Gespräche mit dem Chef beenden: So bleiben Sie souverän

Niemand wird gerne unterbrochen, schon gar nicht der Chef. Wenn die Arbeit liegen bleibt, ist es aber auch nicht recht. Wie können Sie also Gespräche mit dem Chef beenden? Es geht darum, das notwendige Gespür für die Situation aufzubringen: Geht es gerade um elementare Fragen, die geklärt werden müssen oder haben diese Dinge Zeit? Kann ein weiteres Gespräch aufgeschoben und das momentane beendet werden? Und wenn ja, wie schaffen Sie es, dabei nicht gehetzt zu wirken, aber gleichzeitig ein klares Signal zu setzen?

Gespräche mit dem Chef beenden: So bleiben Sie souverän

Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel

Das Problem

Sagen wir es, wie es ist: Es gibt ein Hierarchiegefälle. Wenn der Chef etwas Wichtiges zu sagen hat, hört der Mitarbeiter zu. Der springende Punkt ist allerdings, dass auch Chefs nur Menschen sind. Der Informationsgehalt dessen, was sie mitzuteilen haben, ist nicht immer gleich wichtig.

Für den Mitarbeiter eine unangenehme Situation. Einerseits will er die Position seines Vorgesetzten respektieren und ihm die notwendige Aufmerksamkeit zukommen lassen. Andererseits gerät er mit seinen eigenen Aufgaben in Verzug.

Und dann ist da noch die Angst, sich beim Chef unbeliebt zu machen, wenn man ihn darauf hinweist, dass noch eine Reihe an unerledigten Arbeiten auf einen warten. Bekommt man zukünftig nur noch ungeliebte Aufgaben zugeschustert? Wird man gar bei der nächsten Beförderung übergangen?

Zumal einige um Worte verlegen sind: Der Chef führt ständig Mitarbeitergespräche, hat also eine Routine. Als Mitarbeiter kommt es umgekehrt seltener vor – ein weiterer Unsicherheitsfaktor.

Pro und Contra abwägen

Was spricht dagegen, dass Sie Ihren Chef unterbrechen?

  • Er könnte verärgert sein und Ihren Hinweis persönlich nehmen.
  • Ihre Unterbrechung könnte das Gespräch im Endeffekt verlängern, weil Ihr Chef eine Diskussion vom Zaun bricht und der Gesprächsinhalt wirklich wichtig ist und sofort geklärt werden muss.

Ehrlicherweise muss man allerdings sagen, dass die meisten Mitarbeiter wohl das nötige Fingerspitzengefühl dafür entwickeln, wann ein Gespräch eher harmloses Geplänkel ist und wann es wirklich keinen Aufschub verträgt. Letztgenannte Situationen werden vermutlich seltener vorkommen und dann sollte eine zeitliche Investition Ihrerseits drin sein.

Was spricht dafür, dass Sie Ihren Chef unterbrechen?

  • Sie halten Ihre Deadlines ein. Das lässt Sie wesentlich entspannter und zufriedener sein.
  • Sie setzen Grenzen, indem Sie nein sagen. Das trägt zu einem gesteigerten Selbstbewusstsein bei: Auch Ihr Chef darf nicht alles.

Planen Sie feste Gesprächszeiten ein

Vorsorge ist besser als Nachsorge. Wenn von vornherein feste Gesprächszeiten klar sind, können Sie ein entsprechendes Zeitfenster einplanen und drumherum arbeiten. Ein Großteil der Erledigungen sind Routine und kehren täglich, wöchentlich oder monatlich wieder.

Am besten ist es, sich den Chef zu einem günstigen Zeitpunkt zu schnappen und mit ihm einen festen Zeitpunkt für solche Gespräche einzuplanen, an dem Sie beide entspannt genug sind, sich dringenden Fragestellungen zu widmen. Oder gegebenenfalls auch nur eine Status-Quo-Abfrage machen zu können.

Günstig bedeutet, nicht gerade am Montagmorgen oder Freitagnachmittag – erfahrungsgemäß stehen zu Wochenbeginn viele Termine an, am Freitagnachmittag will auch Ihr Vorgesetzter ins verdiente Wochenende. Um einen guten Zeitpunkt für einen Termin beim Chef abzupassen, können Sie entweder in den Kalender schauen oder die Assistentin fragen.

Handelt es sich bei Ihrem Chef um eine einsichtige, rational denkende Person, wird er nichts dagegen einzuwenden haben. Er weiß, dass Sie nicht nur zum Spaß hier sind und einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass der Laden rund läuft.

Und für ausführlichere Gespräche persönlicher Art gibt es immer noch After-Work-Partys oder Betriebsfeiern.

Aber es gibt auch Fälle, in denen der Chef ungeplant die Gelegenheit nutzt.

Nachfolgend zeigen wir Ihnen Situationen, die so oder ähnlich immer wieder auftauchen und erläutern, wie Sie souverän Gespräche mit dem Chef beenden…

[Bildnachweis: ESB Essentials by Shutterstock.com]
23. September 2019 Autor: Anja Rassek

Anja Rassek studierte u.a. Germanistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Sie arbeitete danach beim Bürgerfunk und einem Münsteraner Verlag. Bei der Karrierebibel widmet sie sich Themen rund ums Büro, den Joballtag und das Studium.



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