kennzahlen (sog. KPI – Key Performance Indicators) – und ermitteln sie nach einem festgelegten Zeitraum, ob Sie die Ziele erreicht haben.
  • Berechnnung der Präzision
    Der Präzisionsgrad zeigt an, wie nahe die Messwerte beieinander liegen. Bedeutet: Es reicht nicht nur einmal einen Wert zu ermitteln. Um den Präzisionsgrad zu berechnen, müssen Sie mehrere Daten über einen bestimmten Zeitraum hinweg ermitteln und miteinander vergleichen. Zum Beispiel, ob Sie Ihren Umsatz jedes Jahr um 20 Prozent steigern konnten.

Eine erfolgreiche Strategie braucht immer beides: Genauigkeit UND Präzision. Genauigkeit bringt sie ans Ziel – Präzision immer wieder!

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Welche Vorteile hat Präzision?

Präzision macht sich nicht nur im sportlichen Sinne beim Schießen oder Werfen bemerkbar, sondern ebenso in Job und Beruf. Zahlreiche Aufgaben verlangen ein hohes Maß an Genauigkeit und Präzision, um den Anforderungen gerecht zu werden. Die meisten Arbeitgeber setzen daher bei Mitarbeitern oder bei der Bewerbung präzises Arbeiten voraus.

Schlampige Arbeit dagegen gilt als minderwertig – in manchen Berufen kann sie sogar tödlich sein. Etwa bei Ärzten, Ingenieuren oder Piloten. Präzise zu sein und zu arbeiten hat aber noch mehr Vorteile:

  • Sie machen weniger Fehler

    Je präziser und genauer Sie arbeiten, desto weniger Fehler machen Sie bzw. hat das spätere Ergebnis. Sie arbeiten insgesamt sorgfältig und gewissenhaft – übrigens eine der wichtigsten Erfolgseigenschaften laut OCEAN-Modell.

  • Sie erzielen bessere Ergebnisse

    Durch Präzision am Arbeitsplatz erzielen Sie insgesamt bessere Ergebnisse. Nicht nur durch die geringere Fehlerquote, sondern weil die Genauigkeit hilft, Erwartungen und Anforderungen zu erfüllen und damit die angestrebten Ziele vielleicht sogar zu übertreffen.

  • Sie erkennen Probleme

    Wer ungenau und oberflächlich arbeitet, erkennt Schwachstellen in seinen Ideen oder Produkten oft nicht oder erst, wenn es bereits zu spät ist. Präzision im Job hilft dabei, frühzeitig Probleme zu entdecken und diese zu beheben.

  • Sie erarbeiten sich einen guten Ruf

    Hohe Präzision genießt einen guten Ruf – und wird Chef, Kollegen und Kunden auffallen. Wer sich um Details kümmert und weder schludrig noch nachlässig arbeitet, beweist Verantwortung und empfiehlt sich für eine Gehaltserhöhung.

Hat zu viel Präzision Nachteile?

Wie bei vielen Dingen gilt auch für die Präzision: Die Dosis macht das Gift! Natürlich sollten Sie stets präzise und genau arbeiten – nur übertreiben sollten Sie es nicht, sonst bleiben die Vorteile auf der Strecke und aus Präzision wird Perfektionismus oder Pedanterie.

In diesen Fällen verzetteln sich Betroffene in unwichtigen Details, verfehlen Ziele und halten Deadlines nicht ein. Übertriebene Präzision kann zum kompletten Stillstand einer Aufgabe oder eines Projekts führen. Klüger ist, wer sich auf die 20 Prozent wirklich wichtigen Aufgaben konzentriert (siehe Pareto-Prinzip).

Wie kann ich meine Präzision verbessern?

Manche Menschen tun sich schwer damit, präzise zu sein. Sie arbeiten gerne schnell, aber oberflächlich. Details sind ihr Ding nicht. Sollte das im Job ein Problem sein, können und sollten Sie an Ihrer Präzision und Genauigkeit arbeiten. Hier unsere Empfehlungen:

  • Nehmen Sie sich mehr Zeit

    Schnell ist nicht immer gut – und Präzision braucht in der Regel Zeit. Wer präziser werden will, muss sich diese nehmen und vor allem an seiner Geduld arbeiten. Am Ende wird alles gut – ist es aber noch nicht gut, sind Sie auch noch nicht fertig!

  • Informieren Sie sich gründlicher

    Niemand kann alles gleich gut wissen. Es wäre aber ein Fehler mit Halbwissen bei allem mitreden zu wollen und mangelnde Substanz durch Vehemenz zu ersetzen (siehe Dunning-Kruger-Effekt). Auch hier: Nehmen Sie sich mehr Zeit zur Recherche und sammeln Sie erst alle wichtigen Informationen, bevor Sie loslegen. Das macht mehr Aufwand, ja. Dafür steigen Präzision und Qualität.

  • Kontrollieren Sie sich selbst

    Übung macht den Meister – auch in Sachen Präzision. Wer seine Präzision verbessern will, muss seine Leistungen und Ergebnisse regelmäßig überprüfen. Das sogenannte Qualitätsmanagement hilft Ihnen dabei, den eigenen Erfolg zu messen und herauszufinden, wo immer noch Luft nach oben besteht.

  • Holen Sie sich Feedback

    Zur Selbstkontrolle sollten Sie sich zusätzlich konstruktives Feedback von Kollegen, Vorgesetzten oder Vorbildern holen. Die objektive Perspektive von außen kann Ihnen zusätzliches Verbesserungspotenzial aufzeigen und zugleich praktische Tipps an die Hand geben, wie Sie künftig präziser werden.


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