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Rampensau: Bedeutung, Vor- & Nachteile + wie werden?

Jeder kennt eine Rampensau: Menschen, die die Bühne rocken, ebenso unterhaltsam wie mitreißend sind. Nicht wenige brauchen die Aufmerksamkeit, das Podium und Publikum wie die Motten das Licht. Aber ist das positiv oder negativ? Welche Bedeutung hat der Balanceakt zwischen Rampensau und Selbstdarsteller? Und kann jede(r) zur Rampensau werden? Die Antworten…



Rampensau: Bedeutung, Vor- & Nachteile + wie werden?

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Bedeutung: Was ist eine Rampensau?

Der Begriff Rampensau ist eine saloppe Bezeichnung für einen Bühnenkünstler, der es versteht, sein Publikum durch seine Ausstrahlung zu begeistern und mitzureißen und dabei gleichzeitig enorm selbstbewusst und leidenschaftlich auftritt. Rampensäue laufen vor Publikum zur Höchstleistung auf. Diese Leidenschaft und Selbstsicherheit färbt positiv auf das Umfeld ab.

Das Wort selbst setzt sich zusammen aus Rampe (= Bühne) und Sau (hier positiv = jemand, der die Bühne rockt). Der Begriff ist umgangssprachlich positiv konnotiert – kann aber auch eine negative oder ironische Bedeutung haben – für jemanden, der sich selbst gerne in den Mittelpunkt stellt.

Rampensau Synonyme

Mit dem Begriff Rampensau werden meist Schauspieler, Entertainer, Redner, Alleinunterhalter oder Keynote-Speaker bezeichnet, die nur wenig Lampenfieber kennen. Synonyme Begriffe sind: Publikumsliebling, Präsentationstalent, Bühnenjunkie, Selbstdarsteller oder Unterhaltungskünstler. Negative Verwandte sind die Geltungssucht oder Aufmerksamkeitssucht.


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Ist Rampensau sein angeboren?

Den meisten Menschen, die wir heute als Rampensau bezeichnen, steckt das Präsentieren und auf der Bühne stehen im Blut. Eine dominante Charaktereigenschaft in ihrer Persönlichkeit ist die sogenannte Extraversion (siehe: Big Five). Bedeutet: Sie sind stark nach außen gewandt, redselig, energisch und fühlen sich wohl im Rampenlicht.

Nicht wenige wählen später einen Beruf, in dem Sie dieses Talent ausleben können. Zum Beispiel als Animateur, Lehrer und Dozent, Moderator, Pfarrer, Politiker, Speaker, Reiseführer, Verkäufer oder auch Vorstandschef.

Gleichzeitig gibt es in diesen Berufen auch zahlreiche „Handwerker“, die durch rhetorische Mittel und Techniken zu überzeugen wissen. Rampensau werden, kann man also – zum Teil – auch lernen.

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Rampensau sein: Vor- und Nachteile

Ist es positiv oder negativ eine Rampensau zu sein? Wie immer gibt es hierbei nicht nur Lichtgestalten auf der Bühne, sondern auch Schattenseiten…

Rampensau Vorteile

Die meisten Rampensäue werden für ihr leidenschaftliches Talent bewundert, sind für andere Inspiration und Vorbild und strahlen mit ihrem Auftreten eine Souveränität aus, die alle in den Bann zieht. Sie bringen Stimmung in die Bude oder in den Saal. Dadurch gewinnen Sie Sympathien, sind beliebt, ihre Worte finden Gehör – zum Beispiel auch in Meetings.

Aufgrund ihres Talents und ihrer Expertise haben sie es leicht andere zu überzeugen oder zu beeinflussen. Beim Vortrag genauso wie in einer Verhandlung. Der Applaus und Erfolg steigern zudem das Selbstwertgefühl.

Rampensau Nachteile

Wer sich auf der Bühne verausgabt, braucht von Zeit zu Zeit Ruhe und den Rückzug ins stille Kämmerlein. Oder an andere Kraftorte. Ein Nachteil ist das, wenn andere einen aufgrund der Prominenz nicht in Ruhe lassen. Nicht wenige Showstars flüchten an geheime Orte, um endlich mal wieder privat sein zu können.

Eine Rampensau zu sein, kann aber auch ein Nachteil sein, wenn die entsprechende Substanz fehlt (siehe: Dunning-Kruger-Effekt). Also das Bedürfnis da ist, auf der Bühne und im Rampenlicht zu stehen, man aber nichts Kluges zu sagen hat. Dann gilt man schnell als eitler Selbstdarsteller.

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Was brauche ich, um Rampensau zu werden?

Den perfekten Auftritt hinlegen, Begeisterung erzeugen, besser ankommen, einen bleibenden Eindruck hinterlassen – das hilft nicht nur auf Bühnen, sondern auch bei Job und Karriere.

Die eigene Bühnenperformance lässt sich oft schon mit einigen gezielten Schritten verbessern. Bevor Sie irgendwelche Rhetorikkurse buchen, arbeiten Sie zuerst an Ihrer Körpersprache, der Eloquenz und Ihrem Charisma. Alle drei lassen sich gezielt trainieren (Tipps in den verlinkten Artikeln).

Gleichzeitig können Sie bewusst von anderen lernen: Schauen Sie sich Youtube-Videos von erfolgreichen Keynote-Speakern an oder gehen Sie auf Kongresse und analysieren Sie, wie diese Speaker Ihre Reden aufbauen und präsentieren.

Am Ende ist es vor allem der Mut, selbst auf eine Bühne zu steigen und sein Thema zu performen. Keine Frage, manche sind zur Rampensau geboren, andere wachsen mit den Aufgaben: Fangen Sie im kleinen Rahmen auf kleinen Bühnen an (Meeting, Buchhandlung, Kneipe) und arbeiten Sie sich von Gig zu Gig auf größere Bühnen vor – wie auf einer Rampe…


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