7_Todsünden_der_Jobsuche_sauer_wütendWährend der Jobsuche kann es schon einmal passieren, dass dem ein oder anderen Bewerber ein Fluch über die Lippen kommt. Das ist vielleicht nicht die feine englische Art, doch bei dem Druck, den viele Bewerber verspüren, durchaus nachvollziehbar. Doch es gibt auch einige Dinge, durch die eine Jobsuche zu einem wirklichen Höllentrip werden kann. In diesen Fällen hilft jedoch keine Reue, sondern Wissen und Arbeit, um etwas daran zu ändern. Die 7 Todsünden der Jobsuche...

Jobsuche: Die größten Frustquellen

Die Jobsuche ist wirklich keine einfache Zeit. Man befindet sich irgendwie zwischen den Stühlen und weiß noch nicht genau, was als nächstes kommt. Hinzu kommt, dass die eigene Motivation immer wieder auf die Probe gestellt wird. Besonders dann, wenn der eigene Frust, den die Jobsuche mitbringt, die eigene Laune in den Keller zieht. Die drei Hauptgründe für Frust bei der Jobsuche sind...

  • ...fehlende Jobangebote. Egal wie engagiert, gut ausgebildet oder vorbereitet ein potenzieller Bewerber ist: Wenn es ihm nicht gelingt, passende Jobangebote ausfindig zu machen, ist der Frust programmiert.
  • ...fehlende Antworten. Kaum etwas ist für Bewerber so frustrierend, wie ausbleibende Antworten auf Bewerbungen. Lange wird auf eine Antwort gewartet und auf Nachfrage erfährt man, dass der Bewerbungsprozess bereits abgeschlossen ist.
  • ...fehlender Respekt. In gewisser Weise hat auch dieser Punkt mit den fehlende Antworten zu tun. Bewerber fühlen sich oft nicht wert geschätzt. Es steckt viel Arbeit und Hoffnung in jeder Bewerbung und wenn dann nur eine Standard-Absage oder erst gar keine Antwort kommt, kommen schnell Selbstzweifel auf.

7 Todsünden für jede Jobsuche

Ollyy/shutterstock.comEine Jobsuche ist leider in den Regel lang, anstrengend und in einigen Zeiten auch sehr frustrierend, wenn man wieder eine Absage nach der anderen im Briefkasten landet und Sie am liebsten alles hinschmeißen würden. Natürlich ist es auch schwer bis unmöglich, jeden einzelnen kleinen Fehler zu vermeiden und die perfekte Jobsuche hinzulegen. Aber das muss ja auch gar nicht das Ziel sein. Fokussieren Sie sich erst einmal darauf, die wirklich großen Fehler zu umgehen. Wenn dann noch Zeit und Energie übrig bleibt, können Sie mit dem Feintuning beginnen. Doch bis dahin gilt es, diese sieben Todsünden der Jobsuche zu vermeiden, die Ihre Chancen auf einen neuen Job zunichte machen.

  1. Planloser Anfang.

    Leider ist die Jobsuche in den meisten Fällen kein einfaches Unterfangen, um das man sich nebenbei kümmern könnte. Es erfordert Zeit, Engagement und vor allem Planung. Immer wieder stürzen Bewerber sich Hals über Kopf in die Jobsuche, ohne sich vorher überhaupt ernsthafte Gedanken darüber gemacht zu haben, wie Sie diese Aufgabe angehen wollen. Dabei ist Planung für eine erfolgreiche Jobsuche unverzichtbar. Auf welche Stellen und in welchen Branchen wollen Sie sich bewerben? Wie wollen Sie auf sich aufmerksam machen? Wer sich planlos in die Jobsuche begibt, handelt nicht nur blauäugig, sondern senkt auch seine Chancen, um einen passenden Job zu finden.

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  3. Verschenkte Möglichkeiten.

    Viele begehrte Stellen werden durch Vitamin B, also gute Kontakte besetzt. Für Bewerber ist es also ein großer Schritt in die richtige Richtung, ein berufliches Netzwerk aufzubauen, um von den Kontakten zu profitieren. Besuchen Sie Jobmessen, gehen Sie zu Vorträgen oder nehmen Sie an Networking-Events teil. All dies steigert Ihre Chancen. Genauso wie der gekonnte Einsatz von Social Media. Diese bieten Bewerbern viele neue Möglichkeiten, die jedoch leider zu oft ungenutzt bleiben. Für beide Möglichkeiten gilt: Machen Sie auf sich aufmerksam und zeigen Sie Ihr berufliches Interesse sowie professionelles Engagement. Ansonsten verschenken Sie möglicherweise entscheidende Chancen.

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  5. Unterschätzter Aufwand.

    Jeder, der schon eine Jobsuche und anstrengende Bewerbungsphase hinter sich hat, wird diesen Fehler höchstwahrscheinlich kein zweites Mal begehen, doch immer wieder wird der Aufwand unterschätzt, der während der Jobsuche auf den Bewerber zukommt. Besonders frustrierend ist die Suche nach passenden Stellenangeboten. Diese liegen leider nicht auf der Straße, sondern müssen auf Jobmessen, Karriereportalen oder durch Kontakte erst einmal gefunden werden. Auch reicht es nicht, eine Bewerbung zu schreiben und diese mit geänderter Adresse an unterschiedliche Unternehmen zu schicken. Jede neue Bewerbung erfordert ein individuelles Anschreiben. Bei 10, 30 oder sogar 50 Bewerbungen ist dies mit einigem Aufwand verbunden.

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  7. Kein Überblick.

    Mit der Anzahl der Bewerbungen steigt auch die Notwendigkeit der Organisation. Denn auch wenn es ein gutes Gefühl ist, wenn Sie wieder eine Bewerbung verschicken konnten und auf ein positives Feedback hoffen, müssen Sie trotzdem den Überblick über all Ihre Bewerbungen behalten. Stellen Sie sich vor, ein Personaler meldet sich bei Ihnen und Sie wissen nicht einmal mehr, dass Sie sich bei diesem Unternehmen beworben haben. Oder Sie wollen sich nach dem Stand Ihrer Bewerbung erkundigen, wissen aber nicht, welche Unternehmen Ihnen bereits Rückmeldung gegeben haben. Kurz gesagt: Ohne die richtige Organisation versinkt Ihre Jobsuche schnell im Chaos und verläuft nicht produktiv, sondern bringt Sie nur zur Verzweiflung.

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  9. Falsche Erwartungen.

    Ein riesiges Einstiegsgehalt, eine Führungsposition und perfekte Arbeitszeiten - natürlich ist jeder auf der Suche nach seinem Traumjob, doch mit solchen Erwartungen stehen Sie sich während der Jobsuche nur selbst im Weg. Ein neuer Job ist nur in den wenigsten Fällen eine eierlegende Wollmichsau, also die perfekte Kombination aus all Ihren Vorstellungen. Überlegen Sie sich also, in welchen Bereichen Sie kompromissbereit sind und welche Kriterien in jedem Fall erfüllt werden müssen. Auf diese Weise können Sie interessante Jobangebote von den irrelevanten trennen und nähern sich so der für Sie besten Wahl.

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  11. Verpatzter Eindruck.

    Der erste Eindruck, den ein Personaler und damit ein zukünftiger Arbeitgeber von Ihnen erhält, ist Ihre Bewerbung. Wer diesen ersten Eindruck verpatzt, erhält im wahrsten Sinne des Wortes keine zweite Chance, denn er wird die erste Auswahlrunde nicht überstehen und auch keine Möglichkeit erhalten, den Eindruck in einem Vorstellungsgespräch wieder zu korrigieren. Legen Sie also den größten Wert auf dieses Schreiben. Ein weitere Eindruck, mit dem Sie überzeugen können, ist Ihre Persönlichkeit. Was bringen Sie dem Unternehmen, wie unterscheiden Sie sich im positiven von anderen Bewerbern?

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  13. Schlechte Vorbereitung.

    Während Ihrer gesamten Jobsuche, aber noch viel mehr bei einem konkreten Vorstellungsgespräch ist die Vorbereitung das A und O. Jeder Personaler wird sofort feststellen, wenn Sie Ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben und sich mit der ausgeschriebenen Stelle oder dem Unternehmen, bei dem Sie sich beworben haben, nicht auskennen. Informieren Sie sich im Vorfeld über Ihren Gesprächspartner und das Unternehmen. Wie groß ist es? Welche Leistungen bietet es an? In welchen Ländern ist es aktiv? Wenn Sie dieses Wissen vorbereitet haben und im Gesprächsverlauf an den richtigen Stellen einbauen können, zeigen Sie durch gute Vorbereitung wahres Interesse und Professionalität.

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Wie die Einstellung die Arbeitssuche beeinflusst

Wer auf Jobsuche ist, sollte sich unbedingt eine positive Attitüde antrainieren. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Universität von Missouri. Dabei verglichen die Forscher den Erfolg von 327 Arbeitsuchenden über einen Zeitraum von fünf Monaten sowie wie viele Jobangebote diese am Ende tatsächlich hatten.

Ergebnis: Positive Emotionen haben entscheidenden Einfluss auf den Erfolg der Arbeitssuche. Während ein konkreter Plan und das Festlegen persönlicher Karriereziele förderlich war für das Formulieren eines Anschreibens und Lebenslaufs, "verbesserte eine positive Einstellung deutlich die Chancen im Vorstellungsgespräch", so Professor Daniel Turban.

Auf der Grundlage seiner Ergebnisse rät er Arbeitssuchenden, einen Bewerbungsplan zu machen und kontinuierlich dessen Fortschritte zu bewerten. Zudem sollten die Betroffenen Ablehnungen und Rückschläge einkalkulieren, weil das dazu beitrage, eine positive Einstellung zu erhalten.

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