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Mastermind-Gruppe gründen: Methode, Kosten + Tipps

Stärken ergänzen sich, einzelne Schwächen lassen sich ausgleichen: Eine Mastermind-Gruppe macht sich genau das zunutze. Statt sich alleine mit einem Thema oder Problem herumzuplagen, schließen Sie sich mit Gleichgesinnten zusammen. So können Sie gemeinsam erfolgreicher sein. Dabei spielen diverse Faktoren eine wichtige Rolle, allen voran die Eigeninitiative in der Gestaltung und Umsetzung einer Mastermind-Gruppe. Wichtig außerdem die richtige Zusammensetzung der Teilnehmer und klare Absprachen, von denen alle profitieren können. Über Funktion, Regeln und Ablauf einer Mastermind-Gruppe…


Mastermind-Gruppe gründen: Methode, Kosten + Tipps

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Was genau ist eine Mastermind-Gruppe?

In einer Mastermind-Gruppe schließen sich Menschen zusammen, die sich für das gleiche Thema interessieren. Sie haben mit einem ähnlichen Problem zu tun oder suchen einfach den Austausch von Meinungen, Ansichten, Ratschlägen oder Leidenschaften. Es ist eine Zusammenkunft von Gleichgesinnten, die aber gar nicht so gleich sein müssen.

Teams bestehen meist aus Kollegen, die ähnliche Ansätze mitbringen und über ähnliche Ausbildungen und Fähigkeiten verfügen – von der Zusammenarbeit über mehrere Abteilungen hinweg einmal abgesehen. Anders bei einer Mastermind-Gruppe. Hier können die Teilnehmer aus vollkommen unterschiedlichen Bereichen kommen. Es braucht lediglich einen gemeinsamen Nenner, einen Anker, um den herum sich die Beteiligten zusammenschließen.

Mastermind: Der oder das?

Der Anglizismus ist hierzulande noch nicht allzu verbreitet, weshalb viele sich unsicher sind: Heißt es der oder das Mastermind? Übersetzt bedeutet Mastermind so viel wie Chefplaner, führender Kopf – daher tendieren viele zum Gebrauch des männlichen Artikels. Tatsächlich ist aber „das Mastermind“ üblich, also sächlicher Artikel.

Womit beschäftigen sich Mastermind-Gruppen?

Wie dieses Kernthema der Mastermind-Gruppe aussieht, bleibt vollkommen individuell. Jedes erdenkliche Thema kann im Fokus stehen. Häufig sind es berufliche Aspekte, bestimmte Themen oder Entwicklungen, die in einer Branche relevant sind oder heiß diskutiert werden. Doch Mastermind-Gruppen können sich auch für ein Hobby gründen. Beispielsweise für einen Bereich, den Sie schon immer faszinierend fanden oder rund um eine Fähigkeit, mit der Sie sich beschäftigen wollen.

So können Sie beispielsweise eine Mastermind-Gruppe für Programmierkenntnisse ins Leben rufen. Ebenso gut können Sie eine Gruppe gründen, die sich mit Frauen in Führungspositionen beschäftigt. Oder eine lokale Gruppe, die sich mit Politik oder den Möglichkeiten in der Nachbarschaft auseinandersetzt. Wofür auch immer Ihr Herz schlägt, eignet sich als Grundlage für eine Mastermind-Gruppe.

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Mastermind-Gruppe Kosten: Kostenpflichtig oder kostenlos?

Ganz gleich, ob Sie einer Mastermind-Gruppe beitreten oder selber eine gründen – für beide Fälle existieren kostenlose Masterminds. Daneben gibt es die kostenpflichtige Variante. Wer sich dafür entscheidet, sollte zuvor gut abwägen und Informationen einholen. Die Kosten einer Masterclass können stark variieren – von wenigen hundert Euro bis hin zu vierstelligen Summen im Monat.

So kann eine Business Mastermind zwischen 20.000 und 120.000 Euro im Jahr kosten. Daneben gibt es allerdings auch günstigere Angebote. Diverse Coaches und Akademien verlangen für ihre Dienste etwa 4.300 bis 5.000 Euro im Jahr, also zwischen 300 und 416 Euro im Monat. Was auf den ersten Blick teuer ist, kann sich unter Umständen rentieren:

  • Geklärte Organisation
    Bei einer kostenlosen, selbstgegründeten Mastermind-Gruppe bleibt die Organisation oft zunächst am Gründer hängen. Selbst wenn sie reihum geht, endet sie teilweise im Chaos, weil die Teilnehmer sehr unterschiedlich agieren.
  • Stärkere Verpflichtung
    Was nichts kostet, ist nichts wert: So denken viele insgeheim. In der Folge lässt das Engagement nach. Wer hingegen Geld hinblättert, bringt sich ein, will etwas dafür zurückbekommen.
  • Fähiger Mentor
    Meist führt eine erfahrene Person die Mastermind-Gruppe an. Solche Menschen dienen den Teilnehmern als Mentoren, da sie in einigen Bereichen Wissen voraus haben.
  • Ausgewählte Teilnehmer
    Kostenpflichtige Mastermind-Gruppen prüfen zuvor die potenziellen Teilnehmer. Sie stellen so eine gewisse Qualität sicher, da die Teilnehmer einen ähnlichen Wissensstand aufweisen.
  • Klarer Fokus
    Bei kostenlosen Treffen besteht die Gefahr, dass man sich „verquatscht“. Mit Blick auf die Teilnahmegebühr versucht jeder, das eigentliche Ziel im Visier zu behalten.
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So funktioniert eine Mastermind-Gruppe

Ähnlich wie der Schwerpunkt einer Mastermind-Gruppe gilt auch für deren Ablauf: Es lässt sich kein allgemeiner Plan festlegen, der für jede einzelne Gruppe gleichermaßen funktioniert und die beste Umsetzung ist. Gerade deshalb ist es wichtig, dass Gründer und Teilnehmer einer Mastermind-Gruppe herausfinden, welche Organisation und welcher Ablauf genutzt werden soll. Das ist mit einigen Herausforderungen verbunden, die Nerven kosten können. Es gibt gleich mehrere wichtige Fragen, die Sie beantworten müssen:

Wann sollen die Mastermind-Treffen stattfinden?

Die Termine einer Gruppe zu koordinieren, ist nicht trivial. Es erfordert Fingerspitzengefühl, die verschiedenen Terminwünsche zu berücksichtigen und jedem Interessierten die Teilnahme an der Mastermind-Gruppe zu ermöglichen. Bewährt haben sich vor allem Termine am Abend, aber oftmals bleibt nur das Wochenende.

Idealerweise suchen Sie sich dafür einen ruhigen Ort, an dem Sie eine bis anderthalb Stunden Zeit haben, um sich über Ihre Themen auszutauschen.

Wer soll an der Mastermind-Gruppe teilnehmen?

Der Erfolg einer Mastermind-Gruppe steht und fällt mit den Teilnehmern. Sie müssen nicht nur motiviert sein, da der Austausch sonst sehr schnell ins Stocken gerät und auf den Treffen geschwiegen wird. Sondern sie müssen Begeisterung oder Wissen für das Thema mitbringen. In der Regel handelt es sich dabei jedoch nicht um Anfänger, sondern Berufserfahrene.

Was Sie sich von den Teilnehmern versprechen, beeinflusst wo diese zu finden sind: Direkt in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis, im Job, über soziale Medien und Foren oder beispielsweise auf Networking-Events. Geeignet sind Mastermindgruppen besonders für Freelancer, Solopreneure und Freiberufler.

Wie groß soll die Mastermind-Gruppe sein?

Mastermind-Gruppen sollten überschaubar bleiben. Anderenfalls bleibt der wirkliche Austausch aus, stattdessen kommt es eher zu Vorträgen vor einer großen Gruppe. Das kann zu verschiedenen Themen auch funktionieren, gehört aber nicht in das Konzept der Mastermind-Gruppe.

Ein persönlicheres Umfeld, bei dem Gespräche und Diskussionen möglich sind, hat die größten Erfolgschancen. Mastermind-Gruppen von fünf bis allerhöchstens zehn Personen finden sich am häufigsten. Wie groß die perfekte Gruppe ist, hängt immer davon ab, wie aktiv die einzelnen Teilnehmer sind und wie groß die Interaktion ist.

Wie sollen die Treffen stattfinden?

Glücklicherweise gibt es verschiedene technische Möglichkeiten, damit Mastermind-Treffen stattfinden können, ohne dass alle Teilnehmer sich an einem Ort versammeln müssen. Videochats sind von überall möglich und erlauben den digitalen Austausch in der Gruppe.

Doch es kann auch von Vorteil sein, sich persönlich zu treffen und die anderen Teilnehmer der Mastermind-Gruppe so besser kennenzulernen. Dies ist eine Frage der Prioritäten und der Praktikabilität: Sind die Teilnehmer quer über das Land oder gar international verteilt, bleibt nur die digitale Variante.

Wie lassen sich die Treffen gestalten?

Auch wenn es keinen unumstößlichen Ablauf gibt: Häufig ist ein sogenannter „Hot Seat“ oder „Heißer Stuhl“ Bestandteil solcher Mastermind-Treffen. Dieses Bild steht symbolisch für eine Methode, bei der jedem Teilnehmer ein bestimmter Zeitraum – beispielsweise eine Viertelstunde – zur Verfügung steht. In dieser Zeit kann er ein drängendes Problem schildern, während die anderen Teilnehmer Lösungsvorschläge unterbreiten.

Die Hot-Seat-Methode funktioniert ähnlich wie Brainstorming. Mit dem Unterschied, dass jeder einmal auf dem heißen Stuhl sitzt. Hinzu kommt der Mehrwert für die anderen Teilnehmer – so lässt sich im Vorfeld von Problemen anderer lernen und zukünftige Fehler vermeiden.

Vorteile + Mastermind-Gruppe finden

Mastermind-Gruppen haben viele Vorteile, so etwa den Austausch mit Gleichgesinnten. Das bietet die Chance, von der Erfahrung oder dem Wissen zu profitieren, das Ihnen selbst noch fehlt. Diese gegenseitige Ergänzung macht die Treffen so wertvoll. So können sich beispielsweise Gründer zusammenschließen, um sich über ihren jeweiligen Weg auszutauschen und gemeinsam nach Lösungen für Probleme zu suchen, vor denen alle irgendwann einmal stehen.

Wie lässt sich so eine Mastermind-Gruppe nun finden? Ein Weg ist, diese direkt in Ihrem Umfeld zu suchen. Vielleicht gibt es ja schon etwas Ähnliches, ein Forum oder sogar ein Treffen. Recherchieren Sie im Internet oder sprechen Sie mit Freunden, Bekannten und Kollegen, die ähnliche Interessen haben. Auch Messen oder Events zu Ihrem Thema sind ein guter Anlaufpunkt, um Mastermind-Gruppen zu finden oder zumindest den ersten Kontakt in die richtige Richtung herzustellen.


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Anleitung: Tipps zur Gründung einer Mastermind-Gruppe

Manchmal muss man aber einfach einsehen, dass noch keine passende Mastermind-Gruppe für einen existiert. Hinzu kommt: Wer erst deutlich später zu einer schon länger bestehenden Gruppe stößt, hat es meist schwerer. Die Anwesenden kennen sich bereits, begegnen Fremden unter Umständen weniger offen. Als Alternative können Sie selbst eine Mastermind-Gruppe gründen, die auf genau Ihr Thema ausgerichtet ist. Unsere Tipps, worauf Sie dabei achten sollten:

Verdeutlichen Sie das Ziel

Wenn Sie eine Mastermind-Gruppe gründen wollen, sollten Sie zunächst einmal wissen, warum eigentlich. Welche Ziele verfolgen Sie damit und was soll die Gruppe bewirken? Das muss nicht gleich weltbewegend sein, eine Plattform für den Austausch oder die Verbindung von Stärken kann ein gutes und sinnvolles Ziel sein. Achten Sie darauf, dieses Ziel bei allen Teilnehmern bekannt zu machen, damit diese nicht mit falschen Erwartungen und Hoffnungen an die Sache herangehen.

Sprechen Sie mögliche Teilnehmer an

Es liegt an Ihnen, die Werbetrommel zu rühren und die Mastermind-Gruppe bekannt zu machen. Sprechen Sie potenzielle Teilnehmer an und machen Sie andere darauf aufmerksam, dass Sie etwas ins Leben gerufen haben, das von Interesse für sie sein könnte. Beginnen Sie ruhig unter Freunden und Kollegen. Es lohnt sich aber in jedem Fall, den Suchradius zu erweitern und noch weiter außerhalb zu suchen. Netzwerken Sie und bringen Sie das Thema bei Events zur Sprache. Es ist zudem hilfreich, Ihre neue Mastermind-Gruppe über Ihre Social-Media-Kanäle bekannt zu machen.

Kümmern Sie sich um die Organisation

Wo und wann treffen Sie sich? Wer übernimmt welche Aufgaben? Wie regelt man die Moderation des Treffens? Worum soll es am Anfang gehen und wie nähert man sich dem Thema? Die Organisation einer Mastermind-Gruppe bringt immer wieder einige Fragen mit, um die Sie als Gründer sich zunächst kümmern müssen. Denkbar ist aber ebenso, dass die Teilnehmer die To-dos unter mehreren aufteilen. So lässt sich die Last auf den Schultern Einzelner ein wenig mindern.

Sprechen Sie die Regeln an

Regeln lassen sich nur dann einhalten, wenn sie allen Mitgliedern der Mastermind-Gruppe bekannt sind und diese sich damit einverstanden erklärt haben. Am Anfang des ersten Treffens, wenn Sie sich vorstellen, sich für die Teilnahme bedanken und erklären, worum es geht, sollten Sie deshalb unbedingt solche Regeln ansprechen. Lassen Sie nicht den strengen Oberlehrer raushängen. Erklären Sie nur kurz, dass es einige Aspekte gibt, die Sie für wichtig halten und die Sie deswegen gerne vorab kurz vereinbaren würden.

Achten Sie auf anhaltende Kommunikation

Das erste Interesse und die anfängliche Begeisterung sollen möglichst lange anhalten. Das sorgt dafür, dass die Mastermind-Treffen regelmäßig stattfinden und nicht so schnell in Vergessenheit geraten. Dies funktioniert, wenn Sie die Kommunikation aufrechterhalten. Dazu sollten Sie auch wenn gerade kein Treffen ansteht, den Austausch suchen, sei es per Mail oder telefonisch. Gerade am Anfang sollte die Zeit zwischen den Treffen nicht allzu lang sein. Einmal wöchentlich ist ein guter Rhythmus, allerdings nicht immer einzuhalten. Länger als vier Wochen sollte aber im besten Fall nicht zwischen den einzelnen Mastermind-Treffen liegen.

Regeln für den Ablauf der Mastermind-Gruppe

Für den Ablauf einer Mastermind-Gruppe sollten zusätzlich von Anfang an klare Regeln festgelegt werden. Diese gehen über die Bestimmung eines Themas hinaus, sollen aber nicht einschränken. Vielmehr sollen sie das gemeinsame Vorhaben lenken und dafür sorgen, dass alle davon gleichermaßen profitieren.

Jeder profitiert davon

Eine wichtige Regel für Mastermind-Gruppen ist deshalb die Win-Win-Situation. Soll heißen: ALLE Teilnehmer der Gruppe sollen etwas davon haben. Es geht nicht darum, einzelne Mitglieder zu fördern oder in den Vordergrund zu stellen. Auch der Gründer eines solchen Zusammenschlusses steht nicht über den anderen oder hat besondere Ansprüche. Niemand wird benachteiligt, niemand bevorzugt. Jeder sollte gleichermaßen offen und bereit sein, sein Wissen und seine Fähigkeiten weiterzugeben und der gesamten Gruppe zur Verfügung zu stellen. Quasi Schwarmintelligenz statt Herrschaftswissen.

Alle halten zusammen

Zusätzlich sollte den Mitgliedern auf jeden Fall klar sein, dass es um Zusammenarbeit und um Zusammenhalt geht. Das heißt nicht, dass es einen Zwang zur Konformität gibt, ganz im Gegenteil. Jeder darf und ist dazu angehalten, seine Ansichten und Meinungen einzubringen – ohne dass die anderen ihn dafür verurteilen, schlecht reden oder herabsetzen. Diskussionen sind erwünscht, über andere Meinungen kann man debattieren, sie aber nicht von vornherein ausschließen.

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[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

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