Antriebslosigkeit: 5 klassische Auslöser
Jeder fühlt sich an manchen Tagen erschöpft, müde oder einfach lustlos. Niemand kann jeden Tag vor Energie sprühen, maximale Motivation zeigen und die anderen mit seiner positiven Energie anstecken. Wird die Antriebslosigkeit zu einem dauerhaften Zustand, muss man die Auslöser und Gründe ausfindig machen, um etwas dagegen zu unternehmen. Je länger man dies aufschiebt, desto negativer und nachhaltiger werden auch die damit verbundenen Auswirkungen - sowohl in der Arbeit als auch im Privatleben. Damit Sie etwas dagegen tun können, stellen wir Ihnen fünf klassische Auslöser der Antriebslosigkeit vor und geben Tipps, wie Sie diese überwinden können...

Antriebslosigkeit Ursachen: Wieso bin ich so schlapp?

Mit einem neidischen und gleichzeitig genervten Blick schaut man auf die Kollegen, die mit Tatendrang ständigNeues anpacken, Aufgaben erledigen, Projekte abschließen, Konzepte verfassen, Kunden betreuen, E-Mails beantworten, Telefonate führen, Netzwerke aufbauen und selbst nach Stunden noch kein bisschen an Kraft und Energie eingebüßt haben. Gleichzeitig ist der einzige Gedanke im eigenen Kopf: Eigentlich habe ich heute überhaupt keine Lust...

Das Gefühl der Antriebslosigkeit kennt wohl jeder. Es beginnt schon morgens, wenn man kaum aus dem Bett kommt und zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Tag. Es mangelt an jeglicher Motivation, jede Aktivität gleicht einer Herausforderung und am liebsten würde man einfach mal nichts tun. Zu allererst ist bei solchen Symptomen Vorsicht angebracht. Zwar ist gelegentliche Lustlosigkeit ganz normal, doch wenn aus der Ausnahme immer mehr die Regel wird, kann dies ein Anzeichen für ernsthafte psychische Probleme, ein Burnout oder eine Depression sein. In diesem Fall sollten Sie unbedingt mit einem Arzt sprechen.

Glücklicherweise ist es nicht immer gleich so schlimm und die die Antriebslosigkeit hat eine andere Ursache - und davon gibt es leider mehr als genug im Alltag. Nicht immer merken wir es, doch viele Situationen rauben uns die Kraft, nehmen uns den Spaß und die Lust an so ziemlich allem. Wir haben fünf klassische Auslöser der Antriebslosigkeit zusammengestellt:

  1. Falsches Umfeld

    Wir alle umgeben uns gerne mit Menschen, die unsere Interessen und Ansichten teilen, mit denen wir Spaß haben und auf andere Gedanken kommen können. Leider gibt es im Umfeld meist aber auch andere Zeitgenossen. Der Pessimist, der sich dauerhaft und über alles bei Ihnen beschwert, der Choleriker, dessen Wutausbrüche Sie ertragen müssen oder der Nörgler, der an jeder Idee etwas auszusetzen hat. In einem solchen Umfeld kann man fast spüren, wie mit jeder Minute die eigene Motivation nachlässt.

  2. Großer Stress

    Bis zu einem gewissen Maß kann Stress zu großen Leistungen anspornen und auch motivierend wirken. Ist dieser Punkt überschritten, wird er zum Problem. Immer unter Zeitdruck zu stehen, zig Aufgaben gleichzeitig zu managen und das Gefühl zu haben, es niemals allen Anforderungen recht machen zu können, kann zu großer Frustration führen. Plötzlich fühlt man sich nicht mehr in der Lage, überhaupt etwas zu schaffen.

  3. Wenig Erholung

    Sind die Akkus leer, braucht jeder die Zeit, um sich zu erholen, wieder zu Kräften zu kommen und einfach mal abzuschalten. Fehlt diese Erholung - oder findet nicht ausreichend statt - ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Antriebslosigkeit zuschlägt. Zwar kann man alle Reserven mobilisieren, doch irgendwann ist die Erschöpfung zu groß und es fehlt die Kraft, sich noch weiter aufzuraffen.

  4. Ständige Sorgen

    Was passiert, wenn ich meinen Job verliere oder krank werde? Wie sieht es mit der Altersvorsorge aus? Es gibt unendlich viele Dinge in der Zukunft, über die man sich sorgen kann und die einem so schwer im Magen liegen, dass sie auch in der Gegenwart ausreichen, um die Kraft zu rauben. Die gesamte Energie wird verbraucht, um sich Worst-Case-Szenarien auszumalen und in Gedanken durchzuspielen - was bleibt ist ein ungutes Gefühl und keine Lust, bei diesen Aussichten irgendetwas zu tun.

Antriebslosigkeit überwinden: So klappt's

dotshock/shutterstock.comWer von einer akuten Phase der Antriebslosigkeit erwischt wird, sollte sich möglichst schnell etwas einfallen lassen, um diese zu überwinden. Langes abwarten führt meist nur dazu, dass es schlimmer wird oder man sich selbst zusätzlich unter Druck setzt, nachdem eine Menge Zeit ungenutzt verstrichen ist. Um der Antriebslosigkeit den Kampf anzusagen, gibt es verschiedene Wege, die mehr oder weniger zu Ihrer individuellen Situation passen. Wir haben einige Tipps gesammelt, die Ihnen helfen können, die Antriebslosigkeit zu überwinden.

  1. Entwickeln Sie eine positive Denkweise

    Das ist natürlich viel leichter gesagt, als getan. Die eigenen Gedanken lassen sich nicht auf Knopfdruck ins Positive wandeln. Trotzdem lässt sich daran arbeiten, indem Sie beispielsweise ganz bewusst Ihre Ängste hinterfragen und sich dann dem Guten zuwenden. Fokussieren Sie sich auf die Dinge, die Sie gut können, die Ihnen Spaß machen und für die Sie dankbar sind. So können Sie selbst die eigenen Energiereserven wieder auffüllen.

  2. Nutzen Sie Entspannungstechniken

    Es gibt viele verschiedene Entspannungsübungen, zwischen denen Sie wählen können. Entscheidend ist, dass Sie sich wirklich regelmäßig die Zeit einräumen, um Pausen zu machen. Dies hilft nicht nur dabei, die Antriebslosigkeit zu überwinden, sondern schärft auch Ihre Wahrnehmung der eigenen Bedürfnisse. Wenn Sie sich Zeit für sich nehmen, lernen Sie die Signale Ihres Körpers kennen und wissen, wann Sie Abstand zu Stress und Druck brauchen.

  3. Suchen Sie nach einem Motiv

    Antriebslosigkeit schlägt meist dann mit voller Wucht zu, wenn es keine zufriedenstellende Antwort auf die Frage nach dem Warum gibt. Warum soll ich meine Energie für diese Aufgabe aufwenden? Mit einem konkreten Motiv und einem Ziel vor Augen, haben Sie immer einen Plan, an dem Sie arbeiten können. Machen Sie sich bewusst, wofür Sie etwas tun und was es Ihnen bringt und Sie werden deutlich mehr Energie verspüren.

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