Berufswunsch finden: Welcher Beruf passt zu mir?

Was soll ich beruflich machen? Was will ich werden? – Vielen Jugendlichen, aber auch Erwachsenen fallen diese Fragen schwer. Auch Sie sind sich beim Berufswunsch unsicher? Dann sind Sie hier genau richtig: Wir zeigen Ihnen, wie Sie einen passenden Beruf finden und Ihre Vorstellungen konkretisieren – mit einem kostenlosen Test und 7 bewährten Orientierungsfragen…

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Welcher Beruf passt zu mir?

Ein passender Beruf und ein konkretes Berufsziel verbinden Ihre persönlichen Stärken und Interessen mit einer Tätigkeit, die vor allem langfristig zu Ihnen passt. Achten Sie deshalb nicht nur auf das Gehalt, eine bekannte Berufsbezeichnung oder den Status des Jobprofils. Vier Faktoren sind für Ihre Auswahl wichtiger:

  • Interessen

    Mit welchen Themen und Tätigkeiten beschäftigen Sie sich gerne und freiwillig?

  • Stärken

    Was können Sie besonders gut und welche Aufgaben fallen Ihnen besonders leicht?

  • Persönlichkeit

    Arbeiten Sie lieber eigenständig oder im Team, strukturiert oder flexibel, ruhig oder mit vielen Kontakten?

  • Arbeitsweise

    Möchten Sie mit Menschen, Daten, Ideen oder Dingen arbeiten? Bevorzugen Sie Büro, Werkstatt, Labor, Natur oder wechselnde Einsatzorte?

Je mehr dieser persönlichen Faktoren zu Ihrem Berufswunsch passen, desto glücklicher werden Sie damit. Allerdings müssen Sie auch nicht sofort den einen perfekten Beruf finden. Oft ist es sinnvoller, zunächst mehrere passende Jobs zu entdecken und anschließend genauer zu vergleichen und die Auswahl immer weiter einzuschränken.

Kostenloser Test Welcher Beruf passt zu mir?

Noch keinen konkreten Berufswunsch? Dann nutzen Sie gleich unseren kostenlosen Berufswahltest. Er umfasst 54 Fragen zu Interessen, Fähigkeiten und bevorzugten Arbeitsweisen. Anschließend erhalten Sie 15 konkrete Berufsvorschläge mit individueller Passung:

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Berufswunsch finden: 7 hilfreiche Fragen

Ein konkreter Berufswunsch entsteht häufig dadurch, dass Sie Ihre Möglichkeiten Schritt für Schritt eingrenzen. Nehmen Sie sich dafür bitte Zeit und beantworten Sie die folgenden Fragen möglichst gewissenhaft:

  1. Was mache ich wirklich gerne?

    Denken Sie nicht nur an bisherige Lieblingsfächer in der Schule oder frühere Jobs. Auch Hobbys und private Interessen liefern gute Hinweise auf Tätigkeiten, die Ihnen liegen.

  2. Was kann ich besonders gut?

    Achten Sie auf Fähigkeiten, für die Sie häufig Anerkennung bekommen oder bei denen andere Menschen Sie um Hilfe bitten.

  3. Womit möchte ich arbeiten?

    Überlegen Sie, ob Sie lieber mit Menschen, Zahlen, Sprache, Technik, Informationen, Werkzeugen oder kreativen Ideen umgehen.

  4. Wie möchte ich arbeiten?

    Manche Menschen brauchen klare Strukturen und Routinen, andere Abwechslung und Freiräume. Beides führt zu unterschiedlichen Berufsfeldern.

  5. Was ist mir im Beruf wichtig?

    Fragen Sie sich, welchen Stellenwert beispielsweise Sicherheit, Einkommen, Sinn, Kreativität, Karrierechancen oder eine gute Work-Life-Balance haben.

  6. Was möchte ich nicht?

    Ausschlusskriterien sind ebenfalls nützlich: Schichtarbeit, viel Kundenkontakt, körperliche Arbeit oder ein langer Bildungsweg können mögliche Berufe ausschließen.

  7. Welche Berufe passen zu meinen Antworten?

    Suchen Sie nun nach Tätigkeiten und Berufsprofilen, in denen möglichst viele Ihrer Interessen, Fähigkeiten und Wünsche zusammenkommen. Wählen Sie zunächst mehrere Optionen statt nur eines vermeintlichen Traumjobs.

Was tun, wenn ich keinen Berufswunsch habe?

Keinen konkreten Berufswunsch zu haben, ist zunächst kein Nachteil. Die Vielzahl an Ausbildungsberufen, Studiengängen und Karrierewegen kann die Entscheidung heute enorm erschweren. Das verstehen wir. Hinzu kommt die Sorge, sich falsch festzulegen oder Erwartungen von Eltern oder Freunden erfüllen zu müssen.

Versuchen Sie, all das mal auszublenden, und beginnen Sie bei sich selbst: Lernen Sie zuerst Ihre Interessen, Stärken und bevorzugten Arbeitsweisen besser kennen. Im Coaching machen wir dazu immer zuerst unseren Persönlichkeitstest nach den Big Five. Der ist in der Psychologie wirklich anerkannt und validiert. Der Test untersucht dabei die fünf grundlegenden Persönlichkeitsdimensionen und erstellt daraus Ihr individuelles Profil. Das Testergebnis sagt zwar noch nicht, welchen Beruf Sie wählen sollten. Es liefert dafür aber wertvolle Anhaltspunkte, welcher Beruf langfristig zu Ihnen passt. Wir nutzen den Test anschließend zum Abgleich und zur Auswahl konkreter Berufsbilder.

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Berufswunsch Beispiele: Welche Berufe gibt es?

Ein häufiger Fehler bei der Berufswahl ist ein zu enger Blick auf bekannte Jobs. Wer nur zehn oder zwanzig Berufe kennt, kann viele passende Alternativen gar nicht erst berücksichtigen (siehe: latente Prägung). Informieren Sie sich deshalb bewusst auch über Tätigkeiten und Berufe, die Sie noch gar nicht kennen. Unsere Berufsbilder-Rubrik zeigt Ihnen hierzu zahlreiche Jobprofile aus unterschiedlichen Bereichen. Darin erfahren Sie auch gleich mehr über Aufgaben, Voraussetzungen, Ausbildung oder Studium, Gehalt und Karriereperspektiven.

Berufe von A-Z entdecken

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Berufswunsch für Erwachsene

Die Frage „Welcher Beruf passt zu mir?“ stellt sich nicht nur nach der Schule. Auch mit 30, 40 oder 50 Jahren kann der bisherige Karriereweg nicht mehr zu den eigenen Vorstellungen passen. Der Vorteil: Erwachsene müssen bei der Suche nach einem neuen Berufswunsch nicht bei null anfangen.

Nutzen Sie Ihre bisherigen Erfahrungen als Informationsquelle: Welche Aufgaben haben Ihnen bislang besonders viel Freude gemacht? Welche möchten Sie künftig vermeiden? Welche Kompetenzen wollen Sie weiterhin einsetzen – und welche Rahmenbedingungen sollen sich unbedingt ändern? Aus diesen Antworten entsteht ein deutlich konkreteres Bild für eine mögliche berufliche Neuorientierung. Beie der Arbeitgeberwahl können Sie zusätzlich unsere Checkliste nutzen:

Arbeitgeber-Checkliste (PDF)

Wie wichtig ist der Berufswunsch von Kindern?

Kinder nennen häufig mit großer Selbstverständlichkeit einen Traumberuf. Solche Wünsche werden durch Familie, Vorbilder, Medien und eigene Erfahrungen geprägt. Sie können erste Hinweise auf Interessen liefern, müssen aber keine spätere Berufswahl vorwegnehmen. Mit zunehmendem Alter lernen Jugendliche neue Tätigkeiten kennen und entwickeln zusätzliche Fähigkeiten und Interessen. Aus dem Traumberuf der Kindheit kann deshalb später ein vollkommen anderer Berufswunsch entstehen. Und das ist völlig okay. Wichtiger als die frühe Festlegung auf einen bestimmten Job ist, Neugier zu fördern und unterschiedliche Berufsfelder kennenzulernen.

Darf sich mein Berufswunsch verändern?

Natürlich! Ein Berufswunsch ist keine Entscheidung für das gesamte Leben. Die Zeiten der Kaminkarrieren sind ohnehin vorbei. Interessen, Fähigkeiten, Prioritäten im Leben sowie Lebensumstände entwickeln sich weiter – und damit kann sich ebenso die Vorstellung vom passenden Beruf verändern.

Entscheidend ist also nicht, möglichst früh den vermeintlich perfekten Job fürs Leben zu finden. Treffen Sie vielmehr eine fundierte Entscheidung auf Basis dessen, was Sie heute über sich und Ihren Wunschberuf wissen. Stellen Sie später fest, dass Ihre Wünsche nicht mehr dazu passen, können Sie Ihren beruflichen Weg komplett neu ausrichten. Eine gute Berufswahl gibt Orientierung – sie legt Sie aber nicht für immer fest!


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