Geht nicht, gibt’s: 20 Dinge, die Sie NICHT können

„Nichts ist unmöglich!“ – So lautet ein bekannter Werbeslogan. Und natürlich stimmt die Kernaussage, dass wir oft nur an selbstgesteckten Grenzen scheitern oder uns von scheinbar unüberwindbaren Mauern ins Bockshorn jagen lassen. Und wie oft laufen wir ausschließlich direkt auf ein Ziel zu, weil wir meinen, dass die beste Verbindung zwischen zwei Punkten allein die Gerade ist? Oft ist sie es eben nicht. Trotzdem gibt es Dinge, die tatsächlich unmöglich sind…

Geht nicht, gibt's: 20 Dinge, die Sie NICHT können

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Geht nicht, gibt’s: Das ist tatsächlich unmöglich

Geht nicht, gibt’s! Dabei handelt es sich um Dinge, die Sie und ich nicht können, genau genommen niemand – egal, wie sehr der- oder diejenige auch will. Sie können zum Beispiel NICHT alles haben: Glück, Gesundheit, viele Freunde, Reichtum, Zufriedenheit, sofort und immer… Wer kann das schon? Allerdings wird darüber so gut nie etwas geschrieben. Dabei ist es gar nicht verkehrt, seine Grenzen zu kennen. Und wer genau hinsieht, erkennt: Etwas NICHT zu können, eröffnet oft noch viel größere Chancen.

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Zum Mutmachen: 20 Dinge, die niemand kann

Stärken

Sie können nicht nichts. Jeder kann wenigstens etwas!

Diese Erkenntnis ist wichtig, denn gerade in Krisen neigen Menschen dazu, unnötig schwarzzusehen. Sie bilden sich ein, keinerlei Talente zu haben. Dabei ist es – abgesehen von einer Pechsträhne, die jeder mal haben kann – ganz häufig der eigene Fokus, der sich auf die Defizite richtet. Besser ist es, sich in solchen Situationen die eigenen Stärken bewusst zu machen. Mehr dazu lesen Sie hier ➠ Wie kann ich meine Stärken finden und nutzen?

[Bildnachweis: KieferPix by Shutterstock.com]

Pläne

Sie können nicht planen, anzufangen. Es ist schon der Anfang.

Manche Menschen tun sich schwer, mit Dingen anzufangen. Ganz gleich, ob es sich um schnöde Aufgaben im Haushalt, Lernen für eine Prüfung oder die Vorbereitung für ein Meeting handelt. Ein häufiger Denkfehler: Wenn ich erst einmal den Anfang gefunden habe, dann entwickle ich einen Plan, wie die Sache vorangeht. Dabei liegt bereits in diesem Gedanken der Beginn – es braucht oft gar keinen Masterplan, sondern den Entschluss, sich hinzusetzen, Stift und Papier in die Hand zu nehmen und loszulegen, die wirren Ideensprengsel einzufangen und niederzuschreiben. Mehr dazu lesen Sie hier ➠ Wie kann ich damit aufhören, Aufgaben aufzuschieben?

Fehler

Sie können nicht lernen, ohne Fehler zu machen.

Die Idealvorstellung von einigen (zumeist jüngeren) Menschen: Ein Vorhaben anzufangen und sofort einen Volltreffer zu landen. Alles was angepackt wird, gelingt. Toll. Und so geht es unaufhörlich weiter bis zur Zielgeraden. Mal abgesehen davon, dass auch das irgendwann eher langweilig wird, weil die Herausforderungen fehlen: So funktioniert das Leben nicht und schon gar nicht Erfolg, egal in welchem Bereich. Denn Fehler helfen uns, Mittel und Wege zu finden. Diese sind aber situationsbedingt und lassen sich nicht immer auf alles anwenden. Mehr dazu lesen Sie hier ➠ Warum kann ich ruhig Fehler machen?

Lernkurve

Sie können nicht nichts lernen.

Diese Erkenntnis fügt sich direkt an die vorherige an: Fehler helfen uns zu lernen. Selbst wenn Sie für eine Prüfung gepaukt und trotzdem nicht bestanden haben: Sie wissen nun, welcher Lösungsweg nicht funktioniert. Sicherlich haben manche Menschen eine steilere Lernkurve als andere, das hängt mitunter davon ab, wie sehr sich jemand neuen Inhalten und Herausforderungen stellt. Wahr ist dennoch der Spruch: Man lernt nie aus – heißt, dass immer noch etwas hinzukommt. Mehr dazu lesen Sie hier ➠ Wie kann ich besser lernen?

Einstellung

Sie können andere nicht ändern, nur sich selbst.

In Konflikten mit anderen neigt man dazu zu denken, dass alles viel leichter sein könnte, wenn doch die andere Person nur so wie man selber ticken würde. Leider wird das bei manchen nie der Fall sein. Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie Sie damit umgehen können: Sie können sich ärgern. Wenn Sie häufiger miteinander zu tun haben, ist das reine Energieverschwendung. Oder Sie können im Rahmen Ihrer Möglichkeiten entscheiden, wie Sie fortan Situationen sehen wollen. Mehr dazu lesen Sie hier ➠ Wie beeinflusst mein Denken meinen Erfolg?

Problemlösung

Sie können nicht alle Probleme auf die gleiche Weise lösen.

Es gibt komplexe und weniger komplexe Herausforderungen im Leben und so ist klar: Sie können nicht eine Lösung allem überstülpen. Und vor allem wusste schon Einstein: Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind. Daher ist es wichtig, bei einem scheinbar unlösbaren Problem möglichst viele verschiedene Herangehensweisen zu berücksichtigen. Mehr dazu lesen Sie hier ➠ Wie lassen sich Probleme ganz einfach lösen?

Veränderungen

Sie können auch nicht zwei Mal in denselben Fluss steigen.

Veränderungen machen vielen Menschen Angst – sie wollen das, was sie haben, nicht verlieren. Dahinter steckt häufig die Angst vor der Zukunft. Die ist ungewiss und viele neigen dazu, eher pessimistisch das schlimmste zu befürchten. Dabei müssen Veränderungen nicht zwangsläufig negativ sein. Es könnte genauso gut noch etwas Besseres kommen, das einfach nur anders ist. Oder wie der Volksmund sagt: dasselbe in grün. Was genau genommen ein Widerspruch ist, denn dasselbe gibt es nur einmal. Mehr dazu lesen Sie hier ➠ Warum sind Veränderungen so gut?

Fortschritt

Sie können nicht nichts erreichen, wenn Sie daran arbeiten.

Ist etwas mühselig, entsteht der Eindruck, es würden gar keine Fortschritte gemacht. Auch hier zeigt sich eher negatives Denken. Machen Sie sich bewusst, dass Sie sehr wohl Fortschritte machen, auch wenn sie klein sind. Selten kommt der große Sprung. Vergleichbar ist das mit der Ballettschülerin, die ein ums andere Mal die Pirouette üben muss, bis sie gelingt. Diese Übungen sind wichtig, ganz gleich, ob es um Pirouetten, den Marathon oder Entwürfe für ein Design geht. Von Mal zu Mal werden Sie besser. Mehr dazu lesen Sie hier ➠ Wie kann ich mich weiterentwickeln?

Verzicht

Sie können nicht Karriere machen, ohne dafür Opfer zu bringen.

Der bekannte Marshmallow-Test zeigt es ganz bildlich: Kinder, die ihren Wunsch nach der Süßigkeit zügeln können, beweisen auch in anderen Situationen die notwendige Zurückhaltung. Die ist immer dann wichtig, wenn wir etwas erreichen wollen. Sie peilen ein gutes Examen an, wollen sich aber auf Partys die Nächte um die Ohren hauen? Beides gleichzeitig wird nicht funktionieren, jedenfalls nicht ohne Einschränkungen – entweder wird das Examen nicht ganz so gut ausfallen, oder aber die Partys nicht in der Menge stattfinden können wie sonst. Nur absolute Überflieger schaffen beides. Aber dazu zählt nur ein geringer Prozentsatz der Bevölkerung und selbst bei denen zeigen sich irgendwann die Grenzen. Mehr dazu lesen Sie hier ➠ Was kostet der Erfolg?

Unabhängigkeit

Sie können es nicht jedem recht machen.

Fast jeder will gemocht werden, sympathisch sein und mit den Kollegen gut auskommen. Es macht das Leben so angenehm – birgt allerdings auch Risiken. Denn um als Sympathieträger wahrgenommen zu werden, muss häufig Zeit investiert werden. Sie hören zu, stimmen inhaltlich überein – das wird als Gleichklang gewertet. Was aber, wenn Sie eine andere Auffassung vertreten? Nicht immer kann man einer Meinung sein. Es wird Kollegen geben, die Ihre Sicht der Dinge nicht teilen oder akzeptieren wollen, egal wie gut Ihre Argumente sind. Wichtig ist, dass Sie dann nicht Ihr Ziel aus den Augen verlieren, nur um andere nicht vor den Kopf zu stoßen. Mehr dazu lesen Sie hier ➠ Wie werde ich geistig unabhängig?

Risikobereitschaft

Sie können nicht über sich hinauswachsen, wenn Sie nie etwas riskieren.

Manche Menschen sind von einer gewissen Neugier getrieben, wollen ständig Neues ausprobieren und sind offen für ungewöhnliche Ideen. Andere hingegen halten sich gerne in ihrer Komfortzone auf: Hier wissen Sie, wie der Hase läuft, fühlen sich sicher. Leider ist so keine Entwicklung möglich. Und mal ehrlich: Tagein, tagaus dieselben Aufgaben sind auf Dauer eher langweilig, oder? Mehr dazu lesen Sie hier ➠ Wie kann ich mehr wagen?

Souveränität

Sie können nicht erfolgreich sein und dafür von allen gemocht werden.

Es wird immer den einen Kollegen geben, der Sie so richtig doof findet, an Ihnen und Ihrer Arbeit immer etwas auszusetzen hat – sein Problem. Klar ist es wichtig, sich Kritik anzuhören und sich inhaltlich mit eigenen Schwächen auseinanderzusetzen. Aber das sollte nicht dazu führen, dass Sie sich selbst zerfleischen, wenn jemand – vor allem unberechtigte – Kritik an Ihnen äußert. Vielmehr sollten Sie um Ihre Fähigkeiten und Stärken wissen. Wer sich die bewusst vor Augen hält, ist gewissermaßen immun gegen Anfeindungen von außen. Mehr dazu lesen Sie hier ➠ Wie kann ich souveräner werden?

Niederlagen

Sie können nicht immer gewinnen.

Niederlagen gehören zum Leben dazu. Zahllose Start-ups scheitern Jahr für Jahr – dabei ist das nichts Schlimmes. Schlimm ist allenfalls der Umgang damit, vor allem in Deutschland. Die hierzulande auch immer beliebter werdenden Fuckup Nights können dabei helfen, den Blick aufs Scheitern zu ändern. Mehr dazu lesen Sie hier ➠ Wie kann ich Niederlagen und Misserfolge besser nutzen?

Fairness

Sie können nicht mehr verlangen, als Sie bereit sind zu geben.

Es ist eine Crux – Sie wollen pünktlich Feierabend machen, haben aber noch so viel zu erledigen? Es wäre natürlich ein Leichtes, den Kollegen um Hilfe zu bitten, ob er Ihnen etwas abnimmt. Tut er Ihnen den Gefallen, ist es eine Frage der Fairness, dass Sie sich bei ihm revanchieren. Das nächste Mal, wenn er vor lauter Arbeit kaum aus den Augen gucken kann, können Sie auch von sich aus fragen, ob er Unterstützung braucht. Immer nein sagen, aber selbst Hilfe erwarten, funktioniert nicht. Mehr dazu lesen Sie hier ➠ Ist Fairness im Job überhaupt möglich?

Entscheidungen

Sie können nicht nicht entscheiden.

Wem Entscheidungen schwerfallen, der neigt dazu zu denken, dass er das Dilemma lösen kann, indem er keine Entscheidung fällt. Ein klassischer Denkfehler, denn keine Entscheidung ist bereits eine Entscheidung. Soll ich mich auf Job A bewerben oder auf Job B? Selten gibt es nur zwei Möglichkeiten, wie hier vielleicht anfangs vermutet wird. Aber wenn ein Bewerber sich weder auf Job A, noch auf B bewirbt, sondern die Bewerbungsfristen verpasst, hat er dennoch eine Entscheidung getroffen: nämlich keine Bewerbung zu schreiben. Mehr dazu lesen Sie hier ➠ Wie kann ich bessere Entscheidungen treffen?

Kommunikation

Sie können nicht nicht kommunizieren.

Dieses Bonmot von Paul Watzlawick hilft dabei, sich bewusst zu machen, über wie viele unterschiedliche Kanäle wir mit anderen Menschen interagieren. Selbst wenn Sie Ihr Gegenüber anschweigen, transportieren Sie noch Nachrichten. Die Art und Weise, wie wir jemanden anblicken, mit den Augen rollen, lächeln und und und… Aber Körpersprache und Mimik sind nur ein Teil der Kommunikationsfähigkeit. Wie wir etwas sagen, über welchen Wortschatz wir verfügen und wie dieser eingesetzt wird, trägt entscheidend zum Gelingen von Gesprächen bei. Mehr dazu lesen Sie hier ➠ Wie kann ich meine Kommunikationsfähigkeit verbessern?

Aufmerksamkeit

Sie können nicht (langfristig) gute Entscheidungen treffen, ohne zuzuhören.

Das digitale Zeitalter scheint mit seinen Smartphones, seinen Nachrichten als Snack Content und schnellen Schnitten in Videos wie dafür gemacht, die Aufmerksamkeitsspanne von Menschen zu verkürzen. So zumindest häufig der Befund vor allem bei jüngeren Generationen. Das Handy liegt allzeit griffbereit neben einem auf dem Tisch. Ständige Verfügbarkeit bis hin zur Abhängigkeit von sozialen Medien erschweren es, sich für längere Zeit auf eine Sache zu konzentrieren. Das macht sich leider sogar bei Gesprächen mit anderen Menschen bemerkbar. Das ist nicht nur grob unhöflich, sondern kontraproduktiv. Wer zuhören kann, erfährt wichtige Dinge – über die Person selbst, über Vorgänge auf der Arbeit und dergleichen mehr. Mehr dazu lesen Sie hier ➠ Wie lässt sich Aufmerksamkeit steigern?

Respekt

Sie können nicht Respekt erwarten und selbst respektlos sein.

Immer wieder spannend zu beobachten, wenn jemand für sich Wertschätzung und Respekt einfordert, seinerseits aber die Respektlosigeit und Rüpelhaftigkeit in Person ist. Die Selbstreflexion mancher Zeitgenossen lässt zu wünschen übrig, dabei ist es eine Frage der Fairness – oder wie der Lateiner bereits sagte: Quid pro quo. Dahinter verbirgt sich der ursprünglich ökonomische Grundsatz, nach dem jemand, der etwas gibt, dafür eine angemessene Gegenleistung erhalten soll. Oder wie der Volksmund sagt: Wie Du mir, so ich Dir. Mehr dazu lesen Sie hier ➠ Wie kann ich mehr Respekt gewinnen?

Dankbarkeit

Sie können nicht glücklich werden, ohne Zufriedenheit und Dankbarkeit zu lernen.

Viele Menschen denken: Wenn ich erstmal den Lottogewinn habe, dann bin ich glücklich und zufrieden! Dann bin ich meine Sorgen los und werde mich niemals beklagen! Auch hier zeigt sich: Sie brauchen keine Million. Ob Sie glücklich sind, ist eine Entscheidungssache tief in Ihnen drin. Mehr dazu lesen Sie hier ➠ Warum fördert Dankbarkeit Glück und Erfolg?

Großzügigkeit

Sie können nicht genug Gutes tun.

Dieser Satz ist eigentlich selbsterklärend. Das biblische „Geben ist seliger denn nehmen“ bringt diesen Gedanken zum Ausdruck: Wer genügend hat, darf anderen ruhig etwas abgeben. Mehr dazu lesen Sie hier ➠ Warum ist Großzügigkeit besser als nehmen?

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[Bildnachweis: WAYHOME studio by Shutterstock.com]
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22. September 2020 Jochen Mai Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Der Autor mehrerer Bücher doziert an der TH Köln und ist gefragter Keynote-Speaker, Coach und Berater.


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